Dienstag, 31. März 2009
Montag, 30. März 2009
Sich selbst nicht vergeben können
Wasch meine Schuld von mir ab, und mach mich rein von meiner Sünde!
Psalm 51, 3f.
Nicht wenige Menschen glauben, dass Gott ihnen ihre Sünde vergeben hat, aber sie können sich selbst nicht vergeben. So wollen sie päpstlicher als der Papst oder göttlicher als Gott sein. Ein schweres Problem in der Seelsorge, mit dem ich immer wieder zu tun habe.
Sonntag, 29. März 2009
Die Kaaba der Kunstreligion
Traut sich noch jemand vom Bösen zu sprechen?
Das stellte Thomas Jansen am 20. März in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ fest.
Der Journalist weist darauf hin, daß der protestantische baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau als erster Politiker in einer größeren Öffentlichkeit den Amoklauf als Manifestation des Bösen bezeichnete.
Jansen versteht, daß der Politiker unter seinen Berufskollegen keine Nachahmer fand: Das Eingeständnis der eigenen Ohnmacht sei bei Politikern mit einem Risiko behaftet.
Dagegen wundert sich Jansen, daß auch Kirchen und Theologen in ihren Äußerungen den Begriff des Bösen meist übergingen oder allenfalls am Rande erwähnten.
Kirchenfunktionäre reden um den heißen Brei
In kirchliche Stellungnahmen auf die tragischen Ereignisse finde sich kein Hinweis darauf, „daß es in beiden Kirchen durchaus so etwas wie eine Lehre vom Bösen gibt.“
Jansen zitiert einige Beispiel:
• Der Ratsvorsitzende der ‘Evangelischen Kirche Deutschlands’, Wolfgang Huber, rhapsodierte, daß man Schmerz und Fassungslosigkeit „Raum geben“ wolle.
• Die Tragödie übersteige die „menschliche Vorstellungskraft“ – suchte der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, Zuflucht im Hyperbolischen.
• Der Württembergische Landesbischof Otfried July erinnerte an die Vaterunser-Bitter von Schuld und Vergebung. Er ließ aber – wie Jansen bemerkt – die Erlösung von dem Bösen unerwähnt.
• In dem ökumenischen Gedenkgottesdienst für die Opfer in Winnenden entdeckte Jansen den Begriff des Bösen nur einmal kurz, die Sünde gar nicht.
• Auch im „Wort zum Sonntag“ kam eine evangelische Pfarrerin beim Thema Winnenden ohne das Böse und die Sünde aus.
• Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann forderte mehr schulische Sozialpädagogen und eine Verringerung der Klassenstärken.
Die Frage nach dem Warum
Diese Wortmeldungen lassen Jansen ratlos: „Warum machten Vertreter beider Kirchen nach dem Amoklauf von Winnenden einen solch großen Bogen um den Begriff des Bösen?“
Seine Antworten kleidet er in Frageform: „Weil er für die christliche Botschaft eben doch nicht entscheidend ist? Weil sie den richtigen Zeitpunkt noch nicht für gekommen hielten oder weil sie fürchteten, das Vokabular könne die Menschen abschrecken?“
Der fehlende Anlaß kann es jedenfalls nicht gewesen sein – so Jansen.
kreuz.net
Die Beobachtung ist richtig. Das Böse steht noch im Vaterunser. Und damit scheint es gut zu sein. Und der Böse? Von dem wagt sowieso niemand mehr zu reden.
Samstag, 28. März 2009
Das Mysterium der zwei Naturen
Neben den Gleisen des Fortschritts
Vom lebensnotwendigen Müssen
Krise als Chance? Wohl kaum.
Auch die Weltwirtschaftskrise hat gewiss ihr Gutes, raunen Onkel aller Art; am liebsten möchte man schmallippig mit einer Variation des Diktums einer berühmten Tante antworten: Gott möge einen hüten vor allem, was auch sein Gutes hat.
Und was soll sie Gutes haben? Dass sich die „Tüchtigen“ durchsetzen? Aber was, das tun sie doch immer. Die Gesellschaft werde in der Krise kooperativer, sagen manche, doch davon ist nicht viel zu sehen: Armut macht die Menschen nicht besser, nein, Armut stinkt und macht brutal. Not kennt kein Gebot. Die inneren Werte blühen nicht, wenn die äußeren knapp werden. Auch das Loblied der Faulheit singt sich leichter, wenn man ein Sparbüchlein in der Lade und ein Häuschen auf dem Lande hat, als wenn man nicht weiß, wie man die nächste Miete zahlen soll.
