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Dienstag, 15. Juni 2010

Scharf geschossen

"Hier ist die Wochenschau des Zweiten Deutschen Fernsehens, wir melden uns aus Deutsch-Südafrika.

Es ist uns ein innerer Reichsparteitag, liebe Volksgenossen zu Hause vor den Volksempfängern. Trotz des Lärms, den die Zulu-Kaffer, pardon Neger, hier machen, hat unsere deutsche Truppe die australischen Buschmänner soeben mit einem 4:0 nach Hause geschickt. Seit 20.30 Uhr wurde zurückgeschossen. Lauter Bombentreffer! Scharf ins Hakenkreuzeck. Das Match gegen Coventry seinerzeit war nichts dagegen. Wir sind der Endlösung der Jubelfrage ein schönes Stück näher gerückt. In der VIP-Lounge klirrten in dieser herrlichen Reichskristallnacht bereits die Sektgläser. Heute gehört ihnen Deutschland und morgen die ganze Weltmeisterschaft – den strammen Jungs von der Jogi-Jugend, Mesut Özil, Miroslav Klose, Mario Gomez und Cacau. Ein Volk, ein Land, ein Trainer, wie wir immer sagen. Ja, es geht ein Ruck durch Deutschland, seit wir wieder mal wen aus dem Bezirk Braunau gewählt haben: unsere Alisar, Germanias Nächstes Spitzenmodell. Ein sehr schöner Anschluss-Treffer."


Oliver Pink in der Presse, Rubrik „Pizzicato“ (Print-Ausgabe vom 15.06.2010)

Die sprachliche Entgleisung der ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein ("innerer Reichsparteitag") macht es den hiesigen Zeitungen natürlich leicht, Spott und Hohn über Deutschland auszugießen.

Sonntag, 6. Juni 2010

Heil aus Hannover?

Wenn ich gefragt werde, woher ich stamme, gerate ich in Verlegenheit: "Geboren in Essen, dann mit 10 Jahren nach Stuttgart verpflanzt, dort Gymnasium und Zivildienst, dann Studium in Marburg und Göttingen, schließlich verschiedene Orte in Nord-, Mittel- und Südosthessen." - "Aber Ihre Sprache, woher kommt die?" - "Meine Mutter stammt aus der Nähe von Hannover, und da soll man das beste Deutsch sprechen."
Diese Auskunft gebe ich regelmäßig. Hannover gilt in Deutschland als Inbegriff der Provinz, trotz Hannovermesse und EXPO 2000. In diesen Tagen ergibt sich eine neue Perspektive: Nachdem die Hannoveranerin Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest gewonnen hat, soll nun auch noch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff das höchste deutsche Staatsamt übernehmen. Da spreche ich doch über die Herkunft meiner Mutter gleich mit mehr Gewicht. Und vielleicht sagt meinen österreichischen Gesprächspartnern der Name "Hannover" in Zukunft mehr.
Ach ja: Die zurückgetretene EKD-Ratsvorsitzende Margot Kässmann war Bischöfin der hannoverschen Landeskirche. Und ihre verhängnisvolle Trunkenheitsfahrt ereignete sich in der Stadt Hannover. Von dort ging heuer wirklich schon viel aus, was Schlagzeilen machte.
Der Name dieser Stadt wird in Österreich übrigens fast wie in England ausgesprochen, mit einem sehr sanften "v" wie in in "Hoover". Dann klingt es auch gleich viel geheimnis- und verheißungsvoller als bei der in Deutschland üblichen Aussprache, die das "v" fast wie ein "f" artikuliert.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Die Macht der Worte

ZEIT ONLINE: Frau Magén, Ihre Sprache vermittelt den Eindruck, als läge Ihnen jedes einzelne Wort am Herz, als bangten sie um es, als hüteten sie es.

Mira Magén: Das rührt sicher von meiner religiösen Erziehung her, die mich gelehrt hat, dass ich für jedes Wort verantwortlich bin. Es ist unmöglich, einfach das auszusprechen, was einem auf der Zunge liegt. Weil Worte eine Bedeutung haben. Worte sind wie Taten. Sie beeinflussen die eigene Existenz ebenso wie die desjenigen, an den man die Worte richtet.

Aus einem zeit-online-Interview mit der israelischen Schriftstellerin Mira Magén


Montag, 7. Dezember 2009

Fenstertag

Heute ist in Österreich ein Fenstertag (oder "Fensterltag"). So nennt man hier einen Tag zwischen einem Feiertag und einem Wochenende, also denjenigen Tag, der in Deutschland "Brückentag" heißt und der dazu einlädt, mit nur einem Urlaubstag zu einem Kurzurlaub zu kommen. "Brückentag" ist für mich einigermaßen logisch: Der Tag kann, wenn er frei genommen wird, eine Brücke zwischen den arbeitsfreien Tagen bilden. Aber "Fenstertag" ist rätselhaft. Schaut man da hinaus oder hinein? Und durch welches Fenster? Vielleicht so: Sperr Fenster und Läden zu, dann geht dich die Welt nichts mehr an.

