Sonntag, 15. März 2009

Früher ein Sport bei der Straßenbahn

Nach einer Amokdrohung gegen das Steinbeis Schulzentrum in Ilsfeld (Kreis Heilbronn) am Freitag hat die Polizei Haftbefehl gegen einen Tatverdächtigen erlassen. Es handele sich dabei um einen 19 Jahre alten ehemaligen Schüler, teilten die Beamten mit.

Der Vorwurf lautet auf Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Der mutmaßliche Täter soll laut Polizei in einem Online-Chat Drohungen gegen die Realschule und gegen eine Lehrerin geäußert haben. Der junge Mann bestreitet die Vorwürfe. Nachdem die Drohung im Internet entdeckt worden war, hatte die Polizei die Schule abgesperrt und durchsucht. Bei der Aktion fanden die Beamten keine verdächtige Gegenstände.

Weitere Trittbrettfahrer festgenommen

Am Freitagmorgen wurde ein 16 Jahre alter Junge festgenommen, nachdem er einen Amoklauf an einer Schule in Kippenheim (Ortenaukreis) angedroht hatte. Auch gegen einen 20-Jährigen aus Esslingen erging Haftbefehl. Er hatte im Internet eine Amokdrohung gegen eine Grund- und Hauptschule ausgesprochen.

In Ehingen (Alb-Donau-Kreis) nahm die Polizei einen 17 Jahre alten Jugendlichen fest, der im Internet einen Amoklauf angedroht hat. Der Jugendliche hatte auf einer Internetseite ein Foto veröffentlicht, auf dem er vermummt und mit einer Pistole zu sehen ist. Der 17-Jährige ist seit längerer Zeit in psychiatrischer Behandlung.

Makabrer Scherz: Amok-Drohung in Wendlingen

Ausgerechnet in Wendlingen, wo Tim K. bei seinem Amoklauf zwei Menschen erschossen hatte, nahm die Polizei während des Unterrichts einen 15-Jährigen fest. Er gab zu, mit roter Kreide eine Amok-Drohung auf dem Hof einer Realschule geschrieben zu haben.

Drohungen gingen seit dem Amoklauf von Winnenden auch gegen Schulen in Freiburg, Pforzheim und Schramberg (Kreis Rottweil) ein, sowie im Raum Stuttgart, in Metzingen und Ulm. Alle Ankündigungen erwiesen sich als leere Drohungen.

Trittbrettfahrern droht Gefängnis

Das baden-württembergische Justizministerium stellte angesichts der Trittbrettfahrer mit Nachdruck fest, dass die Täter mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren rechnen müssten. "Das ganze ist kein Spaß und die Konsequenzen sind bitterernst", sagte Oberstaatsanwalt Stefan Wirz. "Neben einer Gefängnisstrafe könnten in solchen Fällen erhebliche Schadenersatzforderungen" auf den Täter zukommen, sagte Wirz. "Der Polizeieinsatz und die Evakuierungskosten können sehr teuer werden und dann ist der Täter oft ein Leben lang damit beschäftigt, seine Schulden abzustottern."


Es gibt viele Methoden, sich seine Zukunft zu ruinieren. Ob eine solche Drohung wirklich solche Trittbrettfahrer abschreckt? Die Versuchung ist zu groß, es ist so leicht, Aufmerksamkeit zu erregen bzw. ein wenig Angst und Schrecken zu verbreiten - und das heutzutage, ohne überhaupt aus dem Haus zu gehen.

Ohne Namensnennung zwar...



... aber gefreut haben wir uns schon sehr.
Vielen Dank, Bruder Weist!