Montag, 9. März 2009
Himmel und Erde
Der Vorkoster des Himmels ist die Erde
der Gastwirt für die Engel ist der Mensch.
Von dem persischen Dichter Ilyas ibn Yusuf Nizami (gest. 1209)
der Gastwirt für die Engel ist der Mensch.
Von dem persischen Dichter Ilyas ibn Yusuf Nizami (gest. 1209)
Prähistorisches Beuteschema
Natürlich machen Männer öfter Karriere, sie haben ja auch einen doppelten Anreiz: Sie bekommen nicht nur das Geld und die gesellschaftliche Anerkennung - sie werden dadurch auch für Frauen attraktiver. Denn Frauen suchen ihre Partner immer noch nach archaischen Gesichtspunkten aus. Er sollte nicht nur größer sein, sondern auch einen höheren Status haben, das macht ihn sexy. Das ist für Männer ein enormer Motivationsfaktor, Karriere zu machen, der auch im Arbeitsalltag immer präsent ist - und auf den Frauen leider verzichten müssen. Denn Frauen punkten bei Männern weniger mit Status, sondern eher mit Attraktivität.
Fragt man Abiturientinnen, was ihnen bei der Berufswahl wichtig ist, sagen sie: Es soll Spaß machen, und ich will davon leben können. Bei vielen soll das Geld auch noch für ein Kind reichen, weil sie sich nicht mehr abhängig machen wollen. Aber fast keine sagt: Ich suche einen Beruf, mit dem ich einen Mann und zwei Kinder ernähren kann - einfach weil sie automatisch davon ausgehen, dass sie einen Partner haben werden, der zumindest gleich viel verdient.
So ist die Partnerwahl der Frauen einer der Hauptgründe, warum die Emanzipation auf halber Strecke stehengeblieben ist. Eine Heirat mit einem erfolgreicheren und womöglich älteren Mann hat nämlich eine logische Folge: Wenn Kinder kommen, bleiben eher die Frauen zu Hause - weil sie schlicht das kleinere Einkommen haben. Das wiederum erhöht den Druck auf den Mann, Karriere zu machen, denn er ist plötzlich der Haupternährer der Familie.
Ich glaube, viele Frauen haben die historische Chance, dass sie sich ihren Partner erstmals in der Geschichte ohne Blick auf seinen Geldbeutel aussuchen können, noch gar nicht erkannt. So lange sie ihr Beuteschema nicht modifizieren, werden sie gesellschaftlich nicht gleichziehen. Und in gewisser Weise ist das auch gerecht: Das Geld, das Männer in Führungspositionen verdienen, kommt ja oft auch ihren Frauen und Kindern zugute. Von Frauen, die viel verdienen, sind sehr viel seltener ganze Familien abhängig.
Völlig verschwinden werden diese Beuteschemata natürlich nicht. Ich bin sicher, dass sie auch genetisch bedingt sind. Studien zeigen: In allen Kulturkreisen der Welt suchen Frauen normalerweise Partner, die sie körperlich, aber auch im gesellschaftlichen Status überragen. Größe wird instinktiv mit Status gleichgesetzt. Ein großer Mann in der Ursippe konnte gut jagen und Frau und Kinder beschützen.
Trotzdem sollten sich Frauen dieser Mechanismen bewusst werden. (…)
Fragt man Abiturientinnen, was ihnen bei der Berufswahl wichtig ist, sagen sie: Es soll Spaß machen, und ich will davon leben können. Bei vielen soll das Geld auch noch für ein Kind reichen, weil sie sich nicht mehr abhängig machen wollen. Aber fast keine sagt: Ich suche einen Beruf, mit dem ich einen Mann und zwei Kinder ernähren kann - einfach weil sie automatisch davon ausgehen, dass sie einen Partner haben werden, der zumindest gleich viel verdient.
So ist die Partnerwahl der Frauen einer der Hauptgründe, warum die Emanzipation auf halber Strecke stehengeblieben ist. Eine Heirat mit einem erfolgreicheren und womöglich älteren Mann hat nämlich eine logische Folge: Wenn Kinder kommen, bleiben eher die Frauen zu Hause - weil sie schlicht das kleinere Einkommen haben. Das wiederum erhöht den Druck auf den Mann, Karriere zu machen, denn er ist plötzlich der Haupternährer der Familie.
