Montag, 24. März 2008

Wien XVIII, Kreuzgasse

Voyager

Sehnsucht nach Hessen, wo ich fast drei Jahrzehnte gelebt habe, kommt fast nie auf, am ehesten bei akustischen Reminiszenzen: Das Internet macht es möglich, auch in Wien hr2 zu hören, und das Programm dieser Kulturwelle weckt schon mitunter heimatliche Gefühle, etwa am späten Sonntagabend, wenn in der Stunde vor Mitternacht Robert Lueg das Programm "Voyager" mit elektronischer und psychedelischer Musik präsentiert, eine Sendung, die es schon seit Jahrzehnten geben muss...

U-Bahn-Station Universität/Schottentor

Eine fast religiöse Selbstinszenierung der Moderne in dieser Station der U 2.

Nach fast sieben Monaten...

Nach fast sieben Monaten ist die Frage, ob ich mich eingelebt habe und wohl fühle, leichter zu beantworten als nach vier Wochen: Die Antwort ist: Ja! Ich fühle mich sehr wohl, gut aufgenommen und gut aufgehoben in dieser Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien-Währing, so wohl, wie ich mich noch in keiner Gemeinde gefühlt habe.
Natürlich ist vieles anders als in Deutschland, als in Kurhessen-Waldeck. Aber das sind Unterschiede der Organisation, der Kirchenverfassung. Natürlich ist da die Minderheitensituation, die besondere Probleme mit sich bringt, insbesondere beim schulischen Religionsunterricht. Aber vor allem ist es doch eine christliche Gemeinde mit all den typischen Problemen und bekannten Konstellationen, mit den Gruppen und Grüppchen, mit den verschiedensten Richtungen und Ausprägungen der Frömmigkeit, wie das wohl überall ist. Aber selbst die Konflikte sind hier freundlich gedämpft durch die ganz besondere Wiener Mentalität...
Ich bin gerne Pfarrer in Wien-Währing, freue mich über das Engagement vieler Menschen und die Professionalität der Mitarbeiter. Es war eine gute und richtige Entscheidung, hierher zu wechseln. Und vor allem ist da der seltene Glücksfall, mich mit meinem Pfarrerkollegen wunderbar zu verstehen - und das vom ersten Kennenlernen an.

Am Abend in Währing