Donnerstag, 30. April 2009
Mittwoch, 29. April 2009
Wider die Schweinegrippe-Panik
"Nur kurz zur Erinnerung: An der 'gewöhnlichen' Grippe sterben hierzulande 250.000 bis 500.000 Menschen im Jahr, ohne dass Aufhebens darum gemacht würde. Doch als sich 2006 in einigen Regionen der Welt die Vogelgrippe ausbreitete, wurden in deutschen Landen die letzten freilaufenden Hühner, Enten und Katzen kaserniert und notorische Pessimisten unkten vom nahenden Ende der Menschheit. Dabei hatte die sich gerade wider Erwarten und mit überschaubarer Opferzahl vom BSE-Schock erholt. Bei aller Notwendigkeit von Vorsicht und Vorsorge: Die Skeptiker sollten die Kirche im Dorf lassen, und statt nichts nutzender Panikmache als ganz konkrete, persönlich leicht umsetzbare Vorsorge den nächsten Billigflug in ein exotisches Land mal durch Ferien an der Nordsee oder Wandern im Allgäu ersetzen. Hält gesund und fit und mindert das Ansteckungsrisiko deutlich."
Aus der Presseschau des Deutschlandfunks (29.04.2008)
Montag, 27. April 2009
Am Mittersteig
So, so und nicht anders

WAS ES IST
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Erich Fried
Sonntag, 26. April 2009
Freitag, 24. April 2009
Es geht weiter
Donnerstag, 23. April 2009
Fort mit den Accessoires!
Jesaja 3, 16 -24 (Lutherübersetzung)
Gottlose Frömmigkeit
Hör meine Bitte, Du, Gott, den es nicht gibt,
nimm diese meine Klagen in dein Nichts auf,
Du, der Du deinen trügerischen Trost
den armen Menschen nie verweigerst. Du versagst Dich
nie unseren Bitten, kleidest immer unser Sehnen.
Je weiter weg aus meinem Sinn Du bist,
desto lebendiger sind mir die holden Märchen,
mit denen meine Amme finstere Nächte mir versüßte.
Wie groß Du bist, mein Gott! Du bist so groß,
dass es Dich als Idee nur gibt: die Wirklichkeit
ist viel zu eng, so weit sie sich auch dehnt,
Dich zu umfangen. Deinetwegen leide ich,
Du nicht vorhandener Gott, denn gäbe es dich wirklich,
so wäre auch mein Dasein Wirklichkeit.
Miguel de Unamuno y Jugo (1864-1936)
Vielleicht ist es nicht mehr so weit bis dahin...
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
Da zerret an der Glocken Strängen
Der Aufruhr, daß sie heulend schallt
Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
Die Losung anstimmt zur Gewalt.
Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,
Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehn umher,
Das werden Weiber zu Hyänen
Und treiben mit Entsetzen Scherz,
Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz.
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer Scheu,
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster walten frei.
Gefährlich ist's, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Kleiner Vers
Und hat der Wind ein Ziel?
Wir fragen wie die Kinder
und wissen gar nicht viel.
Der große Makabre
Aus G. Ligetis kongenialer Opern-Adaption von Michel de Ghelderodes Drama "Die Ballade vom großen Makabren"
Landleben
Die heilige Abschlussfahrt
Klar, hier und da wurde mal gemeckert; der Lehrer war auf der Fahrt ein Arsch, die Busreise zu lang, zu teuer, zu langweilig. Aber ein vernichtendes Urteil über die Abschlussfahrt? Vielleicht über die Schulzeit, über Lehrer und Prüfungen, über seine erste Beziehung oder seinen ersten Vollrausch. Aber die Abschlussfahrt, die ist, nun ja, irgendwie heilig.
Wir hatten damals zwei Reisebusse, doppelstöckig, Frachtraum für sieben Kurse. Taschen verstauen, Eltern loswerden, Flaschenklirren beim Einsteigen - das ist der Sound der Vorfreude.
Den Ersten, Fischi, haben wir in Nürnberg verloren: Er hat im Vollrausch seinen Mageninhalt auf den Schoß des Schulsprechers entleert und durfte nach 120 Fahrtkilometern gen Süden in einer Polizeistation auf seine Eltern warten. Der Rest von uns kam bis in die Toskana.
Voller Glückshormone am Strand
Es gab, ich erinnere mich, Kultur. Jede Menge. Wahrscheinlich toll. Nein, ehrlich, wir sind mit Videokameras und Fotoapparaten bewaffnet tapfer durch Florenz und Verona getappt. Doch die Hitze des Tages hat immer nur das Fieber der Nacht geschürt. Und die Mikrofonvorträge des Reiseführers waren nur ein Summen, ein Tusch, ein Trommelwirbel für den Vorhang, der mit dem ersten Kronkorken am Abend fällt.
