Montag, 7. Juli 2008

You made my day

Diese für mich zunächst ausgesprochen rätselhafte Haftnotiz fand ich an einem Brief, den ich allen betroffenen Klassenvorständen der HLW 19 ins Fach gelegt hatte, um sie über eine Exkursion mit den evangelischen Schülern in den Tiergarten Schönbrunn zu informieren. In der letzten Schulwoche ist es da überall üblich, von Montag bis Mittwoch mit den Schülern irgend etwas zu unternehmen.
Die Kollegin sagte mir später, sie habe den Zettel am Abend der Notenkonferenz gefunden (wenn die Stimmung allseits im Keller ist), und der Titel meiner Veranstaltung habe ihren Tag gerettet. Er lautete: "Mensch und Tier - Vielfalt der Schöpfung". In meiner Naivität dachte ich, ich müsste irgend einen Lehrplanbezug herstellen, aber ich hätte genau so gut mit den Schülern zelten gehen können.
So lernte ich eine mir bis dato unbekannte englische Redewenung.

Hochbahnbögen im Abendlicht (Wien 19)

Veränderung

Über Veränderung

Veränderung kann sehr wehtun. Sie kann aufdringlich laut sein und auf Vorsichtige manchmal keine Rücksicht nehmen. Veränderungen können sich auf Hoffnungen reimen, auf Angst und den Mut der Verzweiflung. Sie können sich in Träumen verspinnen und von Müllkübelwirklichkeiten erzwungen werden. Sie können ein ganzes Leben bedeuten und ein Leben um die Summe des Erfolges betrügen. Veränderungen, sagt man, sind das Leben. Wo sich nichts tut, sagt man, richtet sich irgendein Tod betulich ein. Veränderer, weiß ich, können die Fäuste ballen oder die Hände falten. Und ich weiß, es gibt da einen schönen Kompromiß: Sie können sich die Hände geben und sich einen guten Tag wünschen, den sie gemeinsam besser machen wollen. Man kann dann weiß ich, getrost den Morgen vor dem Abend loben!

W. Seehaber

Wien 19, Heiligenstädter Straße

Die Brücke gehört zur Privatklinik Döbling, einem der nobelsten Privatspitäler Wiens.

Einige österreichische Lieblingsworte

Ansuchen, bloßfüßig, färbig, händisch, leiwand, Lehrerlaufer, Frächter, Steiger.
Und viele andere. Sie kennen die Bedeutung nicht? Dann schlagen Sie doch hier nach.

Morgen

Bayern und Österreich

Bayern kam mir immer ziemlich menschenleer vor, es zieht sich endlos, wenn man da durchfahren muß, selbst an der "kurzen" Seite dauert es Stunden. Der Zug braucht von Frankfurt bis Passau vier Stunden - mit häufigen und ausgedehnten Funklöchern übrigens. Aber das ist nichts gegen Österreich. Bayern hat bei 70.551,57 km² 12,5 Millionen Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 177,50 Einwohnern pro km² entspricht, Österreich bei 83.871 km² nur 8,35 Millionen Einwohner, das sind 99 Einwohner pro km². Das machen die Alpen.

Schumanngasse



































Kunstgeschichtlich oder theologisch bewanderten Lesern wird es schon lange ins Auge gefallen sein, dass die Lutherkirche ihren Turm (und den Eingang) im Osten hat, der Altar ist nicht geostet, sondern gewestet. Der Grund wird darin liegen, dass man Eingang und Turm an der Seite haben wollte, die der Stadt (bzw. heute dem Gürtel) zugewandt ist. Dafür nahm man den Bruch mit der Bautradition in Kauf.