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Donnerstag, 10. Februar 2011

Entwackeln


Mit wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Abbild wollt ihr von ihm machen? Der Meister gießt ein Bild und der Goldschmied vergoldet's und macht silberne Ketten daran. Wer aber zu arm ist für eine solche Gabe, der wählt ein Holz, das nicht fault, und sucht einen klugen Meister dazu, ein Bild zu fertigen, das nicht wackelt. 
Jesaja 40 , 18 - 20

Dienstag, 24. August 2010

Ich entsorge, also bin ich

Entsorgen Sie täglich: Betrachten Sie das Wegwerfen als etwas ebenso Selbstverständliches wie das Kaufen. Damit beginnen Sie einen neuen Abschnitt in Ihrem Leben. Vereinbaren Sie mit sich selbst, ab heute jeden Tag konsequent 1, 2 oder 3 Dinge aus Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro in den Abfall zu verbannen – so wie Sie bisher fast jeden Tag etwas gekauft haben.

Auch wenn es Ihnen anfangs schwer fällt – die meisten Menschen gewöhnen sich sehr schnell daran. Es ist normal, wenn Sie beim Wegwerfen gelegentlich Gefühle von Unsicherheit oder Wehmut spüren. Trennungsschmerz gehört zu Ihrem Leben wie die Freude über neu erworbene Dinge. Betrachten Sie die simplify-Wegwerf-Strategie nicht als zwanghafte Regel, sondern als natürliche, gesunde Lebenseinstellung.
In einem durchschnittlichen Haushalt befinden sich zwischen 10.000 und 50.000 Gegenstände, und fast täglich kommt Neues hinzu. 1 bis 3 Dinge weniger pro Tag, das macht bis zu rund 1.000 im Jahr, von denen Sie sich entlasten und zugleich Raum für Neues, Besseres, Sinnvolleres schaffen. Was nicht heißt, dass Sie entstehende Lücken unbedingt auffüllen müssen. Genießen Sie die freier werdenden Flächen im vormals prall gefüllten Regal. Freuen Sie sich über die Schublade, in der nur noch das liegt, was Sie wirklich brauchen.    
Auch wenn Sie bislang schon ein „aufgeräumtes" Leben geführt haben, sollten Sie sich das tägliche Wegwerfen wenigstens eines Gegenstandes zur Gewohnheit und Lebenseinstellung machen.
Hier einige Beispiele, die Sie Ihren Lebens- und Arbeitsumständen entsprechend persönlich ergänzen sollten. Entsorgen Sie täglich:  
  • Kleidungsstücke, die Sie nie wieder tragen 
  • Haushaltsartikel, die Sie nie wieder benutzen 
  • Geschirr und Besteckteile, die nie wieder auf Ihren Tisch kommen 
  • Dekorationsmaterial, das Sie nie wieder verwenden 
  • Medikamente, deren Verfallsdatum abgelaufen ist 
  • CDs, Schallplatten und Videos, die Sie sich nie wieder anhören und ansehen werden 
  • Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, die Sie nie wieder lesen 
  • Bücher aus Wissenschaft und Politik, deren Inhalt von der Geschichte längst überholt wurde 
  • Kleinkram aus Schubladen und von Regalen 
  • Betriebsanleitungen und Ersatzteile von Geräten, die Sie längst nicht mehr besitzen 
  • CDs und Disketten mit Computer-Programmen (plus deren Handbücher), die Sie nie wieder installieren werden
  • Steuerunterlagen, deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist (10 Jahre nach demjenigen 31.12., welcher der Zustellung des Steuerbescheides folgte) 
  • Souvenirs und Geschenke, die zu toten Gegenständen geworden sind, weil Sie deren Zusammenhänge nicht mehr im Herzen tragen 
  • abgenutztes Werkzeug und alle anderen Dinge, die beim nächsten Gebrauch (falls jemals) nicht mehr einwandfrei funktionieren werden 
Hans-Ulrich Meißner