Wir saßen mit Weißwein, Bier, Chips und Glückshormonen am Strand. Alle Schulter an Schulter, als wären wir schon immer eine große Familie, die besten Freunde gewesen.
Aus der Jugendzeitschrift YAEZ (Ausgabe März 2009), zitiert nach spiegel.de
Tatsächlich hat sich in den letzten Jahrzehnten die Kultur der Schulabschlussfahrten immer weiter entwickelt zu einem Initiationsritual ins Erwachsenenalter des Alkoholkonsums und der Enthemmung.
Mittwoch, 22. April 2009
Und den töteten sie (Markus 12, 5)
Dienstag, 21. April 2009
Montag, 20. April 2009
Nun doch kein Lehrerstreik am Donnerstag
Sonntag, 19. April 2009
Unter Astrologen
Hallo (...),
Bin von Deinem Astrologischen Stundenbuch beeindruckt.
Ohne vorher in Dein Horoskop zu schauen, hatte ich das Gefühl, dass Du den Inhalt der Texte aus einer höheren Ebene beziehst. Nun sehe ich, Deine starke Haus 12 Besetzung und das Fische Zeichen darin.
Nun noch eine Verständnisfrage, auf welche Art und Weise Du kreierst. Befindest Du Dich in einer Situation, z.B. vor Deinem Lieblingscafe wird geraucht, Du schreibst Deine Eindrücke zu einer bestimmten Zeit nieder und schaust dann ins Stundenhoroskop oder lässt Du Dich z.B. von Merkur im Krebs inspierieren?
Ich gebe Dir mal meine Webseiten. (...)
Fremd...
Fremd zieh' ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh', -
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit,
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such' ich des Wildes Tritt.
Was soll ich länger weilen,
Daß man mich trieb hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus;
Die Liebe liebt das Wandern -
Gott hat sie so gemacht -
Von einem zu dem andern.
Fein Liebchen, gute Nacht!
Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad' um deine Ruh',
Sollst meinen Tritt nicht hören -
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib' im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab' ich gedacht.
Der Leiermann
Eines der traurigsten und schönsten musikalischen Werke für jede betrübte Seele: Schuberts Winterreise.
Samstag, 18. April 2009
Auto fahren? Irgendwo, nur bitte nicht entlang der Strecke -. oder gar quer zu ihr...
Gegen die Muskelstärke der Läufer haben Pferdestärken am Sonntag das Nachsehen. Zumindest zwischen 6.30 Uhr, wenn es zu den ersten Straßensperren kommt, bis 15.30 Uhr. Die wichtigsten Punkte:- Start Der Startbereich in der Wagramer Straße und mit ihm die Reichsbrücke ist ab 6.30 Uhr für den Individualverkehr gesperrt, auch die Ausfahrten "Kagran" und "Reichsbrücke" der Donauuferautobahn A22 sind bis etwa 10.30 Uhr unpassierbar.
- Ring In der Innenstadt wird es ab 7 Uhr eng, wenn der Ring zwischen der Operngasse und der Bellariastraße geschlossen wird. Ab 7.30 Uhr wird die Sperre bis zur Urania ausgedehnt, bis gegen 16 Uhr fährt dort dann kein Auto mehr. Auf der zweiten Ringhälfte, zwischen der Bellariastraße und dem Franz-Josefs-Kai, dauert die Sperre zwischen 8 und etwa 13.30 Uhr.
- Autobahn Ab 8 Uhr ist beim Knoten Prater die Abfahrt von der A23 Richtung Zentrum gesperrt. Auf der Ostautobahn, der A4, ist die Abfahrt Zentrum gesperrt, bis um 15.30 Uhr wieder freie Fahrt herrscht.
- Gürtel und Westen Ab 9 Uhr empfiehlt es sich schließlich auch, den Gürtel zu meiden. Zwischen der Schönbrunner Straße und dem Westbahnhof ist ohne Laufschuh kein Durchkommen. Desgleichen auf der Wienzeile zwischen Ring und dem Schloss Schönbrunn bis etwa 12 Uhr zu. Ebenfalls zwischen 9 und circa 12.15 Uhr ist die Zweierlinie zwischen der Neustiftgasse und dem Schwarzenbergplatz gesperrt.
Öffentlich hat man schon am Samstag erste Probleme vorwärtszukommen. Die Innenstadtbuslinie 2A ist am Samstag ganztägig eingestellt. Am Lauftag selbst sind fast 30 Straßenbahn- und Buslinien von Teilsperren und Routenänderungen betroffen. Linien, die über den Ring oder die Westeinfahrt fahren, sind hauptsächlich davon betroffen.
