Sonntag, 21. September 2008

Empor? Hinab?


Stammheim

Der Trakt in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim, in dem in den 70er Jahren die RAF-Terroristen untergebracht waren, wird einem Zeitungbericht zufolge abgerissen. Im siebten Stock des Gebäudes hatten Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe am 18. Oktober 1977 Selbstmord begangen.

Das Hochhaus soll durch Neubauten ersetzt werden. Dies sei nach Berechnungen des Finanzministeriums billiger als eine Sanierung des maroden Gebäudes, zitiert die "Stuttgarter Zeitung" (Montagsausgabe) den Sprecher des Justizministeriums, Stefan Wirz.

Das Justizministerium will dem Bericht zufolge schon lange das Gebäude, das als Wahrzeichen der blutigen Terrorjahre gilt, durch neue Gefangenenbauten ersetzen. Nun ist der Abriss für 2012 geplant. Zuvor sollen als Ersatz für die in dem Hochhaus untergebrachten 580 Gefangenenplätze drei Neubauten auf dem Gelände entstehen. An der Stelle des Hochhauses ist eine psychiatrische Klinik mit 200 Betten geplant. Der rund 70 Millionen teure Bau soll das Justizvollzugskrankenhaus auf dem Hohenasperg entlasten.

tagesschau.de

Am Zentralfriedhof (Tor 2)

Posted by Picasa

Wahrscheinlichkeiten

Das Erbmolekül besteht aus Milliarden von Kettengliedern, die aus den vier Basenpaaren zusammengesetzt sind. Die Basenpaare müssen in ganz bestimmter Reihenfolge angeordnet sein.

Die Evolutionsideologie ist gezwungen anzunehmen, daß sie sich zufällig durch eine unfaßbar große Zahl chemischer Polykondensationen gebildet haben. Doch eine solche Annahme ist absurd.

Der Lehrstuhlinhaber für Makromolekulare Chemie, Professor Bruno Vollmert von der Technischen Universität Karlsruhe hat das in seinem Buch „Das Molekül und das Leben…“ aus dem Jahr 1985 eindrucksvoll dargestellt.

Wenn der Eingliederung eines neuen passenden Gens die Wahrscheinlichkeit von 1: 50.000 – höchstens 1: 10.000 zukommt –, dann ist die Wahrscheinlichkeit, daß sich dasselbe Ereignis zwanzigmal wiederholt 1:10.000 hoch 20 = 10 hoch minus 80.

Photo von Charles Darwin
Photo von Charles Darwin
Die Wahrscheinlichkeit, daß alle Zigtausende Gene per Zufall passend eingegliedert werden, ist dann in der Größenordnung kleiner als 1:10 hoch 1.000 – eine unvorstellbar kleine Wahrscheinlichkeit.

Zum Vergleich: Die Zahl der Atome im Weltall wird auf 10 hoch 83 Atome geschätzt.

Zu wenig Zeit
Das Weltall soll nach der materialistischen Urknalltheorie vor 14 Milliarden Jahren – 4 x 10 hoch 17 Sekunden – entstanden sein.

Selbst wenn es schon vom Urknall an ein Urlebewesen gegeben hätte und jede Sekunde eine Mutation stattgefunden hätte, hätte man auch nicht annähernd genügend Zeit für genügend Zufallsereignisse, um ein einziges Gen zu treffen.

Wer die Potenzrechnung begreift, versteht, daß innerhalb dieses Rahmens eine Bildung der DNS-Doppelhelixkette durch Zufallsereignisse statistisch praktisch unmöglich ist.

Dazu kommt noch das weitere Problem, daß ja jeder Wurf unter ungefähr 10 hoch 1.000 Würfen noch getestet werden müßte, ob er im sogenannten „Kampf ums Dasein“ ein Erfolg wäre. (...)

kreuz.net

Zeichen an der Wand
























Graffito in der U-Bahn
Posted by Picasa

Nationalratswahl

Auch ein Kommentar zur Wahl. Gesehen am Anton-Baumann-Park in Währing.

Blick von der Mariahilfer Straße in eine Seitengasse


In der Entscheidung

Ich bin der ich bin

Ich stehe an der Barriere. Ich kann nur zurückblicken.
Oder den Propheten spielen.
Schließlich halte ich mich an der Gegenwart,
Einem Geländer, das abbricht.
Je länger ich mit mir umgehe, um so weniger kenne ich mich.
Gleich wird die Sonne untergehen.
Die Nacht beginnt, die nie mehr endet.
Es ist eine Finsternis, an die man sich nicht gewöhnt.
Das Haus, das einstürzt. Schnee, der schmilzt.
Eine Stimme, die aufhört.
Ich hatte hundert Freunde. Tausende kannte ich beim Namen.
Die Erde deckt sie.
Ich sollte zweimal leben. Hatte ich andere Absichten?
Verfehlte ich meine Träume?
Bin ich abgestürzt und merkte es nicht?
Jemand spricht öffentlich von meinem Alter.
Wer hieß ihn meine Jahre zählen?
Ich habe also weniger Haare und Zähne?
Ich bin der ich bin.
Einer der mit Schatten spielt.
Ein Erfinder von Figuren,
Erzähler absurder Geschichten aus deinem und meinem Leben.
Ich amüsiere mich über die komischen Repetitionen
Meinesgleichen.
Sie sehn wie Götter aus, die schon im Anfang aufhören.
In einer Welt, die ein Hiatus ist,
Ein Vexierrätsel, das keinen vexiert.
Ich gehe und blicke mich um.
Ruft er mich schon?

Hermann Kesten

Hinauf! Zum Licht!

Posted by Picasa