Aus dem simplify-Newsletter

Samstag, 21. August 2010

Zynismus - öffentlich-rechtlich



Fiese Fassaden - Deutschland aus der Street View



hr2-kultur | Der Tag | Freitag, 20.08.2010

Ja Leute, folgt dem Trend: hindert Google daran, eure Häuser im Internet zu zeigen. Lasst eure Fassaden verpixeln – und verschont den Rest der Welt mit diesem Anblick! Denn – mal ganz im Ernst: Was wird man zu sehen bekommen, wenn Google Street View Deutschlands Städte fotografiert hat? Ein Panoptikum an Scheußlichkeiten. Die Unwirtlichkeit unserer Städte als Fotoalbum. Das Grauen zum Nachschlagen. Das muss wirklich nicht sein. Man könnte natürlich Googles Street View zum Anlass nehmen, sich mal um das Aussehen deutscher Städte zu kümmern, sich mal Gedanken darüber machen, warum wohl die Depression auf dem Weg ist, die Volkskrankheit Nummer eins zu werden.

Aus dem e-mail-Newsletter der Sendung "Der Tag"

Sonntag, 15. August 2010

Wieviele Sünden passen eigentlich auf einen LKW?

"Wie lange leben wir normalerweise in dieser Welt? Sagen wir, so ungefähr 70 Jahre. Wenn wir die Sünden von den 70 Jahren zusammenzählen, wie schwer würden sie sein? Wenn wir sie auf einen 8 Tonnen schweren Lastwagen laden würden, würden wahrscheinlich mehr als 100 Lastwagen dabei herauskommen."


Aus einer Bibelarbeit von Rev. Paul C. Jong

Montag, 9. August 2010

Wechsel der Zeiten



"Während des ersten Weltkrieges, als viele Frauen in jungen Jahren zu Kriegswitwen wurden, kam es in Verbindung mit der Ausbildung eines neuen, von Existenzangst und Überlebenskampf geprägten Selbstverständnisses der Frau zum abrupten Ende der Produktion allegorischer weiblicher Friedhofsfiguren in passiver Trauerhaltung."


Gefunden in einem Informationsblatt zu einer Steinfigur von W. Lovrek auf der Empore der Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus am Wiener Zentralfriedhof.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Innere Stadt

Neue Methode

"In Fulda geht der Jugendrichter Christoph Mangelsdorf neue Wege: Statt jugendlichen Delinquenten Arbeitsstunden aufzubrummen, verdonnert er sie zum Romanlesen. Die ausgewählten Werke haben mit der Lebenswelt der Jugendlichen zu tun und indem sie eine Inhaltsangabe schreiben, reflektieren sie auch ihr eigenes Leben."

Freitag, 9. Juli 2010

Das Verschwinden des Christentums

"Kommt man als Priester ins Klassenzimmer und sagt zu den siebenjährigen Kindern freundlich lächelnd 'Grüß Gott', kann man damit rechnen, daß – wie geschehen – der Gruß zurückkommt: 'Fick dich ins Knie, Du Arsch!'.


Die zur Rede gestellten Eltern verbünden sich dann mit der Klassenlehrerin, die den siebenjährigen Flegeln bescheinigt, die bravsten Kinder der Welt zu sein.


Der betreffende Bursche sei eben schon ein 'kleiner gestandener Mann'.


Folglich muß der Fehler bei Hochwürden liegen.


Dahinter steckt System – nämlich das seit 1968 einsetzende Großexperiment der Verdummung und Verrohung der Völker – nicht nur – des deutschen Sprachgebietes."

So beschreibt ein katholischer Religionslehrer seine Arbeit in Deutschland auf kreuz.net Weiterhin ist da zu lesen:

"Meine Aufgabe besteht darin, sogenannten Erstkommunion-Kindern, die sich im angeblichen Unterricht gegenseitig fast totschlagen und beschimpfen, 'Unterricht' zu erteilen, der nur zum allerkleinsten Teil Deckung durch praktizierende katholische Eltern erfährt.


Am Ende dieser Tragödie steht die sakramentale Zwangsbeglückung namens 'Erstkommunion'.


Manche der Achtjährigen weigern sich ausdrücklich, die Heilige Messe zu besuchen.


Fragt man sie, warum sie überhaupt die Erstkommunion wünschen, dann geht es ihnen um teure Rolex-Uhren (sic!) oder sonstige irdische Kostbarkeiten."

Schon vor zwanzig Jahren waren die Geschenke in meinen nordhessischen Gemeinden die wichtigste Motivation für die Konfirmation. Ich erinnere mich, wie mir ein Konfirmand vorrechnete, was er bei den zu erwartenden Geldgeschenken (er kalkulierte, wahrscheinlich ganz realistisch, mit einer vierstelligen Summe) für einen "Stundenlohn" pro Konfirmandenstunde habe.

