Samstag, 1. Dezember 2007
Und schon wieder kein Wunder...
Das erklärte der Erzbischof von Bamberg, Mons. Ludwig Schick, am Freitag bei der Präsentation der Ergebnisse einer Untersuchung zum 'Tränenwunder'.
Heroldsbach befindet sich dreißig Kilometer nördlich von Nürnberg und gehört zum Erzbistum Bamberg.
Die Ortschaft wurde im März 1998 zur Gebetsstätte erhoben. Ab dem Oktober 1949 soll dort die Muttergottes über drei Jahre hinweg täglich sieben Kindern als 'Rosenkönigin von Heroldsbach' erschienen sein.
Am Abend des 12. Februar 2007 sahen mehrere Personen auf dem Gesicht und der Brust der Muttergottesstatue in Heroldsbach Wassertropfen. Am 30. März gab der Erzbischof von Bamberg eine kanonische Untersuchung in Auftrag.
Bei der Präsentation der Ergebnisse hielt der Erzbischof vier Punkte fest:
• Es war nicht festzustellen, woher die Wassertropfen kommen.
• Es steht nicht fest, daß es Tränen sind.
• Es steht nicht fest, daß sich am 12. Februar 2007 in Heroldsbach etwas Übernatürliches ereignet hat.
• Es kann daher nicht von einem Wunder gesprochen werden.
Befragung der Zeugen
Die Untersuchung leitete der Bamberger Kirchenrechtsprofessor Alfred Hierold. Er befragte in den letzten Monaten 25 Zeugen.
Die Befragung gestaltete sich zeitaufwendig, weil die Zeugen teilweise erst während des Verfahrens benannt wurden. Die Befragung der Zeugen erwies sich außerdem als schwierig, weil sie nur jeweils zu den Fatimafeiern am 12. und 13. des Monats nach Bamberg reisten.
Das Ergebnis: 'Alle Zeugen bekunden einhellig, daß sich im Gesicht der Marienstatue Tropfen befunden haben.'
Nur ein Zeuge sagte aus, daß die Tränen aus den Augen hervorgequollen seien.
Doch diese Aussage könne nicht zutreffen – erklärte der Kirchenrechtler – da früher anwesende Zeugen sie nicht bestätigen konnten.
Weitere Untersuchungen
Die chemische Analyse eines Taschentuchs mit den angeblichen Tränen lieferte laut dem Kirchenrechtler Hierold keine Anhaltspunkte, daß es sich bei der Flüssigkeit um Tränenflüssigkeit gehandelt haben könnte.
Die Marienstatue ist lebensgroß, aus Holz gearbeitet und farbig gefaßt. Die Untersuchung konnte keinerlei Veränderungen an der Figur feststellen.
Die Untersuchung schließt eine Kondenswasserbildung aus. Die Statue steht zwar im Schnittpunkt zwischen kaltem Eingangsbereich und warmem Speisesaal.
Doch es gibt keinen Hinweis, daß außer an der Statue sonst Feuchtigkeit aufgetreten wäre.
Das Fazit des Untersuchungsberichts: 'Nicht auszuschließen ist – nicht zuletzt auf Grund des chemischen Gutachtens – daß jemand Wasser an die Figur gespritzt hat, zumal die Toiletten sich in unmittelbarer Nähe befinden.'" (Gefunden in kreuz.net am 1. 12. 2007)
Georgier über Georgier
Gehört im Bayerischen Rundfunk (BR 4) am 30. 11. 2007
Der Papst zu Hebr. 11,1
Enzyklika SPE SALVI von Papst Benedikt XVI. (Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls Nr. 179), S. 14.
Weltkulturerbe

Der Weinort Grinzing kämpft noch um die Aufnahme in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes - bislang vergeblich. Diese Ehre wurde aber jetzt der Tabula Peutingeriana zuteil, der bedeutendsten Straßenkarte der Antike, deren einzige Kopie zu den größten Schätzen der Österreichischen Nationalbibliothek gehört.