Freitag, 28. August 2009

Eine Pionierin - und was für ein kuscheliges Neuwort!


Denise Simmons, die erste offen lesbische afro-amerikanische Bürgermeisterin der USA, wird heiraten: Wie sie in einer Presseaussendung verlautbarte, wird die Bürgermeisterin von Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am 30. August 2009 um 14.00 Ortszeit ihre langjährige Partnerin Mattie B. Hayes heiraten - und das kirchlich.

Die Trauung wird in der St. Bartholomew's Episcopal Church stattfinden und von Reverend Irene Monroe durchgeführt werden. Die junge Theologin engagiert sich bereits seit Jahren für lesbischwule Themen innerhalb und außerhalb der Kirche.

ggg.at

Was für ein schönes, neues Wort: "lesbischwul" - das klingt doch viel besser als "lesbisch-schwul", "lesbisch und schwul" oder gar "homosexuell".

"Die erste offen lesbische afro-amerikanische Bürgermeisterin der USA" - so viel Neues auf einmal. Und nun heiratet sie auch noch kirchlich. Enkel wird sie ja wohl nicht haben, sonst würden die von ihrer Oma erzählen können, dass sie eine wirkliche Pionierin war.

Dienstag, 18. August 2009

Gerechte Sprache - auch im Ave Maria

„Liebe Christinnen und Christen“ tönt es von der Kanzel. Kein Geistlicher würde es wagen, auf die ausdrückliche Nennung des weiblichen Geschlechts zu verzichten. In Schulgottesdiensten werden die „Schülerinnen und Schüler“ angesprochen sowie die „Lehrerinnen und Lehrer“. Das ist geschlechtergerechte Sprache. Wenn der feministische Einfluß so weiter geht, wird man vielleicht sogar in einigen Jahren von „Menschinnen und Menschen“ sprechen müssen.

Die feministische Theologie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sowohl im evangelischen als auch im katholischen Bereich immer stärker ausgebreitet. Erst vor einem Jahr wurde eine Bibel in gerechter Sprache vorgelegt, die allerdings mehr einseitige Interpretation und Abänderung ist als ehrliche Übersetzung. Für Gott muß abwechselnd ein weibliches und ein männliches Substantiv eingesetzt werden. Neben Jesus Christus tritt Jesa Christa. Die dritte göttliche Person ist die heilige Geistin, was man damit begründet, daß das hebräische Wort für Geist (ruach) weiblich ist.

Natürlich stoßen sich feministische Theologen besonders an dem zentralen Gebet der Christenheit, das auf Jesus selbst zurückreicht. Die Formulierung „Vater unser“ ist in ihren Augen frauenfeindlich und bedarf zumindest einer Ergänzung. „Gott, unser Vater und unsere Mutter“, solle man beten.

Darf die Kirche einfach den Auftrag Christi zurechtbiegen?

Doch darf die Kirche einfach den Auftrag Christi solange zurechtbiegen bis er ihren eigenen Vorstellungen entspricht? Auch wenn Gott in gleicher Weise männliche wie weibliche Eigenschaften zukommen, hat er sich doch bei seiner Menschwerdung als Mann gezeigt.

Doch ich möchte hier einmal einen konstruktiven Vorschlag machen. Das zweitwichtigste Gebet der Katholiken, das „Gegrüßet seist du, Maria“, könnte man wirklich in frauengerechte Sprache übertragen. Die ersten beiden Teile sind dem Lukas-Evangelium entnommen. Hier werden die Worte des Engels Gabriel und die Worte der Elisabeth an Maria wiederholt. Aber der dritte Teil ist eine von Menschen formulierte Bitte.

Da hier kein Schrifttext vorliegt und die Änderung auch nur uns heutige Menschen betrifft, spräche nichts gegen eine Änderung. Man dürfte tatsächlich beten: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünderinnen und Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.“ Eigenartig, daß diese Änderung von feministischer Seite noch nicht eingefordert wurde!

Kolumne von Georg Alois Oblinger, geboren 1967 in Saarlouis, Studium der Theologie in Trier und Augsburg, Priesterweihe 1995, tätig als Publizist, Religionslehrer und Pfarrer in der Diözese Augsburg in der "Jungen Freiheit" vom 16.08.2009

Samstag, 27. Juni 2009

Man ahnt, was gemeint ist

Uwe nur analysieren ihre Zuneigung Ebene.