Nicht abzuweisen dagegen ist die These, dass die bedrohte Natur in der Krise aufatme. Tatsächlich: Wenn aufgrund sinkender Realeinkommen weniger Autos produziert und gefahren, weniger Flugzeuge gebaut und geflogen werden, weniger Abfall produziert wird, ist das ein substanziellerer Beitrag zum Klimaschutz als alle Kyoto-Protokolle. Dass die Warnungen vor dem Treibhaus weniger Platz in den Medien einnehmen als noch vor einem Jahr, liegt ja schlicht daran, dass wir nicht darauf eingerichtet sind, mehrere Katastrophenszenarien auf einmal im Kopf zu haben. Die Rhetorik der Apokalypse ist ohnehin in beiden Fällen gleich: Es werde noch schlimmer kommen als befürchtet, liest man wieder und wieder und stumpft zusehends ab.
Aber wenn alle Trübes prophezeien, will ich mich auch als Unke versuchen: Die bedenklichste Langzeitauswirkung dieser Krise wird sein, dass die nächste Runde des globalen Monopoly-Spiels mit einer deutlich ungleicheren Verteilung von Grund und Boden beginnt. Denn die Immobilienpreise sinken vielleicht da und dort, wo die Spekulation zu irrwitzig war, aber tendenziell werden alle vernünftigen Reichen – und es gibt, man verzeihe die Incorrectness, unter den Reichen relativ viele Vernünftige, was einer der Gründe dafür ist, dass sie reich sind – in den nächsten Jahren ihr Geld in Immobilien anlegen. Auch in Äcker auf der ganzen Erde: Spätestens in der nächsten Nahrungsmittelknappheit kann das Gewinn bringen. (...)
Thomas Kramar: Wo ist denn das Gute an der Krise? Die Presse 26.03.2009
Stiefmütterchen ud Großmütterchen
Maurice ist fünf. Struck ist Grabpfleger. Beide stehen vor einer Gruft. Eigentlich sind die Jungen und Mädchen des Kindergartens St. Bonifatius um diese Zeit auf dem Spielplatz. Heute sind sie auf dem Friedhof.
Sie wissen nicht, wie Leben beginnt. Und hier erzählt einer vom Sterben. Von Toten, die da unten liegen. Außenstehende irritiert das. Birgit Mattern nicht. „Die Ängste haben wir, nicht die Kinder”, sagt die Kulturpädagogin. Sie betreut das Projekt „Kinder, Tod und Lebensfreude”. Als die Eltern davon hörten, hätten sie erst einmal geschluckt. „Wie bitte? Mein Kind? Auf den Friedhof?” Mittlerweile sei die Resonanz ausnahmslos gut.
„Was ist denn ein Grab?” fragt Friedhofsgärtner Struck. Maurice weiß Bescheid. „Ein großes Loch, da ist `ne Kiste drin. Da werfen alle Blumen drauf.” – „Und was ist in der Kiste?” – „Ein Körper.”
Sechs davon ruhen in der Familiengruft. Zwei mächtige Grabsteine. Die Zahlen darauf berichten von Leben und Tod zwischen 1874 und 2007. Oben blüht das Stiefmütterchen, unten vergeht das Großmütterchen. Die Kinder bewegen sich so still und ruhig, als wollten sie sie nicht stören.
Eine neue Welt ist das. Spannend. Und gar nicht gruselig. Vielleicht liegt es daran, dass Sterben ja eigentlich körperlos ist. Es macht „Peng-Peng” aus der Pistole – und du bist tot. Im Kindergarten stehen sie danach wieder auf. Hier nicht. Wie weh das tut, steht im Gesicht eines alten Herrn geschrieben. Mit rot geweinten Augen kreuzt er den Weg, dreht sich weg.
„Da ist ein Motorrad drauf”, ruft ein Junge und zeigt auf einen hellen Grabstein. „Ja, der hat Motorräder gern gehabt”, sagt Struck. Aber nur bis zu seinem 39. Lebensjahr.
Auch dieses Brummen kommt von einer Maschine. Ein Bagger hebt Gräber aus. „Boah!” Maurice ist entzückt. Ein Loch nach dem andern schaufeln – das wäre was für ihn. „Es ist besser, in freudigen, unbelasteten Zeiten mit Trauer umzugehen”, sagt Birgit Mattern. „Im akuten Fall ist es zu spät, es den Kindern zu erklären.”
Emilia hat das erlebt. Vor zwei Wochen ist ihr Opa gestorben. „Ich hab ihm ein Bild gemalt und es reingeschmissen”, flüstert sie und schaut auf eine bronzene Engelsfigur. „Das ist der Schutzengel”, sagt Birgit Mattern. Den kennt Emilia gut. Aus ihrem Zimmer. Da wacht er jede Nacht über sie. Wenn sie schlummert, unter der warmen Kuscheldecke.
Ein gescheites Projekt. Im Vorschul- (und Volksschul-) Alter sind Kinder noch einfach neugierig. Und die Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben kann gar nicht früh genug beginnen. Die Zeiten der prinzipiellen Tabuisierung des Gegenstandes, als ich vor Beerdigungen oft von Angehrigen gefragt wurde, ob man es denn verantworten könne, Kinder von acht, zehn oder zwölf Jahren überhaupt mitzunehmen, scheinen zum Glück vorbei zu sein.
