Freitag, 27. Februar 2009

Ziemlich schwierig...

... über diese glatte Mauer zu kommen. Wiener Hochschulwerbung.

Hier setzt jemand Maßstäbe!

Harald Schmidt packt aus: »Ich hatte 3000 Frauen«
Ich hatte 3000 Frauen - Dieses Buch kommt unerwartet. Bis dato lag über Harald Schmidts Privatleben ein dichter Schleier der Diskretion. Nun die Kehrtwende - ein zu allem entschlossener Autor spricht Klartext: über »das erste Mal«, in Ungarn, am Plattensee. Über seine Vorlieben: die Lomi-Lomi-Massage auf Kreuzfahrten. Über die größte Gefahr: das Umschlagen von Sex in Freundschaft. Hochinteressant!

Aus dem Newsletter des Kiepenheuer & Witsch-Verlags

Im XVI.

"Liebe deutsche Österreicher!"

Hektoliterweise kühles Bier, dazu eine fleischlose Jause mit Heringschmaus und jede Menge Sprüche, von denen mancher tief unter der Gürtellinie landet: Seit 18 Jahren sind die Ingredienzien des politischen Aschermittwochs in Ried im Innkreis weitgehend unverändert. So auch am Mittwoch, als rund 2000 zahlende Gäste der Einladung der FPÖ in die Jahnturnhalle folgten. 

Die erste Provokation hatte sich Parteichef Heinz-Christian Strache lange vor der Veranstaltung geleistet: Zu den Funktionären und Sympathisanten, die im selben Ambiente bereits den Partei-Obleuten Haider, Haupt und Haubner gelauscht hatten, lud Strache Filip Dewinter, Fraktionsvorsitzenden des rechtsextremen flämischen "Vlaams Belang". Dewinter begrüßte die Strache-Fans als "liebe deutsche Österreicher . . ."

Immer blau

Heinz-Christian StracheIn Fahrt: StracheBeim anschließenden Auftritt Straches sollte die wahlkämpfende Konkurrenz in Kärnten ihr Fett abbekommen: "Der Fuß zu klein, der Schuh zu groß, dann geht der Schuss nach hinten los", richtete Strache Gerhard Dörfler, dem Spitzenkandidaten des BZÖ, aus. Sowohl Dörfler als auch Kärntens SPÖ-Chef Reinhart Rohr will Strache nicht als Landeshauptmann sehen: "Der Job ist für beide eine Nummer zu groß. Die sollten es besser als Bürgermeister im Minimundus probieren."

Die Bundesregierung kritisierte Strache unter anderem ob ihrer Maßnahmen in staatsnahen Betrieben ("Dank Faymann und Co grüßt man sich bei AUA und ÖBB nicht mit ,Grüß’ Gott‘ sondern mit goldenem Handshake"). Auch Wiens Bürgermeister erfuhr "Würdigung": "Ich versteh’ nicht, was Häupl gegen die FPÖ hat – der ist ja selbst 365 Tage im Jahr blau."
Eva Glawischnig bezeichnete Strache als Mitglied der "Gucci-Handtaschenfraktion" bei den Grünen.

Gewettert wurde beim FP-Aschermittwoch gegen den Islam. Dewinter: "Unser Europa ist ein zivilisiertes Land der Schlösser und Kathedralen, nicht der Moscheen und Minarette." Die FPÖ will die EU-Wahl zu einer brutalen Abrechnung machen. (...)

kurier.at

Kleingruppenarbeit

Ein Ausnahmemensch



Bis ins Teenageralter bettete Kit sein Haupt nicht wie andere Menschen auf einem weichen Kissen, sondern auf geschmolzenen Eiswürfeln. Ihre Freunde, sagt Frau Armstrong, hätten die Sache immer damit erklärt, dass das Gehirn des Jungen ein kleines Atomkraftwerk sei, das ständig gekühlt werden müsse.


Aus einem Artikel von Claus Spahn über den heute 16-jährigen Pianisten Kit Armstrong in der ZEIT vom 26.02.2009


Am Westbahnhof

Was meine erste Ankunft im Wiener Dschungel anbelangt, die Ankunft eines ziemlich verschreckten Schülers des Stiftsgymnasiums der Benediktiner im oberösterreichischen Lambach, überwältigte mich schon der Anblick des Bahnhofs, an dem ich ausstieg: Westbahnhof. Wie ungeheuer musste eine Stadt sein, die nicht bloß über einen, sondern über mehrere Bahnhöfe erreichbar war, in deren Hallen alle Züge endeten und nicht bloß Station machten... und wie ungeheuer eine Stadt, die solche Kopfbahnhöfe dann auch noch nach den Himmelsrichtungen benannte. Für ein Bauwerk Maßstäbe des Himmels zu verwenden, musste das Privileg einer Weltstadt sein.
Christoph Ransmayr: Meine Waldwege durch Wien, Die Presse 21.02.2009, Spectrum, S. 1.