Bei den Wiener Linien registrierte man bisher dennoch keine Lauf-Beschwerden. "Für die Wiener ist klar, dass dieser Sonntag dem Marathon gehört", meint Sprecher Johann Ehrengruber. Touristen, die sich statt einer gemütlichen Ring-Rund-fahrt in der Tramway plötzlich Sportler- und Zuschauermassen gegenübersehen, hätten sich darüber noch nie beklagt.
DerStandard.at 16.04.2009
Dienstag, 14. April 2009
Männer
Alle diese Einschätzungen stimmen. Da gibt es genug Untersuchungen und eigene Erfahrungen, die das belegen. Was mir an diesem Männerbild nicht gefällt ist, dass es nur Negantivbeschreibungen sind. Ich habe selbst bei manchen Männerforschern den Eindruck, sie teilen die Welt ganz eindeutig in gute und schlechte Menschen. Und die guten sind zweifellos die Frauen, während die schlechten die Männer sind. Das begegnet mir selbst in der Kirche, da vielleicht nur versteckter."
Ob im Knieen, Stehen oder Sitzen...
Vor dem Urknall
Bojowald: Wir können jetzt zum ersten Mal mathematische Gleichungen befragen, um zu erfahren, was vor dem Urknall gewesen sein könnte. Wir sehen zumindest, dass es auch vorher ein Universum gab und dass es schrumpfte. Es zog sich auf engsten Raum zusammen, kam dann in eine heiße und dichte Phase, bis die Raumzeit wieder anfing zu wachsen. Das Entscheidende ist, dass man überhaupt Gleichungen benutzen kann, um etwas vor dem Urknall auszurechnen. In der Allgemeinen Relativitätstheorie funktionierte das bislang überhaupt nicht. Wenn wir dort rückwärts durch die Zeit blickten, schrumpfte das Universum am Zeitpunkt Null zu einem einzelnen Punkt. Mathematisch gesprochen nennt man das eine Singularität. Hier brachen die Gleichungen zusammen, und die Physik ergab keinen Sinn mehr.
SZ: Es gab also gar keinen Urknall?
Bojowald: Der Urknall war zumindest nicht der Anfang des Universums, es existierte davor schon etwas. Im Übergang vom "Davor" zum "Jetzt" gab es eine Phase, in der die Materie stark konzentriert war. Die Eigenschaften dieser Phase kann man noch am Aufbau des Universums, an der Hintergrundstrahlung, den Sternen und Galaxien ablesen. Das Universum war aber nie in einem Punkt mit - physikalisch sinnloser - unendlich hoher Dichte konzentriert, wie die konventionelle Vorstellung vom Urknall besagt.
SZ: Das heißt, wer vom Urknall spricht, hat eine mathematische Fiktion als physikalische Realität fehlgedeutet?
Bojowald: Wenn man den Urknall als den Anfang des Universums ansieht, dann ist es eine Fehldeutung.
SZ: Was setzen Sie an die Stelle des schönen Bildes vom Urknall?
Bojowald: Die Theorie der Quantenschleifen-Gravitation, die wir schon seit einiger Zeit entwickeln, versucht die Allgemeine Relativitätstheorie mit Eigenschaften der Quantentheorie zu kombinieren. Dabei ist die Raumzeit nicht mehr eine gleichmäßige, lückenlose Folie, sondern sie ist quantisiert, sie hat auf sehr kleinen Längenskalen eine gestückelte Struktur. Raum und Zeit bestehen also aus winzigen Bausteinen, sozusagen aus Raumzeit-Atomen. Deren Größe ist weit geringer als alles, was mit modernen Teilchenbeschleunigern untersucht werden kann. Diese Gitterstruktur spielte in der Phase eine entscheidende Rolle, als das gesamte Universum selbst extrem klein und dicht war, wie es während des Urknalls gewesen sein muss. Die Gitterstruktur bewirkt, dass die Raumzeit nicht beliebig schrumpfen kann. Wenn es eng wird, wirkt die Gravitation nicht mehr nur anziehend, sondern kann auch abstoßend wirken. So können wir die mathematische Schwierigkeit eines unendlich dichten Universums vermeiden.
SZ: Inwieweit kann man Ihre mathematische Lösung als physikalische Realität betrachten?
Bojowald: Das neue Bild aus der Quantenschleifen-Gravitation ist auf jeden Fall besser als die Singularität des Urknalls, weil alle Größen, die man ausrechnen kann, endlich sind und physikalisch sinnvoll. Trotzdem ist Ihre Frage berechtigt. Es ist alles nur Mathematik, und wir versuchen das zu interpretieren und auf das Universum anzuwenden. Ob das wirkliche Universum und die Natur dem entsprechen, ist eine andere Frage. Theorien können immer falsch sein.
SZ: Wie könnte man Ihre Theorie experimentell beweisen?