Mittwoch, 25. März 2009
Christoph Schlingensiefs "Mea Culpa"
Dienstag, 24. März 2009
Bitte keine Zukunft!
Montag, 23. März 2009
Baumzier im Garten des Lutherhofes
Damals und noch heute...
Die Gemeinde Fambach bei Schmalkalden gilt als einer der historisch am besten erforschten Orte in Deutschland. Mit dazu beigetragen hat das Kirchenbuch der evangelischen Kirchengemeinde, dass das älteste, noch erhaltene Kirchenbuch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist. Darin haben die Pfarrer der Kirchengemeinde im Zeitraum von 1559 bis 1703 alles eingetragen, was ihnen im Gemeindeleben wichtig erschien. Und dazu gehören nicht nur Hochzeiten, Geburten oder Todesfälle, sondern auch Berichte über Krankheiten und Seuchen, das Wetter und die damalige Lebensweise der Menschen.
Wie das Leben im 16. und 17. Jahrhundert in Fambach ausgesehen hat, können jetzt Interessierte in einem Buch des Fambacher Historikers Dr. Kai Lehmann nachlesen. Lehmann hat anhand des Kirchbuches und anderer historischer Quellen eine kurzweilige Kulturgeschichte des Thüringer Ortes zusammengestellt, in der man manch Kurioses finden kann. So erfährt der Leser, dass der Februar des Jahres 1638 so warm war, dass man Schwimmen gehen konnte oder dass die Schulpflicht für Mädchen in Fambach schon 1604 eingeführt worden war. Außerdem wurden die Fambacher von einem Massenmörder in Angst und Schrecken versetzt und konnten schon vor dem 30jährigen Krieg Lotto spielen.
Menschen, die durch Alkohol zu Tode gekommen waren, durften laut Friedhofsordnung, nicht in geweihter Erde bestattet werden. Und trotzdem bestattet der Pfarrer eine Frau, die im Vollrausch die Treppe hinuntergestürzt und zu Tode gekommen war, auf dem Friedhof. Der Alkoholmissbrauch der damaligen Zeit sei daran schuld gewesen, dass es heute nur zwei Feiertage zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten gibt. Den jeweiligen dritten Feiertag schaffte Landgraf Carl von Hessen-Cassel im Jahr 1701 ab, da diese Tage «von dem gemeinen Volk fast zu anders nicht als Saufen, Schwelgen und anderer Üppigkeit missbrauchet worden» seien, zitiert Lehmann den Landgrafen in seinem Buch.
Gefunden auf ekkw.de
Der Alkoholmissbrauch ist in der Tat kein Problem unserer Tage, das ist bekannt. Aber er ist ein Problem der christlichen Kultur. Hätte man je Ähnliches aus jüdischem, muslimischem oder buddhistischem Kontext gelesen? Das Judentum verbietet den Alkohol auch nicht, aber unter den großen Religionen hat allein das Christentum seinen zentralen Kultakt (Eucharistie / Abendmahl) mit dem Alkohol verbunden.
Umkehr aus dem Murren
Die Kinder Israels mussten auch lernen, dass dieselbe Schlange, die Adam den Tod gebracht hatte, ebenfalls ihnen den Tod brachte. Mose hat sie also am Holz aufgehängt, damit sie bei ihrem Anblick durch die Ähnlichkeit dahin gebracht würden, sich des Baumes zu erinnern. Jene nämlich, die zu ihr aufblickten, waren gerettet, nicht durch die Schlange, sondern durch ihre Umkehr. Sie blickten zur Schlange und erinnerten sich ihrer Sünden. Weil sie gebissen worden waren, bereuten sie, und waren einmal mehr gerettet worden. Ihre Umkehr wandelte die Wüste in die Wohnung Gottes. Das sündige Volk wurde durch die Buße zur einer kirchlichen Versammlung, und besser noch: Es betete das Kreuz an, wider besseres Wissen.
Aus einer Ephräm dem Syrer zugeschriebenen Predigt "Über die Buße"
Sonntag, 22. März 2009
Alle Jahre wieder
November 2007: Ein Elfjähriger schießt im Osthessischen Hosenfeld absichtlich mit einer Pistole auf seinen Stiefvater und verletzt den 49-Jährigen. Die Tatwaffe gehörte dem Opfer.
März 2007: Ein 21-Jähriger verletzt seine 87 Jahre alte Großmutter im Streit schwer. Der Mann, der in Taunusstein im selben Haus wie seine Oma wohnte, soll diese schon zuvor mehrfach angegriffen haben.
Juli 2006: Ein 19-Jähriger erschlägt im Wetterau-Ort Petterweil seine Mutter mit einem Hammer. In dem Streit ging es um Geld.
Januar 2005: Eine 26 Jahre alte Frau verletzt den Freund ihrer Mutter während eines Familienstreits in Frankfurt mit einem Brotmesser lebensgefährlich.