"Wenn man aber nach der Heiligen Schrift oder nach einem Gebet- oder Gesangbuch fragt, bekommt man oftmals keine Antwort.


Solche Dinge besitzen in der Regel nicht einmal mehr die Eltern, die ihrerseits meist schon Opfer der liberalen antiautoritären Erziehung sind.


Die Kirche wird das in dieser Form nicht mehr lange praktizieren können."

Natürlich ein zugespitzter, drastischer Bericht, aber sehr ehrlich. Und es geht evangelischen Religionslehrern und -lehrerinnen in der Schule sowie Pfarrern und Pfarrerinnen im Konfirmandenunterricht kaum besser, in Deutschland wie in Österreich.

Beim Aufräumen wiedergefunden...


Diesen Prospekt finde ich jetzt wieder, als ich während meines Urlaubs das Arbeitszimmer in Ordnung bringe und viel räume (und wegwerfe). Das Motiv mit dem ostdeutschen Ampelmännchen ist einfach gut. Leider konnte ich nicht hinfahren. Ach ja: Österreich ist natürlich auch ein Missionsgebiet, vielleicht noch in viel höherem Maße als Deutschland ist dieses Land säkularisiert. Wenigstens in Wien kommt mir das so vor. In den Bundesländern spielt der traditionelle Katholizismus natürlich noch immer eine größere Rolle; in Wien aber ist Religion eine Privatangelegenheit, über die man am liebsten nicht spricht.

So einfach, so kompliziert

"Lisa ist 15, lebt in Berlin, geht zur Schule und verbringt Zeit mit ihren Altersgenossen. Zum Geburtstag bekommt sie ein formschönes Apple Keyboard aus eloxiertem Aluminium von ihrem Elternteil, weil das ein echter Blickfang ist und kinderfreundlicher als Wohnaccessoires und Sexspielzeuge. 'Ich prophezeie. Ich spreche Kindermund, man merkt sich die Aussprüche, man wiederholt sie vor mir. Diese Aussprüche sind Gedichte, das Rezept ist einfach:
Man muss sich auf den Teufel verlassen, auf den Zufall, auf das Vakuum.' Kompromisslos durchläuft sie den komplizierten Weg des Erwachsenwerdens und der ersten Liebe. 'Ich bin Ariel, die kleine Meerjungfrau aus dem gleichnamigen Zeichentrickklassiker von Walt Disney und du bist irgendwie tot'.
"

Hörspielankündigung im phonostar-Newsletter ("Der komplizierte Weg des Erwachsenwerdens", Deutschlandradio Kultur 12.07.2010, 00.05 - 01.00 Uhr)

Dienstag, 22. Juni 2010

Aus dem Herzen gesprochen


Gesehen bei meiner Apotheke.

Anleitung zum Totenkult

An die Toten denken

Wie ein Grab Ihnen beim Leben helfen kann

1. Besuchen Sie das Grab eines „Schwarzen Schafs“

Wenn Sie gemerkt haben, dass ein bestimmter verstorbener Verwandter ausgeschlossen oder nicht gewürdigt wird, dann sollten Sie sein Grab besuchen. Davon kann eine heilende Wirkung für Sie und Ihre gesamte Familie ausgehen. Aber auch jeder andere Besuch am Grab eines Verwandten tut gut.

2. Gehen Sie möglichst allein hin

Die größte Kraft hat ein Besuch am Grab, wenn Sie es ohne Begleitung tun. Wenn Sie mit anderen hingehen, etwa anlässlich eines Verwandtenbesuchs, dann unterhalten Sie sich während des Wegs zum Grab nicht über Belanglosigkeiten. Bringen Sie das Gespräch auf den Toten, und erinnern Sie sich gemeinsam vor allem an das Gute, was er Ihnen allen hinterlassen hat.

3. Nutzen Sie den Weg zum Grab

Meist ist es ein bewusster Entschluss, zum Friedhof zu gehen, dem vom Alltagsleben abgeschiedenen Ort. Lassen Sie auf diesem Weg die Alltagssorgen hinter sich. Gewinnen Sie Abstand, und lernen Sie, auf die Ruhe und den Frieden der Toten zu hören. Achten Sie den Friedhof als einen besonderen Ort, eine Art räumliche Auszeit.