Ich glaube, viele Frauen haben die historische Chance, dass sie sich ihren Partner erstmals in der Geschichte ohne Blick auf seinen Geldbeutel aussuchen können, noch gar nicht erkannt. So lange sie ihr Beuteschema nicht modifizieren, werden sie gesellschaftlich nicht gleichziehen. Und in gewisser Weise ist das auch gerecht: Das Geld, das Männer in Führungspositionen verdienen, kommt ja oft auch ihren Frauen und Kindern zugute. Von Frauen, die viel verdienen, sind sehr viel seltener ganze Familien abhängig.
Völlig verschwinden werden diese Beuteschemata natürlich nicht. Ich bin sicher, dass sie auch genetisch bedingt sind. Studien zeigen: In allen Kulturkreisen der Welt suchen Frauen normalerweise Partner, die sie körperlich, aber auch im gesellschaftlichen Status überragen. Größe wird instinktiv mit Status gleichgesetzt. Ein großer Mann in der Ursippe konnte gut jagen und Frau und Kinder beschützen.
Trotzdem sollten sich Frauen dieser Mechanismen bewusst werden. (…)
Der Paartherapeut Thomas Woinoff auf spiegel.de
So
So gehe ich nun
So gehe ich nun... einer einseitigen Liebe habe ich mein Leben geopfert.
So gehe ich nun... die Erde soll auch meine traurige Geschichte aufnehmen.
So gehe ich nun... wer wird meinen vom Exil erschöpften Leib in sein Grab tragen?
So gehe ich nun... wer wird sich dieses schändlichen Mordes annehmen?
Verwest sind meine Augen, verwest ist mein Herz in dieser regenreichen Stadt.
So gehe ich nun...
tragt mich weg, wascht vor allem meine Verbitterung vom toten Leib.
Ich wollte euch ein Lied vorsingen, das seit Jahrhunderten seine Stimme verloren hat...
Ich wollte euch mit der Zärtlichkeit des aufsteigenden Windes die Wimpern küssen...
Es war nur ein unschuldiges Lied in den Herzen von hunderttausenden Erniedrigten..
Vielleicht singen wir es eines Tages...
Vielleicht singen wir es am ersten Tag des letzten Gerichts.
Wie sehr hatte ich euch alle doch geliebt... wie konnte mein Ende nur so werden?
Wie konnte meine Heimat, das Blumenparadies, zu einer Wüste werden?
So gehe ich nun, in keiner Sprache hat jemals einer von euch mich verstanden...
Ich gab meinen Kopf her, eure Antwort hingegen war ein schonungsloser Lynchangriff.
So gehe ich nun...
In ein Labyrinth ohne Fenster...
So gehe ich nun...
Du kannst dir nun die glänzenden Haare ausreißen, Mutter.
Am Ende habe ich mein Herz diesem Lied verschrieben...
diesem gefährlichen Lied, das sich Tod nennt.
Und nun bist du mich los,
sei fröhlich, Türkei!
Natürlich hatte auch ich Hoffnungen
für mein Leben und mein Land...
Vielleicht werden sie fortgeführt
von meinen Freunden, meiner Frau und meinen Kindern.
Zersprungen ist mein Herz, zersprungen ist mein Satz...
Also war wohl das mein Schicksal...
Es"İşte gidiyorum""İşte gidiyorum" soll euch ein Geschenk sein
Dieses Herz, dass von euch Darlehen erhielt, ist euer...
Was ist das für ein Gefangensein, oh Gott...
Welch Nebel, welche Gedanken, in dieser Frühe?
Ist es dir überlassen, oh schönes Paris,
meinem Herzen die letzte Kugel zu verpassen?
So gehe ich nun... kein letztes Wort, das ich zu sagen hätte...
Es soll so sein, wie ihr es sagt!
Es soll so sein, wie ihr es sagt meine Augäpfel.
So gehe ich nun...
erschöpft mein Glaube an dieses undankbare Leben...
Vielleicht hinterlässt er mir ein paar Zeilen,
ein Dichter namens Hayaloglu...!
So gehe ich nun... einer einseitigen Liebe habe ich mein Leben geopfert.
