
Dekan Michael Wehrwein protestiert gegen Buddha-Statuen im Trainingszentrum vom FC Bayern München.
L o h r / M ü n c h e n (idea) – Gegen die Aufstellung von Buddha-Stauen im Trainingszentrum des deutschen Fußballmeisters FC Bayern München hat der fränkische Dekan Michael Wehrwein (Lohr am Main) protestiert. Er sandte Trainer Jürgen Klinsmann ein Kreuz mit der Bitte, diesem christlichen Symbol ebenfalls einen Platz einzuräumen.
In einem Brief an den Bayern-Trainer erklärte der evangelische Theologe, die Presseberichte über die Aufstellung der Buddha-Statuen hätten ihn als Fußballfan „irritiert und verwundert“. Zwar sei es ein legitimes Anliegen, jeden Fußballprofi auch menschlich weiterzuentwickeln, er finde es aber merkwürdig, „dass einerseits allenthalben christliches Gedankengut und christliche Symbole lächerlich gemacht und aus der Öffentlichkeit verbannt werden, andererseits der Buddhismus als vermeintlich friedliebende Religion hofiert und propagiert wird“. Wehwein erinnert daran, dass es Fußballern, die sich zu ihrem Christsein bekennen, untersagt ist, beim Torjubel ein T-Shirt mit Jesus-Aufschrift zu zeigen. Andererseits würden beim FC Bayern Profis, die Christen sind oder anderen Religionen und Weltanschauungen anhängen, gezwungen, sich mit Buddha-Statuen und asiatischem Gedankengut auseinanderzusetzen. Man sollte die Einstellung aller Profis respektieren und auch deren Symbole öffentlich sichtbar machen, so Wehrwein. Gerade das Kreuz könne als Sinnbild für Sieg und Niederlage zumindest Christen auf dem Weg der Weiterentwicklung helfen.
„Schlag ins Gesicht“
Wehrwein wendet sich in einem Brief auch an Bayern-Manager Uli Hoeneß. Darin schreibt er, die Aufstellung der Buddha-Statuen müsse für christliche Spieler und Verantwortliche ein „Schlag ins Gesicht“ sein. Ähnlich würden es viele Anhänger des FC Bayern München sehen, die mehrheitlich Kirchen angehören. Es wäre nur fair, wenn auch das Kreuz einen Platz fände, meint der Dekan. Wehrwein: „Man kann nicht über den Werteverfall in unserer Gesellschaft klagen und andererseits die christlich-humanistischen Wurzeln unserer abendländischen Kultur zugunsten asiatischer Religiosität ausblenden.“ Der Dekan hat nach eigenen Angaben noch keine Antwort auf die beiden Schreiben vom 15. Juli erhalten.
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Schon seltsam - gibt es denn Buddhisten unter den Spielern von Bayern München? Was hat Buddha mit Sport zu tun? Oder paßt die Botschaft "Alles ist Leiden" einfach so gut in ein Trainingslager für Fußballer?