Bojowald: Wir möchten in Aufnahmen vom frühen Universum indirekte Hinweise auf die Quantelung der Raumzeit suchen. Wir versuchen darum schon seit einiger Zeit auszurechnen, was sich in den Satelliten-Bildern zeigen müsste, wenn es dieses feine Raster im Universum gibt. Im Alltag würden wir davon wenig merken, es hat ja auch sehr lange gedauert, bis Physiker nachgewiesen haben, dass die Materie aus Atomen besteht.
(...)
SZ: Was bedeutet es für ein Gebiet wie Ihres, dass nur noch wenige Spezialisten die Theorien überhaupt verstehen?
Bojowald: Es sind ja auch in einem kleinen Feld wie meinem immerhin noch rund 100 Leute, die die Details verstehen und überprüfen könnten. Das ist ein gute Zahl - da braucht man sich keine Sorgen zu machen.
SZ: Hat der Verstand der meisten Menschen deshalb Probleme mit der Relativitätstheorie oder Quantentheorie, weil sie erst in Größenordnungen ihre Kraft entfalten, die unserer Wahrnehmung unzugänglich sind?
Bojowald: Wenn ein Physiker ausgebildet wird, hat er ja zunächst einmal die gleichen Probleme. Die Sinne genügen nicht mehr, darum werden die Phänomene mathematisch erschlossen. Irgendwann gewöhnt man sich an die komplizierten und unanschaulichen Sachverhalte - so ähnlich wie man sich ja auch keine Gedanken mehr darüber macht, wie man sieht. Auf ähnliche Weise muss es auch für Nicht-Physiker geschehen. Je mehr Darstellungen von unterschiedlichen Blickwinkeln es gibt, die allgemein verständlich sind, umso mehr sollte sich auch die Allgemeinheit daran gewöhnen.
(...)
SZ: Sie sind jetzt so weit, dass Sie über den Urknall hinaus rechnen können. Gibt es noch Grenzen der Erkenntnis?
Bojowald: Was war denn nun wirklich der Anfang des Universums? Das ist, denke ich, eine Frage, die man in der Kosmologie nicht wird beantworten können. Es war nicht der Urknall, aber dadurch verschieben wir den Anfang sozusagen zurück. Wann und wie er war, das ist derzeit nicht absehbar - vielleicht noch nicht einmal vorstellbar.
Aus einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" mit dem Physiker Martin Bojowald
St. Anna
Träume in Technicolor?
Aus der Filmbeschreribung zum Film "Julius Cäsar" (USA 1953) auf tvtv.de
Die längste Zeit meines Lebens habe ich in Schwarzweiß geträumt, nur wenige Farbjahre waren dazwischen. Derweil bin ich wieder bei Schwarzweiß angekommen. Gibt es eigentlich Statistiken darüber, wie viele Menschen in Farbe und wwie viele in Schwarzweiß traumen?
Montag, 13. April 2009
Der Glaube der Österreicher
Wie das Linzer Institut für Markt- Sozialanalysen (IMAS) mitteilte, bekannten sich 47 Prozent der 1.000 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung befragten Personen zum Glauben an Gott. 42 Prozent beziehungsweise 34 Prozent sind überzeugt, dass es Wunder und ein Leben nach dem Tod gibt. Für jeweils 28 Prozent ist es glaubhaft, dass Jesus als Gottessohn geboren wurde, dass es Engel gibt und dass Jesus von den Toten auferstanden ist. 23 Prozent sind der Meinung, dass es einen Himmel gibt, in den man kommen kann.
22 Prozent der Österreicher glauben laut IMAS an Geisterscheinungen, 16 Prozent jeweils an eine Wiedergeburt, bei der man als eine andere Person neu auf die Welt kommt und, dass die Astrologie über das Schicksal von Menschen Auskunft geben kann. Die IMAS-Unfrage ergab ferner, dass jeweils 15 Prozent von der Existenz des Teufels sowie der Hölle überzeugt sind. Für 14 Prozent ist es plausibel, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde. Für elf Prozent existieren UFOs. Dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat, beziehungsweise daran, dass es Hexen gibt, glauben jeweils neun Prozent. Die IMAS-Umfrage weist auch auf den interessanten Aspekt hin, dass die Urknall-Theorie von 30 Prozent der Österreicher als Ausgangspunkt der Entwicklungsgeschichte akzeptiert wird, ohne dass der Gottesglaube dadurch rückläufig wurde.
jesus.de (epd)
Sehnsucht nach Verewigung
Atemberaubende Zahlen
Nur rund 32 Prozent der deutschen Bevölkerung legen Wert auf die religiöse Erziehung von Kindern, für 48 Prozent hingegen ist diese unwichtig. Die Studie, die sich mit den Themen Familie und Erziehung beschäftigt, zeigt zudem, dass 57 Prozent der 16- bis 29-Jährigen nicht viel von religiöser Erziehung halten. Nur 15 Prozent der Befragten empfindet sie als wichtig. Auch etwa die Hälfte der 30- bis 59-Jährigen erachtet religiöse Werte bei der Kindererziehung als unbedeutend, rund 30 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt. Lediglich bei Menschen ab 60 Jahren ist es umgekehrt. Dort stimmen rund 47 Prozent der religiösen Erziehung zu, 39 Prozent halten sie für unwichtig.
