Samstag, 21. März 2009

Schlafen mit offenen Augen

Selbst an einem grauen und regnerischen Herbsttag unter freiem Himmel werden gut 8000 Lux erreicht. Hingegen herrschen in fast allen unseren Büros, Praxen und Werkshallen um 600 Lux. Was bei Nacht schon zu viel ist, um schlafen zu können, ist frühmorgens viel zu wenig, um hellwach und fit zu werden. Setzt man Schülern morgens während des Unterrichts spezielle helle Tageslichtlampen auf die Tische, verbessern sich ihre Schulnoten deutlich, wohingegen frühmorgendliche Hirnstromuntersuchungen bei normaler Klassenraumbeleuchtung zeigten, dass nicht wenige Schüler bei geöffneten Augen tatsächlich noch in mitteltiefen Schlafstadien verweilten.

Aus: Michael Feld, Das dunkle Kapitel unserer Arbeitswelt, in der FAZ (10.12.2008)

Also trügt der Eindruck der Lehrer nicht...

Abend in Hernals

Von der Kaulquappe zum Hermelin

Tag und Nacht schrien die Eltern aufeinander ein, wie die Zähndbrecher. Das war ideal für mich, denn ich war zum Kriegsgewinner ausgebildet. Zum fanatischen Schläfer und Fresser kannst nicht besser ausgebildet zu werden. So wurde ich sensationell faul. Und bog in kein "Hobby" ein. Nur Pfarrer Schmeiser, der rührend weinte, als seine Haushältin starb. So hab ich leben verlernt. Nur die Sache mit einem Gott und S/M hörten nicht auf mich zu reizen. Ich wollte ja auch "wer" werden und es gab in dem 300 Seelen - Dorf Unternalb gab es ausser Bauersleute nur den Schmid, den Briefträger und 4 Lebensmittelläden. Und eben den Pfarrer. So lockte mich S/M und "Gott". Alles ganz logisch. Je tiefer du in den r.k. Sumpf greifst, desto mehr ins Grausen gerätst du. Ein Papst hat natürlich auch eine Geschichte vom Land. Und da wird es meistens sehr duster. Wie wir Kaulquappen aus dem Sumpf heraussprangen. So sicher auch im Bayern, wo der Nunige abstammt. Ich hab ja den Verdacht, das Ratzinger bereits versaute Bluejeans keinen lernte, wie wir Kaulquappen den Schleim generell lieben. Und er wollte alles nur keine neue Kirche. Da lieber die Juden wieder eine Generation als Sündenbock benützen. Dass Richard Willemsen hart näckig den Spitzhund spielen will, statt schön Bischof zu spielen, kann ich mir nur so deuten, dass er lieber sein eigener Papst ist, als eines anderen Papstes Untertan. Rechnen Sie mich Kaulquappe hoch. Lieber Shoa-Bestreiter als fröhnen. Wer findet schon ein Loch für sich allein? Spitzhunde lassen ihr Apportiertes nie los. Und haben sie "endlich" eines zu fassen gekriegt, ist es das Ihre. Oder der neue Bischof aus Linz Gerhard Maria Zauner will mich therapieren. Das gefiele mir! Ich hab eh nie ein Hobby für mich gefunden. Stellen Sie sich vor, Duhsub, beinahe wäre ich "Priester" geworden, hätte nur die Matura schaffen müssen. Sie müssen immer von der Kaulquappe hochrechnen dann mit den versautesten Bluejans die Wurzel daraus ziehen und ein Papst hängt an Ihrer Leine. Hauptsach der Name ist richtig geschrieben. Wenn du Jahre um Jahre dich nach "Gott" sehnst und "Godot" erschiene und als alte Kaulquappe kannst nimmer gut lesen, glaubst auch am ersten Blick du hast "ihn" Doch ich war keine Sekunde in einer S/M - oder generell in einer Liason. Dann kommt Bischof Gerhard Maria und will dich vom Angelhaken entfernen. Die Ziele der Menschen sind ein Gedicht. Dann kommt Richard Willemsen und "leugnet" dass es die Shoa gab. Schon hast Platz in den Nachrichten erobert. Und Baumeister Richard Lugner hat seinen Platz nun beim Opernball. Und wenn er Gespenstschnecken isst dafür. Oder war das seine Frau? Ist er nicht geschieden von ihr?