Für Uwe Kühneweg, die Geburt zu Monat September unter ihre Zuneigung Analyse :

- Suave und Kompromisse
- Vorsicht, Vorsicht und der organisierten
- gerne darauf hinweisen, den Fehlern
- gerne kritisieren
- ruhig, aber der Lage zu sprechen und
- Ruhig und cool
- Art und sympathische
- Betroffene und detaillierte
- Vertrauenswürdige, loyal und ehrlich
- funktioniert gut
- Sensible
- Thinking
- gutes Gedächtnis

Facebook kämpft gegen die immer drohende Fadesse seiner Nutzer mit allerlei Spielen und Tests. Die meisten sind ziemlich platt, manche aber schon wieder so schräg, dass sie wirklich zur Erheiterung beitragen, wie dieses Testergebnis, das sprachlich ziemlich verbesserungswürdig ist. Es wäre eine interessante Aufgabe für den Deutschunterricht, dies in ein annehmbares Deutsch zu bringen.

Donnerstag, 12. März 2009

Lyrik, unter der Bank geschrieben


Wozu der Mathematik-Unterricht doch so alles gut sein kann. Naomi Shamban (19), Schülerin des Quickborner Elsensee-Gymnasiums, schrieb während eines Kurses über Integral-Rechnung heimlich ein Gedicht, mit dem sie an dem "lyrix"-Wettbewerb teilnahm, den der Deutschlandfunk in Zusammenarbeit mit dem Deutsche Philologenverband und dem Verlag "Das Wunderhorn" initiierte. Shamban konnte die Jury überzeugen und gehört mit zwölf weiteren Nachwuchsautoren aus ganz Deutschland zu den Gewinnern, die am vergangenen Sonnabend im Literarischen Colloquium geehrt wurden. Mehr als 1200 Gedichte wurden eingereicht.

"Schöne Kinderzeit?" lautete das Thema des Wettbewerbs. Shamban schlüpfte in ihrem preisgekrönten Gedicht "Lied eines Vaters" in die Rolle des Täters. Harter Tobak: Das "lyrische Ich" ist ein Kinderschänder, der seine Tochter missbraucht. In nur wenigen Zeilen gelingt es der jungen Autorin glänzend, die komplette Gedankenwelt eines Päderasten darzustellen.  "Es ist ein Spiel mit einer ungewöhnlichen Perspektive", sagte sie und betonte, kein Opfer zu sein. Inspirieren ließ sich Shamban von Vladimir Nabokovs' Klassiker "Lolita", in dem ein reifer Mann von der zerstörerischen Liebe zu einem jungen Mädchen erzählt. "Das am meisten missverstandene Buch", so die Schülerin.  Auffallend an ihrem Gedicht ist die strenge Form. Mit Metrum und Reimschema kann Shamban gekonnt umgehen. "Ich feile an meinen Gedichten. Aber 'Lied eines Vaters' ist aus mir herausgeflossen." Lyrik sei Bestandteil des Lebens, sagte Shamban, die in Los Angeles geboren wurde und seit 2003 in Deutschland lebt. Durch das Lesen von Gedichten habe sie die deutsche Sprache gelernt. Schriftstellerin will sie allerdings nicht werden - anders als einige der jungen "lyrix"-Preisträger, mit denen Shamban vor der Ehrung an einem Workshop teilnehmen durfte. Ihre große Leidenschaft ist nach wie vor die Musik. Shamban spielt Klavier - und auch das mit großem Erfolg: 2006 gewann sie beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". 

Pinneberger Tageblatt

Mittwoch, 11. März 2009

Modernes Babel

Das Alte Testament beschrieb den an Sprachverwirrung gescheiterten Turmbau zu Babel. Aber was hätte es zur Gebrauchsanweisung für einen "bequemen Lichtkontroller" gesagt? "Bemerken Sie sich vor der Aufsetzung, dass der Bewegungssensor am empfindlichsten nicht auf die naherkommende ober weggehende, sondern auf die durch die Abschensgegend schiebende Bewegung ist."

Da setzen wir uns erst mal in Tränen nieder.

Vor das Konsumglück haben die Produzenten den Wut- und Angstschweiß durch Bedienungsanleitungen gesetzt. In Türkisch, Armenisch, Kisuaheli, in Dummdeutsch und in der Universalsprache aller dieser Erklärheftchen: dem Kannitverstahn.

Jürgen H. Hahn, 55, studierter Maschinenbauer und Manager für Technische Kommunikation aus Offenbach, hat in einem neuen Buch ("Auspack und freu!") den wunderbarsten Sprach- und Denkmüll gesammelt, der vom Toaster bis zum Taschenrechner als Bedienungsanleitung neuen Produkten beigelegt wird.

