Samstag, 10. Januar 2009

... sed vitae discimus

Soft Skills statt Software

Jeder, der einen kennt, kann sich eigentlich freuen: den netten Informatiker von nebenan, der den Viren verseuchten Computer wieder säubert, störrische Gerätetreiber zum Laufen bringt oder die Surround-Anlage so verkabelt, dass Batman wirklich durchs Wohnzimmer zu schweben scheint. Dafür erträgt man dann auch schon mal die eine oder andere Predigt, warum jenes Betriebssystem aus Redmond die Ausgeburt des Bösen ist oder was man bei dem Erwerb der Hardware alles hätte sparen können.

Wenn man aber einen Mitreisenden für den Wochenendurlaub oder die Begleitung für den nächsten Discobesuch sucht, denkt man üblicherweise nicht zuerst an den netten Computerfreak. Eine eher kryptische Ausdrucksweise, oft gepaart mit ungewöhnlicher Gesichtsbehaarung und einem, nun ja, weitgehend pragmatischen Kleidungsstil schirmt ihn oft zuverlässig von persönlichen Annäherungen seiner nicht-computerisierten Umwelt ab.

Nicht immer nur Hardware

Doch auch Computer-Fachkräfte benötigen zwischenmenschliche Kompetenz. Angehenden IT-Ingenieuren des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam sollen diese "Soft Skills" deshalb jetzt in einem eigenen Kurs vermittelt werden. Man wolle die Studenten mit den sozialen Fähigkeiten ausstatten, die sie für ein erfolgreiches Privat- und Arbeitsleben bräuchten, sagte Hans-Joachim Allgaier von der Universität Potsdam der Agentur Reuters.  

Lernen mit dem Profi-Womanizer

Unter anderem sollen die Studenten ab Montag lernen, wie man richtig flirtet. Dafür wurde sogar eigens ein Profi-Womanizer auf Honorarbasis angestellt. Der Spezialist soll beispielsweise erklären, wie eine Flirt-Botschaft per SMS oder E-Mail geschickt formuliert wird.


tagesschau.de (Schlusslicht)

Alles gut und richtig...


.. aber für Schüler fast immer einfach eine Überforderung. Vor allem das mit dem Humor und den persönlichen Erfahrungen...
[Plakat in einem Klassenraum der AHS Maroltingergasse]