November 2004: Ein 33-Jähriger sticht nach einem Streit mit seiner Mutter seinen zwei Jahre jüngeren Bruder im mittelhessischen Stadtallendorf nieder. Der Jüngere hatte die Mutter in dem Streit unterstützt.
Januar 2004: Eine 15-Jährige sticht ihre Mutter im nordhessischen Witzenhausen mit einem Steakmesser nieder und verletzt sie schwer. Der Tat war ein handgreiflicher Streit vorausgegangen.
Oktober 2003: Ein 17-Jähriger tötet in Frankfurt seine Mutter, eine 46 Jahre alte Antiquitätenhändlerin, mit mehreren Messerstichen in Hals und Kopf. Der Jugendliche, der älteste von drei Söhnen, gibt familiäre Probleme als Grund an.
Mai 2002: Ein 20-Jähriger ersticht im osthessischen Heringen seine Mutter mit einem Butterflymesser im Streit. Es geht um den Drogenkonsum des Heranwachsenden.
Februar 2002: Ein 16-Jähriger ersticht seine Stiefmutter mit einem Fleischermesser im Streit.
So macht man Politik interessant

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat in mehr als 90 Städten 150.000 gefälschte Ausgaben der Wochenzeitung "Die Zeit" verteilt. Die Schlagzeile auf dem Titelblatt lautet "Am Ende des Tunnels". Als Erscheinungsdatum ist der 1. Mai 2010 angeben. Statt Meldungen von gestern enthalte das täuschend echte Plagiat die "Nachrichten der Zukunft", teilte Attac mit.
Die aktuellen Berichte über die "globale Wirtschafts-, Finanz- Hunger- und Klimakrise" ließen viele Menschen hilflos zurück, erklärte Attac-Aktivistin Jutta Sundermann. Die Autoren hätten deshalb "die Zeit weitergedreht" und "die Nachrichten verfasst, die wir morgen lesen wollen". Alles, was in den Artikeln geschrieben sei, könne man "innerhalb von 13 Monaten umsetzen". Ziel sei es, die Vorstellungskraft der Leser zu erweitern und ihnen Mut machen, sich politisch zu engagieren.
Kühne Phantasien bekannter Autoren
Zu den Autoren der sogenannten Zukunftsausgabe zählt etwa der Journalist und Buchautor Harald Schumann, der unter der Überschrift "Zeit der Abrechnung" von einem imaginären G20-Treffen in Brasilia berichtet, bei dem sich die Industrie- und Schwellenländer auf eine weitreichende Besteuerung großer Privatvermögen und internationaler Konzerne geeinigt haben.
[Bildunterschrift:Nachrichten von morgen: Attac-Mitglied mit "Zeit"-Plagiat in Duisburg]
Der Wirtschaftsjournalist Lucas Zeise beschreibt in "Ende einer Ära" die Veränderung der deutschen Bankenlandschaft nach einem Untergang zahlreicher Privatinstitute, der Kabarettist Matthias Deutschmann ein von der Bevölkerung herbeigeführtes Ende des "Kasinokapitalismus". Weitere Artikel berichten über das imaginäre Ende der NATO, von Schuldenerlassen für arme Länder und einer dezentralen Konferenz der Weltgesellschaft gegen Hunger. Unter die-zeit.net ist zudem eine Attac-Website online, die der Originalseite zeit.de bis ins Detail nachempfunden ist.
Trauer macht lebendig
Wenn die Menschen heute [sc. bei der Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufes von Winnenden] beten, singen und sich erinnern, dann ist das doch auch ein Ausdruck von Gefühlen.
Canacakis: Das ist für unsere Kultur in Ordnung, weil es die Menschen so gewohnt sind. Viele werden nach der Trauerfeier aber noch trauriger sein als vorher, weil sie viele Möglichkeiten verpasst haben, einen Ausdruck zu finden. Ich würde was anderes machen.
Und zwar?
Canacakis: Man darf die Gefühle nicht tot beten oder tot schweigen. Der liebe Gott wird wütend, wenn wir unsere Gefühle nicht ausdrücken, die er uns geschenkt hat.
Der Trauerforscher Dr. Jorgos Canacakis in einem Interview auf derwesten.de
Samstag, 21. März 2009
Schlafen mit offenen Augen
Aus: Michael Feld, Das dunkle Kapitel unserer Arbeitswelt, in der FAZ (10.12.2008)
Also trügt der Eindruck der Lehrer nicht...