Da radebrecht es, dass die deutsche Sprache kracht. "Die STAFF-K9AT tastatur innerseite ist definniert, so dass System software gbt maximum biegsamkeit im verbergten stimmten tastaturwirkung." Aha. Bitte auf Englisch erklären.

Übrigens, "im verbergten" blüht auch manchmal rührender Sprachkitsch, ein Infantilitätslallen, bei dem sich Lexikonplattsinn und Vorurteil über deutsches Weihnachten paaren. "Herzlichst Gluckwuensch zu gemutlicher Weihnachtzkerze Kauf. Mit sensazionell Modell GWK 90191 (ein beleuchtbarer Anstecker). Sie bekomen nicht teutonische Gemutlichkeit fuer trautes Heim nur, auch Erfolg als moderner Mensch bei anderes Gesleckt nach Weihnachtsganz aufgegessen und laenger, weil Batterie viel Zeit gut lange. Zu erreischen Gluckseligkeit unter finsterem Tann".

Teutonische Gemutlichkeit erstrebt auch die Gebrauchsanweisung für das Aufblasen einer aus Korea stammenden Luftmatratze und warnt: "Wenn das Wetter kalt ist, wird die Puff Unterlage sich langsam puffen."

Schluss mit Gemutligkeit und Gluckseligkeit droht bei Befolgung des Erklärungsirrsinns für die Montage einer Hi-Fi-Anlagen-Glastür: "Während Sie da Glas ein wenig in Richtung A drücken, drücken Sie das Glas kräftig in Richtung B, bis sei eingeklrr Lärm hören in der linker und rechter Scharnier." Dann schon lieber puffen mit Puffunterlage.

spiegel.de 

Sonntag, 8. Februar 2009

Wenn die Nachfrage das Angebot bestimmt: Esoterisches an österreichschen Hochschulen

Wissen? – Nur ein Marketinghemmer

Den Lerninhalt bestimmen vorrangig die Marktkräfte von Angebot und Nachfrage.

Den Lerninhalt bestimmen vorrangig die Marktkräfte von Angebot und Nachfrage.

Immer dabei: Homöopathische Globuli. Foto: bilderbox

Immer dabei: Homöopathische Globuli. Foto: bilderbox

Von Christa Karas

Aufzählung Esoterik macht selbst vor den Unis nicht mehr halt. 
Aufzählung Zum "Geistheiler" durch das Wifi. 
Aufzählung "Master" mit "therapeutischen Vaginalmassagen".

Wien. "Hin und wieder bekomme ich ja gehässige e-mails oder gutgemeinte Ratschläge von Menschen, die mir dringend nahe legen, als Mathematiker bei meinen Zahlen bzw. als Volkswirt bei Angebot und Nachfrage zu bleiben, anstatt unqualifiziert über die bewundernswerten Errungenschaften der alternativen, komplementären, integrativen und ganzheitlichen Medizin herzufallen, die die ‚Schulmedizin‘ so alt aussehen lassen", schreibt Univ.-Prof. Ulrich Berger, Spieltheoretiker an der Wirtschaftuniversität Wien, aktuell in seinem viel beachteten Wissenschaftsblog.

"Aber, entgegne ich dann – sofern ich dazu noch Gelegenheit bekomme – die Marktkräfte von Angebot und Nachfrage lassen sich doch ganz hervorragend etwa am Beispiel des Markts für medizinische Weiterbildung studieren." Unterstützung bekommt der Wirtschaftswissenschafter dabei vor allem von einem "Praktiker", dem Pharmazeuten Edmund Berndt, der diese Marktkräfte in seiner Apotheke in Lenzing, OÖ, Tag für Tag an seiner Kundschaft verfolgen kann, wenn diese etwa homöopathische Mittel verlangt.

Wissenschaft gilt, wie Berger und Berndt festgestellt haben, hier als "marketingtechnischer Hemmschuh" und so schaut es dann auch aus, wenn nicht nur private Weiterbildungsinstitute ins Kraut schießen. "Selbst staatlich geförderte und vergleichsweise seriöse Institutionen springen auf den Zug auf", so Berger, der dazu eine Fülle an Beispielen nennt.

Astrologie, Kinesiologie und Tiertelepathie

"Das Wifi (Wirtschaftsförderungsinstitut) setzt nach Astrologie und Tiertelepathie neuerdings auf Kinesiologie und Geistheiler-Ausbildung. Beim LFI (Ländliches Fortbildungsinstitut Österreich) kann man lernen, wie man seine Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit dem Pendel mutet und am BFI (Berufsförderungsinstitut) lassen sich gleich vier Kurse zur Kinesiologie belegen, die sich dort ‚Touch for Health‘ nennt." Doch damit noch lange nicht genug:

"Nachdem sich die Esoterik in Form von öffentlich geförderten Humbug-Kursen im Umkreis von Wirtschafts- und Ärztekammer erfolgreich breit gemacht hat, schleicht sie sich an die Universitäten ran. Allen Widrigkeiten zum Trotz hat die universitäre Aus- und Weiterbildung immer noch die höchste Reputation. Da sich Reputation in klingende Münze verwandeln lässt, verwundert es nicht, dass besonders die Alternativmedizin mit aller Macht dorthin drängt, wo eigentlich jene wissenschaftliche und evidenzbasierte Medizin beheimatet sind, die sie insgeheim als ihren natürlichen Feind betrachtet."