Ich hab so verdammte Angst, am Haken von wem zu landen und frass mich zum Schutze blad, bis mich der Hirnschlag erlöste und ich nun als rechtschaffen als körperbehindert betrachtet werden kann. So viele Wege, so viele Abzweigungen. Ich wette, Benedikt XVI. trägt Hermelin am Kragen. Von der Kaulquappe zum Hermelin. Was passte besser zum Faschingsonntag? "Richtige" Bluejeans müssen aus steifen Denim bestehen. Es gibt nun auch so weiche, "Schein - Bluejeans" Aber wenn du mit deinen Händen drüber streichst, weiss jeder Papst was damit gemeint ist. So müssen Sie sich den r.k. - Papst auch vorstellen, Hobby minus Wurzel aus usw... Andere haben Fussball als Hobby oder Skifahren. Wieder andere glauben im Shoa ihre Behausung gefunden zu haben. Sie bohren sich hinein Doch dass das Millionen Menschen ihr Leben verloren, die Menschenrechte sind für manche Rechtsfanatiker wie eben Levebrianer erscheinen müssen wie Hobby. Ich konnte nie irgentwo hineinbohren. Wenn ich riesen Glück hatte, durfte ich Sekunden am Arsch eines Gegenübers knien und riechen. Mehr ist mir niegelungen. Keine Matura, keine Priesterweihe. Derweil bin ich voll in den Menschenrechten gelandet. Voll Glück hatte ich die sexuelle Revolution erleben dürfen. Ich hatte nur versaute Bluejeans mir anschauen dürfen. Nie tief "bohren" Nirgendwohinein. Doch wer einmal sie kennenlernte wird sie nie wieder los. Also muss ich mich selber zu den Spitzhunden rechnen. Ist ein Satz einmal von "mir" ausgesprochen, bleibst du in ihm hängen. In die Mentalität, in die du dich verliebst, klammerst du wie ein Spitzhund. Doch dass Willemsen oder Wagner bis zur Priesterweihe damit durch drangen, wirft ein schreckliches Bild auf die r.k.Kirche. Es muss ein Leere in mir stecken, die trotzdem mich nun jeden Samstag in die Vorabendmesse strömen lässt. Da glauben dann die Gegenübers ich hätte, was gefunden. Ich kann Ihnen aber garantieren. Ich hab nur den Geruch der Heimat gefunden. Das braune Erdreich. Ich schäme mich und tue trotzdem so weiter. Denn längst sind alle ernsten Menschein aus der r.k. ausgetreten. Ich weine und finde umso weniger einen Halt. Aber es möge ja niemand denken, ich hätte was gefunden. Ein Zeremonienloch, statt Fernsehen, Ich habe eine durch Ernährung und Granulat-Tee bestimmte Woche gefunden, und da passte mir das Loch hinein. Und jetzt sitz ich da und kann nicht leben und kann nicht sterben. Was soll einer tun, den nie einer zum Mann nahm? Ich schreibe Gestionsprotokolle ohne Ende. Kein Management, kein Gespräch. Nur McGoohan aus der Schweiz ruft mich mittwochs um 17 Uhr an und jeden Sonntag frägt mich McGoohan um 14 Uhr, ob ich "eh" schon die Betten wechselte. Denn ich wohne allein, habe aber vier Bettgestelle, Und McGoohan frägt mich weiters ob ich die 14 Tabletten genommen habe und ob ich die nötige Menge Wasser getrunken habe. Ich habe keine Matura, kein Funktion, keine Hoffnung. Ich liebe nur meinen Körpergeruch.
Etwas in uns, griffe gerne vom Rad ins Rad. Industriell, sozusagen Rythmus liegt uns verdammt. Wenn aber nichts da ist, das Hand in Hand ineinander übergreift, dann - ja, was dann? Wenn wir ins Leere greifen? Ratzinger ist auch nur ein Industriearbeiter. Er denkt in Jahrhunderten und will unter keinen Umständen, dass im Lehrbuch über Kirchen geschichte dann nicht steht, "nach dem 2. Vatikanum kam es zur Gründung der Kirchenspaltnung unter den Levebrianern.
Die Opfer der Shoa sind schon gestorben, und Benedikt ist zuständig für das Grobe, denkt er sich. Doch wenn eine neue "mykath Kirche" entsteht, dann steht sie im Geschichtsbuch. Da ich persönlich jetzt spüre, wie weh es mir tut, das Zeitliche zu segnen. Noch nie bisher verstarb und daher eine gute Adresse fürs "Begleiten" bräuchte, versteh ich das Anliegen. der schwarzen Fraktion. Also zumindest deute ich es mir. Wo er hinblickt sind vom Hobeln des 2. Vatikanums Unebenheiten. Ich bin auch ein Verehrer des "Holländischen Katechismus" Und ich weiss dass es keine Gottheit gibt. (das lehrt kein Katechismus, ich weiss es einfach. Das macht aber das Verbleichen auch nicht leichter. Ich bin unter Pfarrverweser Meinrad Schmeiser 1959 zu mir gekommen. Und da die Mama einen unbändigen Hass auf die Nazis hatte, war aus ihrer Sicht eine Liebesgeschichte. In ihren ersten Mann, der kam im Krieg 1941 gefallen ist. Und daher hab ich kein "gutes Wort" über die Nazis gehört. Und da die Nazis verbrannten Boden hinterliessen, sah es auch in den Hirnen der Menschen nicht gut aus. Und industriell wurde aufgebaut nach 45. Jetzt wollen die allerletzten Spuren des des Braunen beseitigt werden. Und es soll nur nichts an die Shoa mehr erinnern. Denn was ist schrecklich, als eine neue Kirche, denkt Ratzinger. uviel der Ehre dem dem 2. Weltkrieg auch noch eine neue Kirche zu weihen. Es soll alles in die Duchent des Katholizismus hinein, denkt Ratzinger.