Schon bei Kindern dominiert der Computer
In Rahmen der Studie wurde auch der Medienzugang von Kindern befragt. Zwei von drei 14-Jährigen besitzen bereits einen eigenen Fernseher. Unter den 3- bis 5-Jährigen haben etwa 4 Prozent einen eigenen Fernseher. Auch die Nutzung von Computern liegt bei den 6- bis 9-Jährigen schon bei 43 Prozent. Bei den 14- bis 17-Jährigen gibt es nur 8 Prozent, die vom Computer gar keinen Gebrauch machen. In dieser Altersgruppe nutzen 85 Prozent der Jugendlichen das Internet, bei den 10- bis 13-Jährigen etwa die Hälfte.
Mit dem "Generationen-Barometer" will das "Forum Familie stark machen", der Auftraggeber der Studie, öffentliche und private Auseinandersetzungen mit der Veränderung der Generationenbeziehungen durch regelmäßige Studie begleiten. Der Verein bezeichnet sich selbst als überparteilich und überkonfessionell. Das Institut Demoskopie für Allensbach führte sowohl die erste Studie im Jahr 2006 als auch die aktuelle Studie durch. Vorsitzender von "Forum Familie stark machen" ist der Theologe Hubertus Brantzen.
Sonntag, 12. April 2009
Händel - heute
Das Jahr der Jubiläsen: Nicht nur Haydn, auch Händel wird gefeiert. Als Studentbesuchte ich die Göttinger Händelfestspiele, damals war das noch etwas Besonderes, da galt es, Werke der Vergessenheit zu entreißen, die sich noch nicht im Tonträgerrepertoire fanden. Heute aber ist Händel populärer denn je, und das gilt auch für seine Opern, die lange Zeit im Schatten standen.Silke Leopold sucht in der NZZ von gestern nach Erklärungen: "Was aber ist es, das Händels Opern so aktuell erscheinen lässt? Zwei Beispiele mögen dies verdeutlichen. Eine der wirkungsmächtigsten Veränderungen der letzten Jahre sind die zunehmend als fliessend wahrgenommenen Grenzen zwischen Realität und Virtualität, zwischen Schein und Sein. Virtual Reality, Second Life – sich per Mausklick in eine andere Welt zu begeben, zurückzukehren in die Wirklichkeit, die nach der virtuellen Erfahrung selbst eher wie eine Scheinwelt wirkt, das ist eine neue Erfahrung, die sich von dem, was man traditionell Phantasie zu nennen pflegt, vor allem dadurch unterscheidet, dass sie nicht im Kopf entsteht, sondern durch Bilder von aussen herangetragen wird.
Von solchen Scheinwelten ist die Barockoper, sind Händels Opern voll. Wenn etwa Ruggiero von Alcinas Zaubergarten – im Wissen, dass dieser ein gefährliches Trugbild ist – Abschied nimmt, um in die harte Realität des Krieges zurückzukehren, so legte Händel ihm in «Alcina» (1735) eine Musik in den Mund, die nicht etwa von Erleichterung oder Abscheu kündet, sondern eher von Bedauern und Sehnsucht. Statt dem als Blendwerk entlarvten Paradies abrupt den Rücken zu kehren, gibt Ruggiero durch seine überirdisch schöne, zwischen höfisch-zeremoniellem Menuett und melancholisch-klagender Sarabande changierende Arie «Verdi prati, selve amene» zu erkennen, dass er sich kaum trennen kann und die Zeit der Illusionen schier bis ins Unendliche ausdehnen möchte.
Eine andere Parallele zwischen den Menschenbildern, die Händel in seinen Opern entwirft, und Entwicklungen, die unsere heutige Gesellschaft betreffen, lässt sich in den Geschlechterrollen ablesen. Starke, selbstbestimmte Frauen wie Rodelinda oder Partenope, Männer, die nicht nur mutig, sondern auch zärtlich und den Frauen nicht überlegen, sondern ebenbürtig sind – das war sicher keine Rollenverteilung, wie sie das 19. Jahrhundert (und seine Erben im 20.) schätzte. An der Wende zum 21. Jahrhundert aber wird einer derartigen Rollenverteilung durchaus Modellcharakter zuteil. Die wachsende Beliebtheit der Kastratenpartien, der Männerstimmen in Frauenlage, hat nicht nur etwas mit der Schlüsselloch-Perspektive zu tun, wie sie in Gérard Corbiaus Farinelli-Film von 1995 breit ausgespielt wurde, sondern auch mit einem sich verändernden Rollenverständnis in unserer Gesellschaft."