4. Bringen Sie etwas mit

Nehmen Sie eine Blume, ein Gesteck, eine Kerze oder sonst etwas mit, was Sie am Grab lassen können. Das schafft eine Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Sagen Sie beim Niederlegen der Blumen oder beim Anzünden der Kerze: „Ich gebe dir einen guten Platz in meinem Herzen. Bitte segne meine Familie.“

5. Zünden Sie ein Licht an

Die einfachste und wirksamste Meditationshilfe ist eine Grabkerze.„Katholische“ Gräber haben für diesen Zweck meist eine Laterne (warum sollten Sie so etwas nicht auch auf einem „evangelischen“ Grab aufstellen?!). Es tut aber auch ein einfaches Grablicht mit Windschutz.

6. Denken Sie an den Toten

Denken Sie zurück an die Zeit, als er noch Lebte. Rufen Sie sich Begegnungen mit ihm ins Gedächtnis zurück. Falls Sie dabei weinen, hat das eine hilfreiche Wirkung auf Sie. Wünschen Sie dem Toten Gutes. Stellen Sie sich auch umgekehrt vor, wie er jetzt gütig auf Sie sieht und sich freut, dass Sie leben. Sagen Sie sich: „Mit mir soll es gut weitergehen.“

7. Nehmen Sie Abschied

Ein Besuch auf dem Friedhof muss nicht lange dauern, denn es zählt nicht die Zeit, die Sie am Grab verbringen, sondern vor allem die gute Wirkung danach. Sprechen Sie ein Gebet - eines mit Worten oder einfach durch Stille. Stellen Sie sich vor, dass auch die Pflanzen auf dem Grab oder der Grabstein ein Gebet sind.

8. Lassen Sie die Toten zurück

Gehen Sie bewusst vom Grab weg. Machen Sie sich klar, dass die Toten auf dem Friedhof bleiben dürfen und nicht mehr in Ihrem Leben herumspuken müssen. Genießen Sie es, langsam wieder in den Alltag zurückkehren zu können. Freuen Sie sich über Ihr Leben. So kann der Besuch an einem Grab von einer lästigen Pflicht zu einer guten Kraftquelle werden.

© www.simplify.de

Familie: An die Toten denken, Download auf Gefunden auf orgenda.de

Freitag, 14. Mai 2010

Was für ein Wort!

"Der scheidende Linken-Chef Oskar Lafontaine ist 'empört' darüber, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen seiner Erkrankung in Frage gestellt wird. Schäuble selbst würde erkennen, wenn seine Gesundheit das Amt nicht mehr zulasse, sagte Lafontaine. Die beiden Politiker verbindet eine Attentats-Erfahrung."

welt.de

Von Opfer zu Opfer - oder: "Haben Sie denn auch eine Attentats-Erfahrung?" Was für eine Wortschöpfung!

Dienstag, 11. Mai 2010

Klingt banal, ist aber ein weiser Rat

"Betrachten Sie all Ihre Sorgen, Schwierigkeiten und Ängste – finanziell, beruflich, gesundheitlich, in der Partnerschaft usw. Schreiben Sie am besten alles, was Sie belastet, auf eine Liste. Dann schreiben Sie in großen Buchstaben darüber: All das habe ich geschaffen. Ihr Leben ist das Resultat von Entscheidungen, die Sie getroffen haben. Sie können es auf niemand anderen abschieben.

Viele Menschen werden gegen eine solche Sichtweise protestieren: Ob ich mich in meinem Beruf wohl fühle, hängt doch auch von meinen Kollegen und meinem Chef ab. Damit eine Ehe gelingt, braucht es doch 2 Menschen. Dass meine Steuerlast wächst, liegt doch an der Regierung. Das stimmt. Aber machen Sie sich klar: Wie Sie die anderen Menschen und die Situation um sich herum in Ihrem Inneren wahrnehmen, hängt einzig und allein von Ihnen ab."