Von der Kaulquappe zum Hermelin
Ich hab so verdammte Angst, am Haken von wem zu landen und frass mich zum Schutze blad, bis mich der Hirnschlag erlöste und ich nun als rechtschaffen als körperbehindert betrachtet werden kann. So viele Wege, so viele Abzweigungen. Ich wette, Benedikt XVI. trägt Hermelin am Kragen. Von der Kaulquappe zum Hermelin. Was passte besser zum Faschingsonntag? "Richtige" Bluejeans müssen aus steifen Denim bestehen. Es gibt nun auch so weiche, "Schein - Bluejeans" Aber wenn du mit deinen Händen drüber streichst, weiss jeder Papst was damit gemeint ist. So müssen Sie sich den r.k. - Papst auch vorstellen, Hobby minus Wurzel aus usw... Andere haben Fussball als Hobby oder Skifahren. Wieder andere glauben im Shoa ihre Behausung gefunden zu haben. Sie bohren sich hinein Doch dass das Millionen Menschen ihr Leben verloren, die Menschenrechte sind für manche Rechtsfanatiker wie eben Levebrianer erscheinen müssen wie Hobby. Ich konnte nie irgentwo hineinbohren. Wenn ich riesen Glück hatte, durfte ich Sekunden am Arsch eines Gegenübers knien und riechen. Mehr ist mir niegelungen. Keine Matura, keine Priesterweihe. Derweil bin ich voll in den Menschenrechten gelandet. Voll Glück hatte ich die sexuelle Revolution erleben dürfen. Ich hatte nur versaute Bluejeans mir anschauen dürfen. Nie tief "bohren" Nirgendwohinein. Doch wer einmal sie kennenlernte wird sie nie wieder los. Also muss ich mich selber zu den Spitzhunden rechnen. Ist ein Satz einmal von "mir" ausgesprochen, bleibst du in ihm hängen. In die Mentalität, in die du dich verliebst, klammerst du wie ein Spitzhund. Doch dass Willemsen oder Wagner bis zur Priesterweihe damit durch drangen, wirft ein schreckliches Bild auf die r.k.Kirche. Es muss ein Leere in mir stecken, die trotzdem mich nun jeden Samstag in die Vorabendmesse strömen lässt. Da glauben dann die Gegenübers ich hätte, was gefunden. Ich kann Ihnen aber garantieren. Ich hab nur den Geruch der Heimat gefunden. Das braune Erdreich. Ich schäme mich und tue trotzdem so weiter. Denn längst sind alle ernsten Menschein aus der r.k. ausgetreten. Ich weine und finde umso weniger einen Halt. Aber es möge ja niemand denken, ich hätte was gefunden. Ein Zeremonienloch, statt Fernsehen, Ich habe eine durch Ernährung und Granulat-Tee bestimmte Woche gefunden, und da passte mir das Loch hinein. Und jetzt sitz ich da und kann nicht leben und kann nicht sterben. Was soll einer tun, den nie einer zum Mann nahm? Ich schreibe Gestionsprotokolle ohne Ende. Kein Management, kein Gespräch. Nur McGoohan aus der Schweiz ruft mich mittwochs um 17 Uhr an und jeden Sonntag frägt mich McGoohan um 14 Uhr, ob ich "eh" schon die Betten wechselte. Denn ich wohne allein, habe aber vier Bettgestelle, Und McGoohan frägt mich weiters ob ich die 14 Tabletten genommen habe und ob ich die nötige Menge Wasser getrunken habe. Ich habe keine Matura, kein Funktion, keine Hoffnung. Ich liebe nur meinen Körpergeruch.
Etwas in uns, griffe gerne vom Rad ins Rad. Industriell, sozusagen Rythmus liegt uns verdammt. Wenn aber nichts da ist, das Hand in Hand ineinander übergreift, dann - ja, was dann? Wenn wir ins Leere greifen? Ratzinger ist auch nur ein Industriearbeiter. Er denkt in Jahrhunderten und will unter keinen Umständen, dass im Lehrbuch über Kirchen geschichte dann nicht steht, "nach dem 2. Vatikanum kam es zur Gründung der Kirchenspaltnung unter den Levebrianern.
Die Opfer der Shoa sind schon gestorben, und Benedikt ist zuständig für das Grobe, denkt er sich. Doch wenn eine neue "mykath Kirche" entsteht, dann steht sie im Geschichtsbuch. Da ich persönlich jetzt spüre, wie weh es mir tut, das Zeitliche zu segnen. Noch nie bisher verstarb und daher eine gute Adresse fürs "Begleiten" bräuchte, versteh ich das Anliegen. der schwarzen Fraktion. Also zumindest deute ich es mir. Wo er hinblickt sind vom Hobeln des 2. Vatikanums Unebenheiten. Ich bin auch ein Verehrer des "Holländischen Katechismus" Und ich weiss dass es keine Gottheit gibt. (das lehrt kein Katechismus, ich weiss es einfach. Das macht aber das Verbleichen auch nicht leichter. Ich bin unter Pfarrverweser Meinrad Schmeiser 1959 zu mir gekommen. Und da die Mama einen unbändigen Hass auf die Nazis hatte, war aus ihrer Sicht eine Liebesgeschichte. In ihren ersten Mann, der kam im Krieg 1941 gefallen ist. Und daher hab ich kein "gutes Wort" über die Nazis gehört. Und da die Nazis verbrannten Boden hinterliessen, sah es auch in den Hirnen der Menschen nicht gut aus. Und industriell wurde aufgebaut nach 45. Jetzt wollen die allerletzten Spuren des des Braunen beseitigt werden. Und es soll nur nichts an die Shoa mehr erinnern. Denn was ist schrecklich, als eine neue Kirche, denkt Ratzinger. uviel der Ehre dem dem 2. Weltkrieg auch noch eine neue Kirche zu weihen. Es soll alles in die Duchent des Katholizismus hinein, denkt Ratzinger.
