Dienstag, 6. Juli 2010

Wer will die Wahrheit hören?

Die Sprache der Dichter


Ein Liebender tötet nicht seinesgleichen. Der Fuchs
Frißt heimlich, wenn er hungrig ist. Wer in dieser Welt
Nach etwas sucht, hat seine Lektion nicht gelernt.


Und wir, die Dichter, was sollen wir
Den einfachen Menschen sagen? Sollen wir sagen, daß wir
Seit Anbeginn der Schöpfung nichts als Staub gewesen sind,
  oder sollen wir schweigen?
Doch wie läßt sich die Sprache des Schweigens
An einen verkaufen, der Großhandel treibt?

Salman Massalha
[Aus dem Arabischen von Khalid Al-Maaly und Heribert Becker]

Sommer

Und nun ist Sommer. Seit heute habe ich Urlaub. Die Kirche ist außen fertig, die Renovierung noch lange nicht bezahlt. Trotzdem werden wir uns nun der Innenrenovierung zuwenden. Aber jetzt ist erst einmal Sommer, und das ist in Wien in allen gesellschaftlichen und gemeindlichen Belangen eine Zeit der großen Ruhe...

Ein meditatives Gedicht - eine Anregung zum Nachdenken, nicht nur für Geistliche

Nähe

Wer ist Gott am nächsten: der Dichter, der nachts reflektiert,
   oder der Prediger, der von der Kanzel herabbrüllt?
Wer ist Gott am nächsten: einer, der Computer erfindet,
   oder einer, der alles besser weiß, was die Gebote 
   der rituellen Waschung betrifft?
Wer ist Gott am nächsten: der Baum oder der Ort des Gebets?
Wer ist Gott am nächsten: ein Tropfen Tau im Morgengrau'n
   oder die Demonstration?

Bassim an-Nabris
[Aus dem Arabischen von Khalid Al-Maaly und Heribert Becker]

Rückblick auf den 20. Juni












Das Ereignis des Jahres für unsere Gemeinde war der Festgottesdienst zum Anschluss der Außenrenovierung der Lutherkirche mit anschließendem Gemeindefest am 20. Juni 2010. Und es hat nicht einmal geregnet, so dass wir auch im Garten feiern konnten. Ein gelungener Festtag, der manches an Mühe und Ärger auf dem Weg dahin vergessen ließ.