So könnte tatsächlich der sich wandelnde Zeitgeschmack Ausdruck von tiefer gehenden Bewusstseinsveränderungen sein. Musiksozilogie kann auch etwas beitragen zur Erhellung der eigenen Gegenwart.
Samstag, 11. April 2009
Über Gott oder unter dem Kreuz?

(...) Inzwischen hat der Streit um das Sühneopfer Jesu (gibt man es auf, kann man, wie der Theologieprofessor Ulrich Eibach schreibt, auch gleich das Abendmahl mit abschaffen) weite Teile der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erfasst.
Was sollen wir dazu sagen? Zum einen: In den Evangelien spielt die Deutung des Todes als Sühnopfer tatsächlich eine nachgeordnete Rolle, nur im Bericht vom letzten Mahl tritt sie in den Einsetzungsworten deutlich hervor. Vielleicht ist Jesus nicht von Anfang an alles bewusst geworden, wir dürfen sicher auch damit rechnen, dass sich sein Bewusstsein von seiner Sendung und ihrem letzten Ziel erst nach und nach entwickelt hat. Darum ist es sehr begreiflich, dass die Deutung des Todes Jesu als Sühnopfer oder Loskauf, als stellvertretendes Leiden für die Menschen, in den übrigen Schriften des Neuen Testaments häufiger zu finden ist, und zwar so häufig, dass man nicht leugnen kann, dass dieser Versuch, das Geheimnis des Todes zu begreifen, ein zentraler Punkt des Christentums ist. Zum anderen: Was ist das für eine Theologie, die sich anmaßt, über Gott zu stehen und zu entscheiden, was aus der Bibel denn bitte mit dem liebenden Gott zu vereinbaren ist. Gott ist nicht nur lieb und nahe, sondern auch oft ferne und furchterregend. Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? So war es in der gestrigen Tageslosung aus dem Propheten Jeremia zu lesen. Und Jesus selbst hat diese Gottesferne erlebt – am Kreuz.
Nein, wir stehen nicht über Gott, er hat sich nicht nach unseren Vorstellungen zu richten. (Das haben die Religionskritiker des 19. Jahrhunderts wie Ludwig Feuerbach ja dem Christentum vorgeworfen, aber es ist nicht so, dass wir Gott nach unserem Bilde einfach gestalten oder umgestalten können.)
Wir stehen nicht über Gott, sondern unter dem Kreuz. Das heißt unter dem Himmel, der auch oft verhangen ist. Wir stehen ehrfürchtig vor einem Geheimnis, vor dem scheinbaren Scheitern des Gottgesandten in einem schimpflichen Verbrechertod. Und da wollen wir stehen bleiben. Das heißt glauben, auch die offenen Fragen aushalten im Vertrauen auf Gott. (...)
Aus der Karfreitagspredigt
Abend des offenen Sarges
Der zweifelnde Thomas

Mark Tansey (* 1949 San José, Kalifornien): Doubting Thomas
Dieses Bild ist nicht unrealistisch, in Erdbebenzonen wie dem Sankt-Andreas-Graben in Kalifornien, kommt es nach Erdstößen zu solchen sicht- und tastbaren Rissen. Und trotzdem ist da ein Spiel mit der Realität: Das Bild ist nahezu fotorealistisch gemalt, aber ein Foto ist es eben nicht, (auch nicht ein computernachbearbeitetes) sondern ein Ölgemälde des postmodernen amerikanischen Künstlers Mark Tansey. Der Titel bringt die seltsame Szene in Verbindung mit der Bibel: „Doubting Thomas“, der zweifelnde Thomas heißt dies Kunstwerk.
Wie der Jünger Thomas legt der Mann seine Finger in die Wunde der Erde, die sich klaffend auftut als langer Riss, nur sehr entfernt der Seitenwunde Christi gleichend. Auch der moderne, wissenschaftsgläubige Mensch, traut seinen Fingern mehr als seinen Augen, seinem Tastsinn mehr als allen anderen Wahrnehmungen. Ob es denn wahr ist – und nicht nur eine Phantasie, das will ertastet sein.
In Mark Tanseys Gemälden geht es um die Wirklichkeit, um die Grenzen des Sichtbaren, die Brechungen der Realität. In diesem Bild zieht sich der Riss schon unter dem Auto durch, das Paar ist über die Spalte gefahren, das Auto ist mit zwei Rädern schon „drüben“.
