Dienstag, 14. April 2009

Männer

"Wie also sind Männer einzuschätzen? Innerhalb von Psychologie, Soziologie und anderen Sozialwissenschaften werden Männer zumeist als mit Defiziten behaftet angesehen: Männer können nicht über sich sprechen, Männer haben keinen Kontakt zu ihren Gefühlen, Männer sind oft hilflos, wenn es um das eigene Innere geht. Besonders deutlich wird das auf dem Gebiet der Gesundheit. Männer sterben im Schnitt über sechs Jahre eher als Frauen. Und der Grund dafür wird darin gesehen, dass Männer Raubbau mit ihrem Körper betreiben,dass sie sich zu oft unter großen Leistungsstress setzen, dass sie zu sehr an die Erfüllung fremder Anforderungen denken als an ihr Wohlbefinden. Männer sind also letztlich an ihren Problemen selbst schuld.

Alle diese Einschätzungen stimmen. Da gibt es genug Untersuchungen und eigene Erfahrungen, die das belegen. Was mir an diesem Männerbild nicht gefällt ist, dass es nur Negantivbeschreibungen sind. Ich habe selbst bei manchen Männerforschern den Eindruck, sie teilen die Welt ganz eindeutig in gute und schlechte Menschen. Und die guten sind zweifellos die Frauen, während die schlechten die Männer sind. Das begegnet mir selbst in der Kirche, da vielleicht nur versteckter."


Das eigene Mannsein offen und öffentlich kritisch zu sehen, ist eine Position, die schnell in den Homosexualitätsverdacht bringt. Dabei wissen die meisten Männer tief in ihrem Herzen, dass natürlich die Frauen das starke Geschlecht sind, dem gegenüber wir Männer mancherlei Defizite aufzuweisen haben.

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