Freitag, 4. April 2008

Als ob ich das alles schon lange kenne...

Im achten Monat bin ich nun endgültig angekommen in Wien. Waren die ersten Wochen und Monate erfüllt von nahezu täglichem Staunen über Wörter, Mentalitäten, Verhältnisse - ist nun eine für mich ebenso bemerkenswerte Gewöhnung eingetreten. In den ersten Tagen hatte ich zwar schon mitunter so etwas Déja-vu-Erlebnisse in einzelnen Situationen, das ist vorbei, aber mir kommt es nun so vor, als sei ich schon sehr lange, viele Jahre da in Wien, und das ist schön, denn ich fühle mich sehr zu Hause.

Das AKH im Abendsonnenschein

Im Vordergrund der U-Bahn-Steg der Station Michelbeuern.

Der Ennui

„Nichts ist so unerträglich für den Menschen, als sich in einer vollkommenen Ruhe zu befinden, ohne Leidenschaft, ohne Geschäfte, ohne Zerstreuung, ohne Beschäftigung. Er wird dann sein Nichts fühlen, seine Preisgegebenheit, seine Unzulänglichkeit, seine Abhängigkeit, seine Ohnmacht, seine Leere. Unaufhörlich wird aus dem Grund seiner Seele der Ennui aufsteigen, die Schwärze, die Traurigkeit, der Kummer, der Verzicht, die Verzweiflung.“

Blaise Pascal

Ein düsterer Vormittag in Ottakring



Gender Mainstreaming und Familie

Die Ideologie des Gender Mainstreaming gefährde die ohnehin geschwächte Familie in Deutschland, sagt Günter Rohrmoser (Stuttgart).

(…) Einen scharfen Angriff auf die Familie sieht der evangelische Sozialphilosoph Professor Günter Rohrmoser (Stuttgart) im sogenannten Gender Mainstreaming, das von der Bundesregierung und auch von kirchlichen Gruppierungen unterstützt wird, um die Gleichstellung von Mann und Frau auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen.

Kritiker sprechen von einer Ideologie, die propagiere, dass Geschlechterrollen ausschließlich sozial erlernt würden und damit veränderbar seien, was zu einer Verwischung der Unterschiede zwischen Mann und Frau führe. Wie Rohrmoser bei der Jahrestagung des Vereins „Die Wende“ in Schwäbisch Gmünd sagte, gefährde diese Ideologie die ohnehin geschwächte Familie in Deutschland.

So verzichte eine der reichsten Gesellschaften der Welt zunehmend auf Nachwuchs und arbeite so an seiner „biologischen Selbstabschaffung“. Ein Volk müsse aber nicht nur Interesse an seiner biologischen, sondern auch an seiner kulturellen Reproduktion haben.

„Das Schicksal der Kultur hängt davon ab, ob es eine Institution gibt, die das erreichte kulturelle Niveau halten kann und nicht abbricht“, so der Philosoph. Diese Institution sei die Familie. Das Gender Mainstreaming gefährdet seiner Ansicht nach zudem die Meinungsfreiheit.

Wer die Position ablehne, dass sexuelle Präferenzen beliebig seien und jeder auf sexuellem Gebiet das leben könne, was er für richtig halte, werde wie ein Rassist und Antisemit behandelt. In diesem Punkt sei auch die evangelische Kirche zu kritisieren. „Eine Kirche, die zwei schwule Pfarrer im Pfarrhaus leben lässt – auf so eine Kirche können sich Christen nicht mehr verlassen.“

http://www.kath.net/detail.php?id=19467