Stellenweise ist ihr das bereits gelungen. Berger: "Im Rahmen der sommerlichen ‚Kinderuni‘ konnten unsere Kleinen im Vorjahr lernen, ‚wie dich die homöopathischen Globuli gesund machen können‘. Und an der MedUni Wien hören angehende Ärzte Vorlesungen über Pharmakologie, während der Dozent im Nachbarhörsaal die ‚geistartige Kraft‘ von wirkstofflosen Zuckerkügelchen im Rahmen des Homöopathiekurses beschwört."

"Wo Master draufsteht, muss auch ein Master drin sein", wurde Friedrich Faulhammer, Leiter der Hochschulsektion im Wissenschaftsministerium, jüngst zitiert. Was also ist wirklich drin in jenen Unilehrgängen, wo Master draufsteht?

Berger: "Ein solcher mit einem ‚Master of Science‘ (MSc) abschließender Lehrgang ist an der Donau-Uni Krems zu finden. Es handelt sich im Kern um einen Homöopathie-Lehrgang, der dort euphemistisch Natural Medicine genannt wird. In einem anderen MSc-Lehrgang wird Studierenden der Verlauf der zwölf Meridiane erläutert – ein vitalistisches Konzept, das aus wissenschaftlicher Sicht seinen ontologischen Status mit Einhörnern teilt."

Roter Zungengrund verrät Onanierzwang

Die universitäre Konkurrenz lauert dagegen in Wien: "Seit fünf Jahren leistet man sich hier eine akkreditierte Privatuniversität für Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM-Uni, wo unter anderem die Feinheiten der Zungendiagnose erörtert werden. Geröteter Zungengrund, so erfährt man aus einem Interview mit dem Rektor, deute auf eine Schwäche des Nieren-Yin hin, was oft zu Onanierzwang führe."

Dafür punktet wiederum die Donau-Uni mit einem vielversprechenden "Universitätslehrgang für Lebensraummanagement und interkulturelle Philosophie". Der Lehrgangsleiter verweist auf Ausbildungen in Feng-Shui, Geomantie und chinesischer Astrologie. Unterrichten dürfen den Lehrgang u. a. ein Astrologe und zwei Träger falscher Doktortitel. Berger dazu: "Das Ergebnis sind groteske studentische Abschlussarbeiten wie etwa jene über die Yin-Yang-Formel und die Quantentheorie im Feng-Shui."

Tibetisches in Kärnten, Highlight in Graz

Mit TCM, Homöopathie und Feng-Shui seien die in die Unis drängenden wissenschaftsfernen Konzepte keineswegs erschöpft, erläutert Berger: "Aus Kärnten belästigt man den Akkreditierungsrat mit der gloriosen Idee einer Privatuni für Tibetische Medizin; dabei war jener gerade schwer damit beschäftigt, die Donau-Uni-Abspaltung namens Danube Private University abzuwehren, der ein lukratives Doktoratsstudium der Schönen Künste ‚für die Generation 50+‘ vorschwebte."

Absolutes Highlight ist allerdings das Grazer Interuniversitäre Kolleg, dessen wissenschaftlicher Leiter auf der Interuni-Webseite "mit einer Auszeichnung durch eine berüchtigte Titelmühle prahlt und deren medizinischer Leiter als HIV/AIDS-Skeptiker auf der Webseite einer einschlägig bekannten Gruppe von AIDS-Spinnern" mitmischt.

Einer der Lehrenden, ein israelischer Kinderarzt, erlangte durch einen Artikel traurige Berühmtheit, in dem er die Lehre des antisemitischen Krebspfuschers Ryke Geerd Hamer lobte, während dem Ko-Autor dieses Artikels und bis vor kurzem noch Lehrkraft am Kolleg aufgrund seiner "therapeutischen" Vaginalmassagen in Dänemark die Lizenz entzogen wurde.