Sicher hat Hollywood bereits die Kleidung der Papstweihe Benedikt XVI. eingekleidet. Sieh jedenfalls aus wie aus Hollywood entsprungen. Und alle Oberbekleidung des Papstes sieht auch, wie wenn es PaulVI nie gegeben hätte. Päpste werden gemalt und hänen dann irgendwann im Vatikan herum. Und dann kommen die Museums gängys daher und studieren mit interessierter Miene. Sogar ich träum von einer guten Nachrede. Habe als Material nur das Wenige, dass ich zeit meines Lebens begriff. Spuren stehen frei, gedeutet zu werden. Nehmt alles in Allem: "Er weinte am Schluss" Er fand keinen Mann. Er hatte nie eine befriedigende S/M - Nummer. Nie keine je.
Alle Spuren Benedikt XVI. sind Kleider der alten Päpste. Und ich kann mir sogar vorstellen, dass der Stab des Papstes an Ostern und Weihnachten, das Kruzifix des Papstes, von Paul VI begonnene Ferula, aus Ratzingers Bild weg kommen wird. Vielleicht eine art Nachbildung des 1. Papstes Petrus? Denn die Ferula schaut Barock nich gut aus? Stört im glatten Bild, so wie Benedikt die Fürbitte am Karfreitag für "die Juden" dass sie sich doch endlich den wahren Gott anbeten mögen...
Während ich hinscheide muss ich ins Grab mit nehmen, dass Benedikt XVI verzweifelt zurückruderte. Und alles wieder zurück nehmen mag, das ab Johannes XXlll an "Neuerungen" unter dem 2. Vatikanum geschah. Denn wir lieben so, das schöne Gemälde eines Gott Vaters der über allem thront. Selbst ich gehe jeden Samstag in die Vorabendmesse der Krankenhauskapelle der Barmherzigen Schwestern. Vielleicht weil der Zelebrant so schön aus der Nase spricht. Ein bezauberndes Tremolo hat. Das ich davon ganz benommen bin und ich kann nur weinen, da ich weiss, es gibt keine Gottheit. Und ich habe nie befriedigenden Sex erlebt. Zuerst war ich blad dann stellte sich immer mehr und mehr meine Naivität heraus und nun bin ich altern wollend und körperbehindert.
Es reichte nicht einmal zur Matura. Als ich am Weg aufs Postamt war hat eine Frau am Vorbeigehen mir zugerufen, ich solle mir doch die Haare schneiden lassen, dann krieg ich wen zum Mann. Dass gerade das der Test wäre, ob er mich in meiner Nichtgewaschenheit nähme? Sich in einander zu velieben ist die Grosse Lebensprüfung. Ich habe keine Kraft mehr zum Mich - gestalten. Nimm mich oder lass mich. Ich bin eine Entwicklungsgeschichte total. Ein Nachfahre der Ur-Kaulquappe. Wenn der Falter durch hält und mich nicht rauswirft, dann erscheint vielleicht der letzte Predigtdienst nach meinen Ableben. Im Moment sieht alles wohlwollend aus.
Und ich trage versaute Bluejeans und nehm jeden Tag zum Frühstück eine Ernährungsmittel namens "Dr. Böhm-Haut-Haare-Nägel", eine Tablette am Morgen und eine am Abend. Und tatsächlich gefallen mir meine Nägel total immer riech ich an ihnen und spüre mit den Lippen wie kräftig sie gewachsen sind. Sie müssen sich den jetzigen Papst auch als so einen mit manikürten Nägeln vorstellen. Und ich schwöre, ich habm ich garantiert die ganze letzte Zeit nicht gewaschen. höchstens mit Hirsch-Seife mir die Hände gewaschen. Ob Papst ob Phettberg, wir sind industriell. Spuren hinterlassen wollend und faul. Wir sind Content nicht Software. Zur Marke "Mensch" malen wir ein winziges Bildnis bei. Dass ich eine 60 m² grosse Wohnung bewohnen darf und keinen Obdachlosen Ausländer darin als Untermieter wohnen lass, beweist eh alles und ich weine nicht zuletzt darob und ohne Ende.
Wenn Ratzinger so weiter, wie bisher mit dem Z'samm räumen weiter macht, "Ratzinger allein zu Haus" Schafft er auch noch das Fegefeuer ab. Durch das Studium meiner begreift er, dass das weinerliche Sterben meiner eh schon zu Lebzeiten vor sich geht. Die Vorhölle hat er abgehakt. Ausserdem ist ja auf 
www.wikipedia.com eh alles "fest geschrieben" Dass ganz viel österreichiche Postämter schliessen müssen ist ein Gewinn für Pfarrämter konstatierte Kardinal Schönborn. Jetzt nur noch Betten aufstellen und warm einheizen in den Kirchen. Vielleicht findet sich da einer mit versauten Bluejeans für mich.