So gehe ich nun... die Erde soll auch meine traurige Geschichte aufnehmen.
So gehe ich nun... wer wird meinen vom Exil erschöpften Leib in sein Grab tragen?
So gehe ich nun... wer wird sich dieses schändlichen Mordes annehmen?
Verwest sind meine Augen, verwest ist mein Herz in dieser regenreichen Stadt.
So gehe ich nun...
tragt mich weg, wascht vor allem meine Verbitterung vom toten Leib.
Ich wollte euch ein Lied vorsingen, das seit Jahrhunderten seine Stimme verloren hat...
Ich wollte euch mit der Zärtlichkeit des aufsteigenden Windes die Wimpern küssen...
Es war nur ein unschuldiges Lied in den Herzen von hunderttausenden Erniedrigten..
Vielleicht singen wir es eines Tages...
Vielleicht singen wir es am ersten Tag des letzten Gerichts.
Wie sehr hatte ich euch alle doch geliebt... wie konnte mein Ende nur so werden?
Wie konnte meine Heimat, das Blumenparadies, zu einer Wüste werden?
So gehe ich nun, in keiner Sprache hat jemals einer von euch mich verstanden...
Ich gab meinen Kopf her, eure Antwort hingegen war ein schonungsloser Lynchangriff.
So gehe ich nun...
In ein Labyrinth ohne Fenster...
So gehe ich nun...
Du kannst dir nun die glänzenden Haare ausreißen, Mutter.
Am Ende habe ich mein Herz diesem Lied verschrieben...
diesem gefährlichen Lied, das sich Tod nennt.
Und nun bist du mich los,
sei fröhlich, Türkei!
Natürlich hatte auch ich Hoffnungen
für mein Leben und mein Land...
Vielleicht werden sie fortgeführt
von meinen Freunden, meiner Frau und meinen Kindern.
Zersprungen ist mein Herz, zersprungen ist mein Satz...
Also war wohl das mein Schicksal...
Es"İşte gidiyorum""İşte gidiyorum" soll euch ein Geschenk sein
Dieses Herz, dass von euch Darlehen erhielt, ist euer...
Was ist das für ein Gefangensein, oh Gott...
Welch Nebel, welche Gedanken, in dieser Frühe?
Ist es dir überlassen, oh schönes Paris,
meinem Herzen die letzte Kugel zu verpassen?
So gehe ich nun... kein letztes Wort, das ich zu sagen hätte...
Es soll so sein, wie ihr es sagt!
Es soll so sein, wie ihr es sagt meine Augäpfel.
So gehe ich nun...
erschöpft mein Glaube an dieses undankbare Leben...
Vielleicht hinterlässt er mir ein paar Zeilen,
ein Dichter namens Hayaloglu...!
Klassische Musik
Klassische Musik begleitet mein Leben. Vermutlich bin ich schon bei Puccini-Arien gewickelt worden. Als Kind im Vorschulalter hörte ich jeden Tag den Schulfunk im Westdeutschen Rundfunk. Als Erkennungsmelodie diente eine Instrumentalversion der Auftrittsarie des Papageno aus der Zauberflöte ("Der Vogelfänger bin ich ja"). Schreiben lernte ich bei Beethovens Symphonien (darum ist die Handschrift ein wenig dramatisch geraten). Und so ging es immer weiter. Als Jugendlicher hörte ich zur Nacht Mahler, Debussy und Stravinsky, im Studium Prokofjev und Bartok, aber auch Purcell und Sibelius. Meine Kinder wuchsen auf mit Tanzmusik der Renaissance und Schönberg. Und im Laufe der Jahre hat sich meine Liebe zur Oper immer weiter entwickelt.
Noch heute geht es mir bei bestimmten Musikstücken so, dass ich einen unbändigen Stolz empfinde, ein Kind des Abendlandes zu sein, das solche wunderbare Musik hervorgebracht hat. Das ist bei Vivaldis "Vier Jahreszeiten" oder bei Bachs h-moll-Messe nicht anders als bei Beethovens Schlusschor aus der 9. Symphonie oder bei Richard Wagner und Dimitri Schostakowitsch.
Dass mich meine Schüler wie einen alien empfinden, ist nicht weiter erstaunlich.