Dieses Interuniversitäre Kolleg also präsentiert nun einen neuen MSc-Lehrgang mit dem Schwerpunkt "energy medicine", Kooperationspartner ist die "Deutsche Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin", auf deren letztem Kongress u. a. Methoden zur "Erzeugung von informiertem Wasser für besondere Heilungsanwendungen" präsentiert wurden. Berger: "Zur ‚Energiemedizin‘ zählen die obskursten Methoden, von Bioresonanz bis Kirlianfotografie. Ihre ‚Theorien‘ beruhen auf so pseudowissenschaftlichem Humbug wie ‚Skalarwellen‘, ‚Informationsfeldern‘ und ‚Heilschwingungen‘. Sie sind nicht nur unwissenschaftlich, sondern schlicht antiwissenschaftlich."

Akademischer Grad laut geltendem Gesetz

Der Wissenschafter: "Wohlgemerkt: wir sprechen hier nicht von einem privaten Kurs eines obskuren Esoterikvereins, sondern von einem hochoffiziellen Lehrgang universitären Charakters, der mit der Verleihung eines akademischen Grades laut österreichischem Universitätsstudiengesetz abschließt."

Zum Nach- und Weiterlesen: http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht

Wiener Zeitung 7. Februar 2009, S. 10


Freitag, 23. Januar 2009

Verständigung: Im Zweifel hilft Nuscheln

An das Österreichische bzw. Wienerische habe ich mich mittlerweile gut gewöhnt, in manchem auch angepasst, das bleibt nicht aus. Im Zweifelsfalle muss man einfach etwas undeutlich reden, manches verschlucken und ein wenig "auf den Vokalen sitzen" (ein schöner Ausdruck, den ich vor einiger Zeit gelernt habe), schließlich die Doppellaute wie Einzelvokale behandeln, und schon wird man viel besser verstanden als mit klarem Hochdeutsch, das die Wiener tatsächlich nur vom Theater her kennen und auf das sie im Alltag nicht gefasst sind. 

Donnerstag, 15. Januar 2009

Ehrenwerte Berufe

Manche Leute sind einfach zu leicht beleidigt. Okay, es ist vielleicht nicht nett, als Dummschwätzer bezeichnet zu werden. Aber wer nun mal dummes Zeug schwätzt, muss auch aushalten können, wenn das einer feststellt. Das findet zumindest das Bundesverfassungsgericht. Wer einen anderen "Dummschwätzer" nennt, es aber nicht so richtig persönlich meint, sondern eigentlich bloß eine einzelne Aussage kritisieren will, ist nicht strafbar.

Die Gerichte müssen sich dauernd mit irgendwelchen beleidigten Leberwürsten rumärgern. Zum Beispiel die Amtsrichter in Berlin-Tiergarten. Die hatten es mit einem Polizisten zu tun, der sich auf den Schlips getreten fühlte, weil ihm jemand das folgende harmlose Sprüchlein zugerufen hatte: "Herr Oberförster, zum Wald geht es da lang!"

Kein Grund zum Schmollen, finden die Richter, schließlich handele es sich bei den dienstlichen Verrichtungen eines Oberförsters um nützliche und dem Gemeinwohl dienende Tätigkeiten. Ein verständiger Revierförster wäre ja durch die Bezeichnung "Oberkommissar" auch nicht gekränkt.

Im Büro eröffnet das Urteil jedenfalls ganz neue Kommunikationsmöglichkeiten: Den tumben Praktikanten kann man nun ohne Bedenken als "Bauern" bezeichnen - ist schließlich ein ehrenwerter Beruf. Und wenn die Chefin mal Unsinn redet, kann man zu ihr straflos sagen: "Dummschwätzende Vorzimmerdame!" Ist ja nicht persönlich gemeint. Und eine verständige Fachkauffrau für Büromanagement wäre auch nicht beleidigt, wenn man sie als Chefin bezeichnet.

ftd.de

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Xmas

Die traute deutsche Weihnacht ist gefährdet. Nicht nur durch den dicken Abgesandten von Coca-Cola, der unser Christkind und unseren Weihnachtsmann beiseite geschoben hat - auch durch die zu Santa Claus passende englische Benennung: Christmas. Das Wort - bei uns meist falsch „kristmes“ (statt „krismes“) ausgesprochen - wird immer beliebter, gern in der Kurzform Xmas. Dieses Wort ist nicht nur unansehnlich, sondern klingt auch noch durch drei aufeinander folgende Konsonanten kakophonisch, wenn man es „eksmes“ ausspricht - und nicht „krismes“, was ja auch zulässig ist.

Xmas ist vor allem in der Werbesprache gängig, die den Menschen englische Wörter als modisches Outfit verkaufen möchte. Da gibt es jetzt in der Weihnachtszeit haarsträubende Angebote. Erträglich ist noch ein Soul- und Gospel-Chor namens „Xmas Project“. Doch für einen „Schlagermove“ mit 38 „Musik-Trucks“, der am Samstag vor Weihnachten in Hamburg stattfand, gibt es keine mildernden Umstände: Dort wird mit „Xmas-Kugeln“ Weihnachten gefeiert. Einen Tag zuvor konnte man sich für einen guten Zweck an einer „Xmas-Aktion“ beteiligen. Und „Bild“ lud zur „Xmas-Party“ in den „Fun-Parc“ Trittau, für die „heiße Xmas-Go-Gos“ versprochen wurden.

