Mittwoch, 5. Mai 2010
Hochbetrieb auf unserer Baustelle
Jesus Sirach 40
1 Großes Elend ist jedem Menschen zugeteilt, und ein schweres Joch liegt auf den Menschenkindern von Mutterleib an, bis sie zur Erde zurückkehren, die unser aller Mutter ist. 2 Da sind immer Sorge, Furcht, Hoffnung und zuletzt der Tod 3 sowohl bei dem, der in hohen Ehren sitzt, wie bei dem, der im Staube liegt; 4 sowohl bei dem, der Purpur und Krone trägt, wie bei dem, der einen groben Kittel anhat. Da sind immer Zorn, Eifersucht, Kummer, Unfriede und Todesfurcht, Hass und Streit.
5 Und wenn einer des Nachts auf seinem Bett ruhen und schlafen soll, beunruhigen ihn allerlei Gedanken. 6 Wenn er schon ein wenig ruht, so ist's doch nichts damit; denn bald ist ihm im Schlaf, als wäre es Tag und er sähe die Feinde kommen, und er erschrickt im Traum, als fliehe er aus der Schlacht; 7 und im Augenblick der Not wacht er auf und ist heilfroh, dass die Furcht umsonst war.
8 Dies widerfährt allem Fleisch, sowohl Menschen wie Vieh, aber den Gottlosen siebenmal mehr: 9 Mord, Blutvergießen, Streit, Schwert, Unglück, Hunger, Verderben und Plage: 10 Das alles ist den Gottlosen zugeteilt; denn auch die Sintflut musste um ihretwillen kommen. 11 Alles, was aus der Erde kommt, muss wieder zu Erde werden, wie alle Wasser wieder ins Meer fließen.