"Die Tabula Peutingeriana, die einzig erhaltene Straßenkarte für das Verkehrsnetz des Römischen Reiches der Spätantike, ist in die UNESCO-Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen worden. Die fast sieben Meter lange, aber nur etwa 30 Zentimeter breite Karte, die eines der wertvollsten Objekte der Handschriftensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) darstellt, wird am Montagabend einmalig einer ausgewählten Öffentlichkeit präsentiert.
Die Tafel, die im 12. oder 13. Jahrhundert als Kopie eines spätantiken Originals angefertigt wurde, ist nach ihrem ehemaligen Besitzer Konrad Peutinger benannt. 1720 gelangte sie in den Besitz Prinz Eugens und zwanzig Jahre später in die kaiserliche Hofbibliothek. Die Tabula bildet die damals als zivilisiert erachtete Welt - von Spanien bis Indien, von Großbritannien bis Nordafrika - des vierten oder fünften Jahrhunderts ab.
4.000 zum Teil unbekannte Orte verzeichnet
'Diese Karte hatte allerdings keinen repräsentativen Nutzen, sondern wurde wirklich verwendet', erklärte Andreas Fingernagel, der Direktor der Handschriftensammlung der Nationalbibliothek. Mit der schematischen Darstellung der wichtigsten Verkehrswege ergänzte sie die schriftlichen Wegbeschreibungen, an denen sich Reisende orientierten. Etwa 4.000 Orte, von denen heute nicht einmal die Hälfte rekonstruiert werden kann, sind verzeichnet. Dass dabei wichtige christliche Pilgerorte keinen besonderen Stellenwert genießen, lasse darauf schließen, dass der mittelalterliche Abzeichner des Originals keine christianisierenden Ziele, sondern eine tatsächliche historische Wiedergabe anstrebte.
Lichtempfindlich
Zur besseren Orientierung wurde schon 1976 ein Faksimile herausgegeben - mit einem ausführlichen Ortsregister und Koordinatensystem. Das Original gibt es im Normalfall nämlich gar nicht zu sehen, zu empfindlich ist es gegenüber dem Tageslicht. Nur zum Festakt am Montag ist es einmalig im Camineum der ÖNB ausgestellt, und eine neue Faksimileausgabe ist in Planung. Schließlich hat Österreich mit der die Aufnahme der Tabula in die Liste des Weltdokumentenerbes durch das 'Memory of the World'-Programm bereits zehn Eintragungen zu verzeichnen und steht so gemeinsam mit Deutschland an der Spitze der 59 vertretenen Staaten." (Der Standard 26.11.2007)
Der Erzromantiker als fröhlicher Nihilist
Schnapp' Austern. - Dukaten !
Musst' dennoch sterben.
Dann tafeln die Maden
Und lachen die Erben!
Joseph von Eichendorff
Schon und noch
Die ersten drei Monate in der neuen Lebens- und Arbeitswelt sind nun herum. Natürlich kenne ich noch nicht alles, habe noch kein ganzes Jahr in der Gemeinde erlebt, aber doch schon vieles, so dass ich in vieler Hinsicht abschätzen kann, was mich weiter erwartet. Aber vieles kommt da auch noch: das erste Weihnachten, der Gemeindeball, das Heringsessen am Aschermittwoch, der Karfreitag mit seinen vier Gottesdiensten, die Konfirmandenreise und die Konfirmation, das sommerliche Gemeindefest, der Gemeindeausflug. Aus dieser Aufzählung geht schon deutlich hervor, dass Währing (auch) eine feierfreudige Gemeinde ist. Viele liebe Menschen, viele Möglichkeiten. Ich fühle mich sehr wohl da.
Gesundes Nationalgefühl

Das Wappen der Republik Österreich im Ruheraum der Lehrer in der AHS Maroltingergasse (und auch in manchen Klassenzimmern); das Portraitfoto von Bundespräsident Dr. Fischer in Klassenräumen; wie selbstverständlich Schüler erzählen, dass sie am Nationalfeiertag Vorführungen des Bundesheeres beigewohnt haben - all das sind Beispiele für den völlig unbefangenen Umgang mit der "eigenen Nation". Indem ich mir mein Staunen bewusst mache, merke ich, wie sehr ich als Deutscher einer chronischen Irritation bei diesem Thema erliege.