Sicher hat Hollywood bereits die Kleidung der Papstweihe Benedikt XVI. eingekleidet. Sieh jedenfalls aus wie aus Hollywood entsprungen. Und alle Oberbekleidung des Papstes sieht auch, wie wenn es PaulVI nie gegeben hätte. Päpste werden gemalt und hänen dann irgendwann im Vatikan herum. Und dann kommen die Museums gängys daher und studieren mit interessierter Miene. Sogar ich träum von einer guten Nachrede. Habe als Material nur das Wenige, dass ich zeit meines Lebens begriff. Spuren stehen frei, gedeutet zu werden. Nehmt alles in Allem: "Er weinte am Schluss" Er fand keinen Mann. Er hatte nie eine befriedigende S/M - Nummer. Nie keine je.
Alle Spuren Benedikt XVI. sind Kleider der alten Päpste. Und ich kann mir sogar vorstellen, dass der Stab des Papstes an Ostern und Weihnachten, das Kruzifix des Papstes, von Paul VI begonnene Ferula, aus Ratzingers Bild weg kommen wird. Vielleicht eine art Nachbildung des 1. Papstes Petrus? Denn die Ferula schaut Barock nich gut aus? Stört im glatten Bild, so wie Benedikt die Fürbitte am Karfreitag für "die Juden" dass sie sich doch endlich den wahren Gott anbeten mögen...
Während ich hinscheide muss ich ins Grab mit nehmen, dass Benedikt XVI verzweifelt zurückruderte. Und alles wieder zurück nehmen mag, das ab Johannes XXlll an "Neuerungen" unter dem 2. Vatikanum geschah. Denn wir lieben so, das schöne Gemälde eines Gott Vaters der über allem thront. Selbst ich gehe jeden Samstag in die Vorabendmesse der Krankenhauskapelle der Barmherzigen Schwestern. Vielleicht weil der Zelebrant so schön aus der Nase spricht. Ein bezauberndes Tremolo hat. Das ich davon ganz benommen bin und ich kann nur weinen, da ich weiss, es gibt keine Gottheit. Und ich habe nie befriedigenden Sex erlebt. Zuerst war ich blad dann stellte sich immer mehr und mehr meine Naivität heraus und nun bin ich altern wollend und körperbehindert.
Es reichte nicht einmal zur Matura. Als ich am Weg aufs Postamt war hat eine Frau am Vorbeigehen mir zugerufen, ich solle mir doch die Haare schneiden lassen, dann krieg ich wen zum Mann. Dass gerade das der Test wäre, ob er mich in meiner Nichtgewaschenheit nähme? Sich in einander zu velieben ist die Grosse Lebensprüfung. Ich habe keine Kraft mehr zum Mich - gestalten. Nimm mich oder lass mich. Ich bin eine Entwicklungsgeschichte total. Ein Nachfahre der Ur-Kaulquappe. Wenn der Falter durch hält und mich nicht rauswirft, dann erscheint vielleicht der letzte Predigtdienst nach meinen Ableben. Im Moment sieht alles wohlwollend aus.
Und ich trage versaute Bluejeans und nehm jeden Tag zum Frühstück eine Ernährungsmittel namens "Dr. Böhm-Haut-Haare-Nägel", eine Tablette am Morgen und eine am Abend. Und tatsächlich gefallen mir meine Nägel total immer riech ich an ihnen und spüre mit den Lippen wie kräftig sie gewachsen sind. Sie müssen sich den jetzigen Papst auch als so einen mit manikürten Nägeln vorstellen. Und ich schwöre, ich habm ich garantiert die ganze letzte Zeit nicht gewaschen. höchstens mit Hirsch-Seife mir die Hände gewaschen. Ob Papst ob Phettberg, wir sind industriell. Spuren hinterlassen wollend und faul. Wir sind Content nicht Software. Zur Marke "Mensch" malen wir ein winziges Bildnis bei. Dass ich eine 60 m² grosse Wohnung bewohnen darf und keinen Obdachlosen Ausländer darin als Untermieter wohnen lass, beweist eh alles und ich weine nicht zuletzt darob und ohne Ende.