Phettbergs Predigtdienst (829)

Hermes Phettberg, "Publizist und Elender", ist eine Institution im Wiener kulturellen Leben der anderen Art. 2007 avancierte er sogar zum Titelhelden eines Films, der in den hiesigen Kinos nicht ohne Erfolg lief.

Die Rosette der Lutherkirche

Die Lutherkirche ist nicht geostet, sondern gewestet. Aber damit erschöpfen sich die Eigentümlichkeiten nicht. Die Taube des Heiligen Geistes fliegt hier empor, nicht hinab. Und auch bei der Anordnung der Apostelfenster scheinen mir Lukas und Markus vbertauscht zu sein. [Foto: Ernst Berger]

Hessische Schulen - von vorgestern?

Veraltete Lehrmethoden dominieren hierzulande den Schulunterricht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, deren Ergebnisse die "Frankfurter Rundschau" am Samstag veröffentlichte. Nur jede sechste Schule arbeitet demnach "effektiv".

Das Wiesbadener Institut für Qualitätsentwicklung untersuchte der Zeitung zufolge in den letzten beiden Jahren 614 hessische Schulen. Dabei wurden 12.000 Unterrichtsstunden besucht und die Kommunikation zwischen Lehrern, Schulleitung, Vereinen und Schulträgern analysiert. In 70 Prozent der Stunden herrschten noch immer Frontalunterricht und Einzelarbeit, heißt es in dem Bericht. (...)

Gruppenarbeit, Diskussionen und selbstständiges Erarbeiten von Inhalten seien dagegen eher die Ausnahme als die Regel, bemängelt die Studie. Es gebe außerdem kaum Austausch unter den Lehrenden über Unterrichtsmaterial und Lehrmethoden. Selbstkontrolle sei an den meisten Schulen ein Fremdwort. (...)



Wer sich über hessische Schulen aufregt, war offenbar noch nie in Österreich.

Reiz der Leere

Einfach - aber sicher richtig

Vor dem Hintergrund des Schulmassakers im baden-württembergischen Winnenden hat der frühere Jugendevangelist der sächsischen Landeskirche, Pfarrer Theo Lehmann (Chemnitz), Kirche und Christen zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen, junge Menschen mit der Botschaft von Jesus Christus zu erreichen.

„Bekehrte schießen nicht“, sagte Lehmann bei einer Veranstaltung der Evangelischen Nachrichtenagentur idea am 14. März auf der Buchmesse in Leipzig. Bei dem Amoklauf hatte ein 17-jähriger Schüler am 11. März 15 Menschen und anschließend sich selbst erschossen. Danach war eine Debatte darüber entbrannt, ob Deutschland ein schärferes Waffenrecht braucht oder mehr Psychologen, die sich an Schulen um Kinder und Jugendliche kümmern. Ein Großteil der jungen Menschen heute kenne weder Gott noch die Zehn Gebote, sagte Lehmann. Dabei könne ein persönliches Verhältnis zu Gott den Menschen Selbstwertgefühl geben. „Wer zu Jesus gehört, kann sich geliebt und geborgen fühlen.“ Und genau dieses Gefühl vermissten viele junge Menschen heute.

idea.de

Das ganze Abendland...