X für den ersten Buchstaben des Namens Christus

Angesichts des Xmas-Tsunamis ist der Verein Deutsche Sprache nicht untätig geblieben und hat eine Flutwarnung herausgegeben: Xmas sei das „überflüssigste Wort des Jahres 2008“. Überflüssig ist es in der Tat. Aber man wird es nicht durch Anprangern eliminieren. Und zu behaupten, „dass bei diesem Anglizismus sogar das Wort ,Christ' durch das schnöde Kürzel X ersetzt wird“, führt in die Irre: X ist natürlich keineswegs ein schnödes Kürzel.

Der Buchstabe ist zwar eine sprachliche Vielzweckwaffe und bedeutet etwa das römische Zahlzeichen 10, die Unbekannte in einer mathematischen Gleichung, die Längeneinheit für Röntgenstrahlen (“X-rays“), einen Chromosomentyp, eine unbestimmte Menge (“x-mal“) oder gar Zufälligkeit (“x-beliebig“). Doch im Wort Xmas steht X für den ersten Buchstaben des Namens Christus - im griechischen Alphabet.

Seit frühchristlicher Zeit finden sich als Abkürzung für den griechischen Namen XPIΣTOΣ, der später im Lateinischen zu Christus wurde, die Anfangsbuchstaben X (Chi) und P (Rho). Diese beiden Buchstaben wurden zu einem Christusmonogramm (oder Christogramm) kombiniert - neben Kreuz und Fisch dem wichtigsten christlichen Symbol, das schon der römische Kaiser Konstantin im vierten Jahrhundert auf seinen Feldzeichen verwendete.

Dieses Wort ist allemal christlicher als unser trautes Weihnachten

Bis in die Neuzeit wurde der erste Buchstabe X abkürzend für Christus benutzt. Dieser Brauch hielt sich, allmählich seltener werdend, in England bis heute. Und immer häufiger wurde auch die mit „Christ“ gebildete Kurzform Xmas. Der erste Beleg für Xmas stammt aus dem Jahr 1551. Auch Autoren wie der romantische Dichter Coleridge nutzten die Abkürzung. So schreibt er am 31. Dezember 1801 an seinen Kollegen Southey: „On Xmas Day I breakfasted with Davy.“

Xmas ist also im deutschen Wortschatz überflüssig - aber sein Gebrauch verstößt nicht gegen christliche Sitten. Dieses Wort ist allemal christlicher als unser trautes Weihnachten, das ursprünglich die heidnischen „heiligen Nächte“ (mittelhochdeutsch „wihen nahten“) bezeichnet, in denen unsere germanischen Vorfahren den Mittwinter feierten - feuchtfröhlich wie ihre Nachkommen heute.


Theo Stemmler: Xmas ist nicht nur ein schnödes Kürzel, faz.net

Donnerstag, 27. November 2008

Mumbai

Aus traurigem Anlass (Berichterstattung über die Terroranschläge) habe ich wieder eine österreichische Sprachbesonderheit kennengelernt: Die indische Großstadt, die in Deutschland Bombay heißt, nennt man hierzulande Mumbai. Oder ist das einfach die neue Schreibung? Im Spiegel finde ich das jetzt auch, der Deutschlandfunk, die Welt und andere Zeituzngen bleiben aber beim gewohnten Bombay. Ich gestehe: Ich bin verwirrt.

Mittwoch, 24. September 2008

Der Fluch des Sternes soll dich holen - ganz gewiss

Welche Rolle spielt eigentlich der religiöse Hintergrund, wenn ein Mensch flucht?
Ris: Flüche haben ja immer einen religiösen Hintergrund, wenn sie ihren Ursprung nicht in der Mythologie oder bei den Naturgewalten haben, wie etwa „Donnerwetter“.

Aber es gibt doch sicher Unterschiede beim Fluchen, je nach Konfession?

Ris: Ja. In den süddeutschen katholischen Gebieten wie Bayern oder der Innerschweiz war Fluchen traditionell mit Lebenslust verknüpft, man erfreute sich an Wörtern wie „Arscherlkrachen“ für furzen. Wenn es zu schlimm war, konnte man ja beichten. Das wäre im protestantischen Norden undenkbar, da gibt es eine sehr große Angst vor dem Bibelwort.