Wenn Ratzinger so weiter, wie bisher mit dem Z'samm räumen weiter macht, "Ratzinger allein zu Haus" Schafft er auch noch das Fegefeuer ab. Durch das Studium meiner begreift er, dass das weinerliche Sterben meiner eh schon zu Lebzeiten vor sich geht. Die Vorhölle hat er abgehakt. Ausserdem ist ja auf www.wikipedia.com eh alles "fest geschrieben" Dass ganz viel österreichiche Postämter schliessen müssen ist ein Gewinn für Pfarrämter konstatierte Kardinal Schönborn. Jetzt nur noch Betten aufstellen und warm einheizen in den Kirchen. Vielleicht findet sich da einer mit versauten Bluejeans für mich.
Phettbergs Predigtdienst (829)
Die Rosette der Lutherkirche
Hessische Schulen - von vorgestern?
Das Wiesbadener Institut für Qualitätsentwicklung untersuchte der Zeitung zufolge in den letzten beiden Jahren 614 hessische Schulen. Dabei wurden 12.000 Unterrichtsstunden besucht und die Kommunikation zwischen Lehrern, Schulleitung, Vereinen und Schulträgern analysiert. In 70 Prozent der Stunden herrschten noch immer Frontalunterricht und Einzelarbeit, heißt es in dem Bericht. (...)
Gruppenarbeit, Diskussionen und selbstständiges Erarbeiten von Inhalten seien dagegen eher die Ausnahme als die Regel, bemängelt die Studie. Es gebe außerdem kaum Austausch unter den Lehrenden über Unterrichtsmaterial und Lehrmethoden. Selbstkontrolle sei an den meisten Schulen ein Fremdwort. (...)
Einfach - aber sicher richtig
„Bekehrte schießen nicht“, sagte Lehmann bei einer Veranstaltung der Evangelischen Nachrichtenagentur idea am 14. März auf der Buchmesse in Leipzig. Bei dem Amoklauf hatte ein 17-jähriger Schüler am 11. März 15 Menschen und anschließend sich selbst erschossen. Danach war eine Debatte darüber entbrannt, ob Deutschland ein schärferes Waffenrecht braucht oder mehr Psychologen, die sich an Schulen um Kinder und Jugendliche kümmern. Ein Großteil der jungen Menschen heute kenne weder Gott noch die Zehn Gebote, sagte Lehmann. Dabei könne ein persönliches Verhältnis zu Gott den Menschen Selbstwertgefühl geben. „Wer zu Jesus gehört, kann sich geliebt und geborgen fühlen.“ Und genau dieses Gefühl vermissten viele junge Menschen heute.
idea.de
Mit dem Tod muss man immer rechnen
Durch den Tod ihrer Mitreisenden war der Norwegen-Urlaub einer Frau nicht erheblich beeinträchtigt, und die Fortsetzung der Ferien war ihr rechtlich gesehen zumutbar. So jedenfalls urteilten Richter des Amtsgerichts Bonn – moralisch für Laien womöglich nicht auf Anhieb verständlich.
Im betreffenden Fall war eine Frau durch einen Steinschlag getötet worden. Ihre Begleiterin, die unverletzt geblieben war, wollte nach dem tragischen Geschehen vorzeitig nach Hause zurück – formal war das eine Reise-Kündigung – und erwartete einen kostenfreien Rücktransport. Der Reiseveranstalter organisierte zwar diesen frühzeitigen Rückflug, verlangte aber von der betroffenen Kundin durch eine Klage die Mehrkosten in Höhe von rund 185 Euro zurück.
Zu Recht, so die Bonner Richter. Denn zur Kündigung mit kostenfreiem Rücktransport war die überlebende Urlauberin nach Juristen-Meinung nicht berechtigt, weil die Reise selbst nicht "mit Mängeln behaftet" und somit auch "nicht beeinträchtigt" war. Nüchtern formulieren die Juristen: "Die seelische Beeinträchtigung, die auf Seiten der Beklagten zweifellos vorlag, stellt kein Kriterium der Unzumutbarkeit…dar."
Urteil AG Bonn, Az.: 16 C 53/06 [Rheinische Post]
Kinderlärm oder Behinderte im Frühstücksraum können nach Ansicht deutscher Gerichte einen Reisemangel darstellen, nicht aber der Tod eines Mitreisenden. Gilt das auch für Eltern und Kinder? "Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen..." Diese mittelalterliche Weisheit bestimmt offenbar auch heute noch deutsche Rechtsprechung. Und da sage einer, wir lebten nicht im christlichen Abendland...

Ja, damals...
Ich will mich zum deutschen Professor begeben,
Der weiß das Leben zusammenzusetzen,
Und er macht ein verständlich System daraus;
Mit seinen Nachtmützen und Schlafrockfetzen
Stopft er die Lücken des Weltenbaus.
Heinrich Heine
Freitag, 20. März 2009
Der Ruf der Freiheit
cause theres a million ways to go
You know that there are
And if you want to be me, be me
And if you want to be you, be you
cause theres a million things to do
You know that there are
Cat Stevens
Dieser Film ruft heute bei Jugendlichen nichts als Kopfschütteln und Unverständnis, ja Ekel und Abscheu hervor, so dass man ihn in der Schule eigentlich nicht mehr zeigen kann.