Die Grenzen der „Wirklichkeit“ sind Teil der Wirklichkeit. Vom Titel her lässt sich dieses Bild auch anders lesen: Das, was der Jünger Thomas bezweifelt, das Aufscheinen der Realität Gottes in der Realität der Welt, der Triumph des Lebens über den Tod ist keine Erscheinung jenseits der Pforten der Wahrnehmung – sondern mitten unter uns da.
Diese Erkenntnis ist nicht jedem zugänglich. Das Irritierende daran, das Aufregende, Spannende, Unglaubliche lässt viele Menschen unberührt – so wie die Frau im Auto. Für die anderen aber gilt: Wer es fassen kann, der fasse es. Der fasse hin. Der berühre das Geheimnis.
Nacht und Morgen
Ostern ist ein Fest der Frühe. Fast alle Rituale und Bräuche, vom Gottesdienst nach Mitternacht bis zur Eiersuche der aufgeregten Kleinkinder, vom Schöpfen des Osterwassers in der Dämmerung bis zum familiären Frühstück, werden morgens begangen. Dies entspricht zunächst der Bibel, wo Maria Magdalena „früh, da es noch finster war“, zum leeren Grab kommt. Doch nicht nur zum Hergang von Ostern gehört die Frühe, sondern auch zu dessen Gehalt.
Das Gleichgewicht anstreben zwischen Trauer und Triumph der österlichen Botschaft
Wer sich die Augen reibt, spürt das Aufschreckende der Auferstehung, verwirrend wie ein plötzliches Wachrütteln. Ostern feiern nicht Ausgeschlafene, sondern Aufgeweckte – die dann im Spiegel die Spuren dessen sehen, was zuvor geschah. Denn das ist ja das Besondere dieser Frühe: Es ist eine Frühe danach, nach dem letzten Abendmahl, der Finsternis beim Kreuzestod, der Schwärze des Grabes.
Diese Dialektik der Frühe zwischen Nacht und Morgen kommt bei der Würdigung von Karfreitag und Ostern oft zu kurz. Die Populärkultur meidet das Kreuz und umgibt sich schon in der Karwoche mit Hasen und Eiern. Bei Katholiken und Orthodoxen droht zuweilen der österliche Triumph die Trauer von Golgatha zu übertönen. Und bei Protestanten lässt sich manchmal Misstrauen gegenüber der Osterfreude spüren, eine Neigung, die Realität der Kreuzigung dem Wunder der Auferstehung vorzuziehen.
Christus ist nicht nur als Sühneopfer gestorben
Bedenklich wird dies, wenn einige protestantische Theologen Karfreitag gegen Ostern, den historischen Jesus des Predigens und der Kreuzigung gegen den durch die Christen verkündigten Auferstandenen ausspielen wollen. Dies lässt sich derzeit in manchen Diskussionen darüber beobachten, ob Jesus als Gotteslamm im Sinne eines Sühneopfers zur Vergebung der Sünden gestorben ist. Zwar ist es richtig, diese Sühneopferthese des Paulus als zeitgebunden zu analysieren, bei der die ersten Christen an zeitgenössische Opfervorstellungen anknüpften, um zu erklären, wie die Kreuzigung im Licht von Ostern zu verstehen sei. Nichts verpflichtet Christen, nur auf diese Weise den Zusammenhang von Karfreitag und Sündenvergebung zu erklären.
Viele Christen verweigern sich einer Deutung des Leben und Sterbens Christi in religiösem Sinne
Bedenklich aber wird es, wenn Christen nicht nur diverse nachträgliche Deutungen diskutieren, sondern die Nachträglichkeit als solche angreifen, nach dem Muster, man wolle nur an Jesus glauben und sich von allem fernhalten, was über sein Leben und Sterben später deutend gesagt wurde. Ausgeblendet wird dabei, dass Nachträglichkeit die Voraussetzung des Christentums ist. Ostern selbst, die Auferstehung, ohne die Jesus ja nicht als Christus anzubeten wäre, ist eine nachträgliche Interpretation.
Am Kreuz wurde die Sünde überwunden
Direkt nach Jesu Tod konnten seine Anhänger ihn bloß für einen genialen, göttlich begabten Verkünder halten, der aber die Kategorien transzendentaler Auszeichnung nicht durchbrochen hatte und der deshalb wie so viele andere seiner Art scheiterte. Erst als die Jünger an die Auferstehung zu glauben begannen, wurden sie gewiss, dass Jesus die Kategorien durchbrochen hatte und der Christus sei. Dadurch aber erschien seine ganze Person, sein ganzer Lebensweg in neuem Licht. Wer dann nun, wie es die Christen mit Recht tun, auch an der Karfreitagserfahrung festhält und diese somit in die Gestalt des Christus integrieren muss, kann nicht anders, als auch die Kreuzigung im Zusammenhang mit dem Heil des Christus zu sehen, zu der Sündenvergebung gehört. Ja, weil die größte Sünde das Foltern und Töten ist, muss, wenn das Heil des Christus darüber triumphiert, gerade am Kreuz die Sünde überwunden worden sein. So sind Karfreitag und Ostern, das Vorherige und das Nachträgliche, Nacht und Morgen aufeinander verwiesen.