Wie äußert sich das?
Ris: Die Evangelikalen dürfen das Wort „gewiss“ nicht gebrauchen. Denn für sie weiß nur Gott, was gewiss ist. Der religiöse Hintergrund gilt aber nur mehr für stark konfessionell gebundene Kreise als Faktor – die Tabus sind großteils gefallen.

Wo wird besonders bösartig geflucht?
Ris: Im arabischen Raum gibt es immer noch Verfluchungen vom Typus „Der Teufel soll dich holen“ oder „Deine Mutter, die Hure“. So etwas hätte bei uns keine Basis. Auch in Russland spielt der Teufel immer noch eine große Rolle.

Und wie flucht Roland Ris, wenn ihm der Kofferraumdeckel auf den Kopf fällt?
Ris: Ich sage gerne „Gottfried Stutz“ – das ist einfach ein Name. Man hängt an Gott noch etwas dran, damit es weniger schlimm klingt. Aber ich fluche generell wenig. Vielleicht hat das mit meinem Naturell zu tun, ich rege mich selten auf.

Dennoch hat ein Dialektologe sicher einen Lieblingsfluch...
Ris: „Sternenlaterne“ sage ich gerne.

Und das ist ein Fluch?
Ris: Das kommt von „Der Fluch des Sterns soll dich holen“. Und Laterne hängt dran, damit es sich reimt. Ich mag Sterne.


Wie flucht eigentlich Österreich?
Ris: Ich weiß von keiner sehr entwickelten Fluchkultur. Es scheint mir eher eine gewisse Zurückhaltung gegeben. Die Leute wollen aber generell nicht gerne zugeben, dass sie fluchen. Es ist eigenartig – aber lieber geben die Leute sexuelle Ausdrücke preis, die sie verwenden, als Flüche.

Aus einem PRESSE-Interview mit dem Fluchforscher Roland Ris (Die Presse 24.09.2008)

Dienstag, 19. August 2008

Metro- und meterosexuell

Ein Satz in einem Artikel in der Presse ließ mich stutzen, dort wurde das Wort "meterosexuell" gebraucht: "'Milan ist mehr ein David-Beckham-Typ und meterosexuell, oder wie man das nennt', so beschreibt Jamal (dargestellt von Ermeas Shema Kaza) einen seiner Freunde in der Miniserie 'Tschuschenpower'." (Diese kleine Serie soll die Lebenswirklichkeit von Jugtendlichen mit Migrantenhintergrund in Wien thematisieren.)
Von Metrosexualität hatte ich ja schon gehört. Was das ist? Ein Blick ins Internet macht schlau, eine hübsche Erklärung ist die folgende in einem Blog: "Unter metrosexuell versteht man jeMannden der heterosexuell ist, jedoch viele Wesensarten eines Homosexuellen an sich hat. Wir sprechen vom kultivert nagellackierten, brustrasierten und sich mit den Kumpels besaufenden Waschbrettbauchträger. Berühmtestes Beipiel aus dieser Kategorie ist David Beckham. Ein Metrosexueller ist also nichts anderes als ein emanzipierter Mann. Nach außen modern und weltoffen im innersten nach wie vor ein richtiger Kerl. Halleluja, ein neuer Typ Elite-Lover ist geboren. Hetero-Frauen, jetzt habt ihr endlich jemanden mit dem ihr euch die neusten Schminktipps austauschen und poppen lassen könnt. 2in1 Fuck'n'Go. Amen."
Immer wieder kommt man bei diesem Begriff auf die genannte Person zurück, man wird den Verdacht nicht los, es handele sich im Grunde um ein Konzept zur Förderung der Bekanntheit des prominenten britischen Fußballspielers David Beckham.
Aber dann geht die Wort-Geschichte weiter, vorangetrieben vermutlich durch einen schlichten Schreibfehler: Aus "metrosexuell" wird also "meterosexuell", da lässt sich auch ohne Griechischkenntnisse besser merken, es klingt ja schon so ähnlich wie "heterosexuell", nur eben mit anderem Anfangsbuchstaben. Ein neues Wort ist geboren, so geht das.

Donnerstag, 31. Juli 2008

... welche kräftig sein können

"Am Donnerstag ist es im Nordosten sonnig und trocken. In den anderen Landesteilen wechseln sich Sonne und Wolken ab und im Tagesverlauf bilden sich örtlich Schauer und Gewitter, welche kräftig sein können."

Aus der heutigen Tagesschau-Wettervorhersage für Deutschland. Ziemlich gestelzt formuliert...

Montag, 7. Juli 2008

Einige österreichische Lieblingsworte

Ansuchen, bloßfüßig, färbig, händisch, leiwand, Lehrerlaufer, Frächter, Steiger.
Und viele andere. Sie kennen die Bedeutung nicht? Dann schlagen Sie doch hier nach.