So ändern sich die Zeiten.
Neulich im Regen
Donnerstag, 19. März 2009
Buntes Stückwerk
Aber neuerdings modifiziert sich mir das Bild noch einmal: Ja, das Leben ist ein Gewebe, aber es ist noch viel bunter und patchworkartiger: So, als ob viele Menschen die Handarbeitstechnik immer wieder einmal über der Arbeit wechseln: Geknüpftes schließt sich an Gewebtes an, Gestricktes an Gehäkeltes, im farbenfrohen Durcheinander. Stückwerk zwar, aber bunt und schön. Ein Gesamtkunstwerk. Manchmal irritierend. Nichts von der Stange, nichts nach Schablone. Ein Einzelstück.
Dienstag, 17. März 2009
Verschiebung der Perspektive
Der deutsche Kabarettist Volker Pispers
Montag, 16. März 2009
Bibel
Die Bibel ist und bleibt ein Buch der Rekorde: Es ist das meistübersetzte und meistverkaufte Buch der Welt. Von den geschätzten 6900 Sprachen, wie sie weltweit gesprochen werden, liege die Bibel oder Teile davon im Jahre 2008 in 2479 Sprachen vor, wie die Schweizerische Bibelgesellschaft am 2. März mitteilte. Zurzeit arbeiteten die im Weltbund zusammengeschlossenen 145 nationalen Bibelgesellschaften an total 650 Übersetzungsprojekten.
Australische Forscher haben die Daten von 33.437 Kindern untersucht. Dabei entdeckten sie, dass die Kombination aus älterer Mutter und jungem Vater die klügsten Kinder produziert.
Kinder älterer Väter schneiden nach einer Studie schlechter bei Intelligenztests ab als der Nachwuchs junger Männer. Bei den Frauen verhält es sich dagegen umgekehrt: Je älter Mütter sind, desto klüger scheinen ihre Kinder zu sein. Das fanden australische Forscher bei der Auswertung der Daten von insgesamt 33.437 Mädchen und Buben heraus. Für diese Ergebnisse gibt es jedoch keine Erklärung, wie die Experten im US-Journal "PLoS Medicine" betonen
In meinen Jugendtagen...
... sangen wir das, wenn wir auf dem Mokick durch die Gegend fuhren. So harmlos war es, damals jung zu sein.
Sonntag, 15. März 2009
Früher ein Sport bei der Straßenbahn
Der Vorwurf lautet auf Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Der mutmaßliche Täter soll laut Polizei in einem Online-Chat Drohungen gegen die Realschule und gegen eine Lehrerin geäußert haben. Der junge Mann bestreitet die Vorwürfe. Nachdem die Drohung im Internet entdeckt worden war, hatte die Polizei die Schule abgesperrt und durchsucht. Bei der Aktion fanden die Beamten keine verdächtige Gegenstände.
Weitere Trittbrettfahrer festgenommen
Am Freitagmorgen wurde ein 16 Jahre alter Junge festgenommen, nachdem er einen Amoklauf an einer Schule in Kippenheim (Ortenaukreis) angedroht hatte. Auch gegen einen 20-Jährigen aus Esslingen erging Haftbefehl. Er hatte im Internet eine Amokdrohung gegen eine Grund- und Hauptschule ausgesprochen.
In Ehingen (Alb-Donau-Kreis) nahm die Polizei einen 17 Jahre alten Jugendlichen fest, der im Internet einen Amoklauf angedroht hat. Der Jugendliche hatte auf einer Internetseite ein Foto veröffentlicht, auf dem er vermummt und mit einer Pistole zu sehen ist. Der 17-Jährige ist seit längerer Zeit in psychiatrischer Behandlung.
Makabrer Scherz: Amok-Drohung in Wendlingen
Ausgerechnet in Wendlingen, wo Tim K. bei seinem Amoklauf zwei Menschen erschossen hatte, nahm die Polizei während des Unterrichts einen 15-Jährigen fest. Er gab zu, mit roter Kreide eine Amok-Drohung auf dem Hof einer Realschule geschrieben zu haben.
Drohungen gingen seit dem Amoklauf von Winnenden auch gegen Schulen in Freiburg, Pforzheim und Schramberg (Kreis Rottweil) ein, sowie im Raum Stuttgart, in Metzingen und Ulm. Alle Ankündigungen erwiesen sich als leere Drohungen.
Trittbrettfahrern droht Gefängnis
Es gibt viele Methoden, sich seine Zukunft zu ruinieren. Ob eine solche Drohung wirklich solche Trittbrettfahrer abschreckt? Die Versuchung ist zu groß, es ist so leicht, Aufmerksamkeit zu erregen bzw. ein wenig Angst und Schrecken zu verbreiten - und das heutzutage, ohne überhaupt aus dem Haus zu gehen.
