Donnerstag, 16. Juli 2009

Was weiß man schon?























Ich weiß mich in der Liebe Gottes
am Ufer stehn -
aber das Ende des Ozeans
kann ich nicht sehn.

Voller Wunder ist die Welt,
voller Rätsel und Geheimnisse auch.

Nachlese zur Langen Nacht der Kirchen



Der Chefredakteur unserer Kirchenzeitung ist Glied unserer Gemeinde. So kommt es, dass wir in der "Saat" immer wieder prominent platziert werden, in der Ausgabe 9 vom 28. Juni gleich auf der Titelseite (mit dem Foto li.) und auf S. 5.

Fotos: Marco Uschmann (Evang. Presseverband)

Ärztewerbung

Ein Werbeverbot für Arztpraxen kennt Österreich nicht. Der gestalterischen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt. Hier tut es einem ja schon fast leid, ein Mann zu sein, so dass diese Ordination für mich einfach nichtz zuständig ist...

Konfession und Christsein

Protestant kann man aus Tradition sein, Katholik ebenso, vielleicht sogar Methodist. Aber Christ ist man aufgrund eigenen Glaubens und eigener Entscheidung.

Ein schönes, weises Wort

WGK

Das Gebäude der Wiener Gebietskrankenkasse. Die nächsten Spitäler nehmen sich dagegen geradezu bescheiden aus.

Jahreszeiten

Frühjahrsmüdigkeit, Sommerlangeweile, Herbstschwermut, Winterdepression. Es geht mir gut.

Du hast ihn weniger niedriger gemacht als Gott... (Psalm 8,6)

Wenn alles vor Hitze flimmert und die Bilder verschwimmen, ist so ein technischer Anblick geradezu tröstend. Menschen konstruieren Dinge, erfinden Maschinen, bauen Geräte, die auch der Hitze trotzen.

Die Initiation: Kontrollverlust

In den vergangenen Wochen hörten die Abiturienten von ihren Lehrern und Rektoren, was alle Lehrer und Rektoren sagen, wenn sie ihre Schüler mit etwas zu großer Geste ins Leben verabschieden: Ihr seid die Elite, ihr werdet an der Spitze eures Landes stehen. Der Teil der Gymnasiasten, der nach Lloret de Mar an die spanische Mittelmeerküste fährt, verschiebt das mit der Elite auf später und hat vor Reiseantritt den Alkohol im Hotel gleich mitgebucht, weil es billiger ist, als für jeden Schnaps einzeln zu bezahlen.

Etwa 35.000 Abiturienten aus ganz Deutschland steigen nach den Prüfungen in die Busse zur Costa Brava: künftige Wirtschaftsingenieure, Zahnärztinnen, Bundespolizisten (…).Es fahren ganze Klassenstufen nach Lloret oder auch nur Gruppen von fünf Leuten. Das Reiseziel steht fest. Bisschen den Kopf freisaufen, sagt Olli, der Animateur.

Lloret ist einfach. Es gibt Sonne, Strand, Discos und Alkohol, andere Drogen gibt es auch, viel mehr aber nicht. Trotzdem ist hier alles möglich, so sieht es jedenfalls aus. Die Stadt ist der betongewordene Traum, den viele Kinder träumen, wenn sie in ihrer Phantasie den Überfluss durchspielen: einmal in einem riesigen Supermarkt eingeschlossen werden und nach Herz und Laune rumsauen können die ganze Nacht. Lloret ist der Supermarkt für Abiturienten, und für fünf, sechs Wochen im Sommer existiert die Stadt nur, um dem neuen Leben nach der Schule die Komplexität zu nehmen. Die ersten Schritte in der Freiheit enden vor Sangria-Eimern.

Olli ist mitverantwortlich für die Komplexitätsreduktion in Lloret, er heißt eigentlich Oliver Schwartz, ist 33 und der Chef von zwei Dutzend Animateuren vor Ort für seinen Arbeitgeber Abi4Life, eine Firma, die Abschlussreisen für Abiturienten anbietet. Am Ende der Abi-Saison wird er 8000 Schulabgänger durch Lloret geschleust haben. Olli trägt einen Kinnbart und ist einer dieser Typen, die nie schlechte Laune haben, er kann mit jedem gut, ein Party-Macher. Er sagt, er sei immer ehrlich zu seinen Kunden.

Wenn samstags und dienstags die Reisebusse in die Stadt schaukeln mit Tausenden Abiturienten aus Berlin und Münster, Köln und Leipzig, Bühl und Laubach, steigt er zur Begrüßung in die Busse und brüllt ihnen seine Ansicht von einem gelungenen Urlaub entgegen: "Wir feiern hier nicht, wir eskalieren!" Die Abiturienten werfen dann die Arme in die Luft, schreiend, glücklich. Eskalation ist Ollis Lieblingswort, er ruft es in die Busse, er ruft es nachmittags bei der Sangria-Party und abends bei der Tequila-Randale im Aztek, der Disco mit den Plastikreliefs an den Wänden, die an die Azteken erinnern sollen.

Eskalation heißt hier Kontrollverlust, Eskalation ist das Wort des Sommers, das Urlaubsziel für sieben Tage all-inclusive in einem dritt- oder viertklassigen Hotel. Die Frage ist, ob jeder weiß, wann die Eskalation enden sollte, und ob er dann auch noch fähig ist, die Kontrolle aus eigener Kraft wieder an sich zu reißen. Zum Glück geht es darum aber gar nicht in Lloret.

Die Stadt ist seit den fünfziger Jahren bei Touristen beliebt, die günstig Urlaub machen wollen, sie wurde aber erst Ende der Neunziger von Reiseveranstaltern entdeckt, die nach neuen Kunden suchten und testeten, ob sich Pauschal- und Party-Urlaub auch an Jugendliche verkaufen lässt, die nicht viel Geld ausgeben wollen. Seitdem wächst der Markt für organisierte Abi-Fahrten, sieben Tage Lloret im billigsten Hotel ab 159 Euro im Mehrbettzimmer, inklusive Busfahrt.

Die Reisebusse mit den Abiturienten fahren nicht nur nach Spanien, sondern auch nach Italien, Kroatien, Ungarn und Bulgarien. Sie fahren meist in Party-Enklaven, die ähnlich funktionieren wie Lloret de Mar und wo auch betrunkene 18-Jährige nicht viel dreckig oder kaputtmachen können, weil das meiste in der Stadt entweder aus Beton ist oder abwaschbar oder so billig, dass man es mit wenig Aufwand austauschen kann. (...)

Aus einem SPIEGEL-Artikel über deutsche Abiturientenreisen

Mariahilfer Kinderszenen


Wieder da

Mein lieber Amtsbruder hat sich heute nach einem Dreivierteljahr im Krankenstand wieder gesund gemeldet und seinen Dienst angetreten. Ich danke Gott dafür. Er schenke ihm Kraft und Gesundheit und segne seinen Dienst und unsere Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinde!

Munter voran!














Die Bauarbeiten an der Lutherkirche schreiten munter voran, wir sind nicht nur im Zeitplan, sondern ihm sogar voraus. Vom frühen Morgen bis Sonnenuntergang wird da gehämmert und sandgestrahlt, dass es eine Lust ist.

Fächerzeit

Im Sommer ist die Zeit des Fächers. Mögen die Leute denken, was immer sie wollen, wenn ich da mit meinem guten alten Fächer in der U-Bahn sitze - anders ist die stickige Hitze nicht zu ertragen.