In der Auslage eines Bastelladens in Hernals dampft die Titanic gleich neben dem Stephansdom dahin.

Mit dem Tod muss man immer rechnen

Durch den Tod ihrer Mitreisenden war der Norwegen-Urlaub einer Frau nicht erheblich beeinträchtigt, und die Fortsetzung der Ferien war ihr rechtlich gesehen zumutbar. So jedenfalls urteilten Richter des Amtsgerichts Bonn – moralisch für Laien womöglich nicht auf Anhieb verständlich.

Im betreffenden Fall war eine Frau durch einen Steinschlag getötet worden. Ihre Begleiterin, die unverletzt geblieben war, wollte nach dem tragischen Geschehen vorzeitig nach Hause zurück – formal war das eine Reise-Kündigung – und erwartete einen kostenfreien Rücktransport. Der Reiseveranstalter organisierte zwar diesen frühzeitigen Rückflug, verlangte aber von der betroffenen Kundin durch eine Klage die Mehrkosten in Höhe von rund 185 Euro zurück.

Zu Recht, so die Bonner Richter. Denn zur Kündigung mit kostenfreiem Rücktransport war die überlebende Urlauberin nach Juristen-Meinung nicht berechtigt, weil die Reise selbst nicht "mit Mängeln behaftet" und somit auch "nicht beeinträchtigt" war. Nüchtern formulieren die Juristen: "Die seelische Beeinträchtigung, die auf Seiten der Beklagten zweifellos vorlag, stellt kein Kriterium der Unzumutbarkeit…dar."

Urteil AG Bonn, Az.: 16 C 53/06  [Rheinische Post]

Kinderlärm oder Behinderte im Frühstücksraum können nach Ansicht deutscher Gerichte einen Reisemangel darstellen, nicht aber der Tod eines Mitreisenden. Gilt das auch für Eltern und Kinder? "Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen..." Diese mittelalterliche Weisheit bestimmt offenbar auch heute noch deutsche Rechtsprechung. Und da sage einer, wir lebten nicht im christlichen Abendland...

Kathedrale der Kunstreligion


Der Wiener Musikverein

Schlagzeile eines Artikels in der Wiener Zeitung (Wirtschaftsteil) vom 21. März 2009

Im Verlauf dieses Artikels ist u.a. folgendes zu lesen: "Nicht gespart wird hingegen bei allem, was den eigenen Körper schmückt." (...) Der Jugendforscher Philipp Ikrath kennt für das jugendliche Konsumverhalten einen simplem Grund: In ungewissen und immer komplexer werdenden Zeiten sei der Körper das einzige Kapital der Teenager (...). 
Parallel zur ökonomischen Krise zeichnen sich bei den Jugendlichen auch Sinnkrisen ab: Viele hätte Angst, dass sie den Lebensstandard ihrer Eltern nicht halten werden können, heißt es. Gefühle würden dann etwa durch Rebellion oder neue Lebensstile - wie etwa als "'Emo' oder 'Krocha' - ausgedrückt."



Grafik aus der "Presse"

Mit meinen Schülern spreche ich oft über die Fragen ihres Freizeitverhaltens, ihre Interessen und auch ihre finanziellen Möglichkeiten. Dabei tritt sehr oft eine nicht die sprichwörtliche "Wohlstandsverwahrlosung" zu Tage: "Meine Eltern kümmern sich nicht um mich. Sie geben mir aber 200 Euro Taschengeld." "Und was musst du davon kaufen?" "Nicht weiter, damit kann ich tun, was ich will. Das ist für Zigaretten und zum Weggehen." Es können auch mehr als 200 Euro sein, das kommt auf die Verhältnisse im Einzelfall an. 
Mein Eindruck ist: Eltern kaufen sich davon frei, sich um ihre Kinder noch kümmern zu müssen. Viel Freiheit und viel Geld - damit vermeidet man alle Konflikte und stiehlt sich aus der Erziehung und der Verantwortung einfach hinaus.

Ja, damals...

Zu fragmentarisch ist Welt und Leben!
Ich will mich zum deutschen Professor begeben,
Der weiß das Leben zusammenzusetzen,
Und er macht ein verständlich System daraus;
Mit seinen Nachtmützen und Schlafrockfetzen
Stopft er die Lücken des Weltenbaus.


Heinrich Heine

Natürlich zielt Heine hier auf Hegel. Lang, lang ist's her... 
Und heute? Globalisierung und Diversifikation aller Perspektiven. Eine einheitliche Welterklärung? Waren wir je weiter davon weg, so etwas auch nur für möglich zu halten? 

Von unten geschaut