Die Dialektik zwischen realem und transzendiertem Leid ist wesentlich für den christlichen Glauben
Durchs Prinzip der nachträglichen Neudeutung macht sich das Christentum auch ehrlich und zeigt, dass es im Glauben gründet, dessen Entstehung im verwirrten Augenreiben der Frühe zu spüren ist. Demgegenüber wäre eine Beschränkung auf Jesu reales Leben und Verkündigen ein schwächliches Kneifen vor atheistischer Kritik, ein Verzicht auf den Anspruch, vom Osterwunder her die Welt und auch den Tod in einer Dialektik zu sehen, wo das Leid real bleibt und doch im Nachhinein verwandelt ist. Diese Dialektik, aufgespannt in der Doppelstruktur von Karfreitag und Ostern, gehört zum Faszinierendsten des christlichen Glaubens. Er verarmt, wenn jene Dialektik der Frühe zwischen Nacht und Tag aufgelöst wird.
Matthias Kamann: Wenn Hasen und Eier das Kreuz verdrängen, welt-online, 10.04.2009
Freitag, 10. April 2009
Visionäre Zusammenschau des Mysteriums
Menschheit vor Feuerschlünden aufgestellt,
Ein Trommelwirbel, dunkler Krieger Stirnen,
Schritte durch Blutnebel; schwarzes Eisen schellt,
Verzweiflung, Nacht in traurigen Gehirnen:
Hier Evas Schatten, Jagd und rotes Geld.
Gewölk, das Licht durchbricht, das Abendmahl.
Es wohnt in Brot und Wein ein sanftes Schweigen
Und jene sind versammelt zwölf an Zahl.
Nachts schrein im Schlaf sie unter Ölbaumzweigen;
Sankt Thomas taucht die Hand ins Wundenmal.
Georg Trakl
Passt auch zu Karfreitag
Albert Einstein
Nun scheinen sie schon hervor...
Hoffnung im skeptischen Konjunktiv
Donnerstag, 9. April 2009
Nicht nur nah, er sagt es selbst
Jeremia 23,23.24 (Tageslosung für den heutigen Gründonnerstag)
Weil Mose stotterte...
Henryk M. Broder: The Same Procedure As Every Year, im Blog "Die Achse des Guten"
Mittwoch, 8. April 2009
Mit ihnen zusammen...
Priester: Allmächtiger ewiger Gott, du hast Abraham und seinen Nachkommen deine Verheißungen gegeben. Lass uns erkennen wie uns Menschen dieses Volkes durch die Jahrhunderte hin an große Gestalten der biblischen Tradition erinnern: wie Mose haben sie der Welt den Spiegel der 10 Gebote vorgehalten; wie Jakob mit dem Engel und wie Hiob haben sie mit dir gerungen; wie der leidende Gottesknecht haben sie alle Gewalt auf sich gezogen. Darum lass uns sie als deine Zeugen in Ehren halten. Und lass die Wunden, die Ihnen geschlagen wurden verheilen, so dass wir mit ihnen zusammen die Fülle der Erlösung erlangen können. Darum bitten wir durch Christus unsern Herrn.
Dienstag, 7. April 2009
Abstinenz? Nein, natürlich nicht!
Letzte Perspektive
Stille Woche
Montag, 6. April 2009
Die ruinierte Oper
Viele Schaumschläger
Sie müssten ja sonst wissen, dass man Sänger aufbauen muss, dass man sie nicht verbrauchen darf. Man muss wissen, was man ihnen zumuten kann. Es gibt ja viele Schaumschläger, die in der Oper ihre Karriere machen, aber die Oper nicht weiterbringen. Ich habe schon vor 30 Jahren gesagt: "Wenn wir jetzt nicht aufbauen, dann haben wir in 30 Jahren keine Zukunft mehr", und genau da sind wir jetzt. Was würden Sie singbegeisterten Menschen empfehlen, um das Potential ihrer Stimme weiter zu entfalten? Kollo: Wenn sie das nur im privaten Rahmen machen, ja, dann sollen sie singen - im Chor. Da kommt es ja nicht so drauf an, dass jeder Ton eine Perle ist. Richtig singen ist nicht so einfach, wie die Leute glauben. Richtig singen können sie vielleicht, wenn sie das 15 Jahre gemacht haben. Dann kommen sie langsam dahin, wo sie eigentlich hin gedacht haben. Der alte Sängerwitz ist immer, wenn einer 70 ist und sagt "Jetzt kann ich's".