Aus einem Newsletter von simplify.aktuell unter der Überschrift "Für das Plus an Zufriedenheit: Vereinfachen Sie Ihre Ansprüche" unter dem Zwischentitel "Übernehmen Sie Verantwortung"

Ein spannender Ratschlag. Wenn man so alles über das eigene Leben notiert (oder aufzeichnet, in einem Diagramm einträgt oder wie auch immer), kommt man vielleicht darauf,wie unwesentlich, unbedeutend, verschwindend dieses eigene Leben ist - und noch mikroskopischer sind unsere eigenen Nöte und Sorgen. Unterstützend empfiehlt sich ein Blick in die Zeitung oder ein einfacher Stadtspaziergang. Der wache Blick in die Welt macht uns bescheiden auch in unserem Sorgen.

Aus dem Jahreslauf des Bäckers

Gesehen in Grinzing.

Unterwegs zum Grab, zum Leben

Tafeln auf den Friedhof in Bisamberg

Montag, 10. Mai 2010

Neues für die Trauer

Trauer darf sich wieder sehen lassen

Gewinnerin des wichtigsten niederländischen Bestattungspreises präsentiert auf der BEFA den parlAmore-Trauerknopf

Nach langer Abwesenheit gibt es wieder ein Trauersymbol: den parlAmore Trauerknopf, entworfen von Marian van Essen. Auf einem runden Edelstein aus Onyx oder Jaspis trägt man einen Knopf eines Kleidungsstücks von einem lieben Verstorbenen. Marian van Essen hat so ein erkennbares und sehr persönliches Trauersymbol geschaffen.

Ein normaler Blusenknopf inspirierte die Amsterdamer Künstlerin Marian van Essen parlAmore zu entwerfen. 'Wenn man sich bewusst macht, wie oft ein Hemdknopf vom Verstorbenen zu Lebzeiten berührt wurde, wird dieser normale Knopf plötzlich sehr vertraut und intim.' Des Weiteren war sie von der Idee angetan, dass jeder Verwandte des Verstorbenen einen Knopf erhalten kann.

Am Samstag, den 27. März hat Marian van Essen den Yarden Stimulans entgegengenommen. Dieser alle zwei Jahre für innovative Ideen für Lebensende und Bestattung verliehene Preis ist mit 5.000€ dotiert. In der Jury waren u.A. vertreten die niederländische Theologin und Fernsehmoderatorin Jacobine Geel und Manu Keirse, Professor und Trauer-Experte an der Medizinischen Fakultät der belgischen KU Leuven.

Aus der Begründung der Jury:

Eine gut ausgeführte, ausgereifte Idee. parlAmore ist ein Impuls, alte Traditionen zu modernisieren. Die Kombination des universellen Designs mit dem persönlichen Akzent ist wunderbar. Der Knopf ist sehr kommunikativ, das lädt zum Gespräch ein. Dieses Projekt berücksichtigt in hohem Maße die individuelle Gestaltung und ist einem großen Publikum zugänglich. Alles ist mit Sorgfalt, Aufmerksamkeit und Respekt gefertigt. Ein qualitativ hochwertiges Produkt, das mit etwas Unterstützung für eine landesweite Ausarbeitung bereit ist.

Neues Konzept

Das Konzept von parlAmore, mit einem Knopf als Andenken, spricht offenbar viele Menschen an, ungeachtet des Alters und des Glaubens, auch Menschen mit einem streng-protestantischen oder islamischen Hintergrund. Das kommt daher, dass in diesem neuen Trauersymbol nichts vom Körper des Verstorbenen verarbeitet wird, auch keine Asche. Damit ist es ein Trauersymbol, das für alle geeignet und erkennbar ist und das verbindend wirken kann.

Trauer kann krank machen

Trauer findet oft im Verborgenen statt, aber immer mehr Trauernde zeigen sich. In der Wissenschaft befasst man sich momentan viel mit der Zeit nach der Bestattung, der Trauerarbeit. Vor allem, seitdem man festgestellt hat, dass Trauer krank machen kann. Aus etwa zehn Studien, die vor einigen Jahren in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ zusammengefasst wurden, geht hervor, dass Menschen, die gerade Witwe oder Witwer geworden sind, ein größeres Risiko haben, selber frühzeitig zu sterben. Bei Eltern, die ein Kind verlieren, haben Mütter das größte Risiko. Man kann also buchstäblich an einem gebrochenen Herzen sterben. Also ist es gut, der Trauer mehr Aufmerksamkeit zu schenken, konkludiert „The Lancet“.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Die Macht der Freude wider den Teufel und seine Scharen

Der hl. Franziskus sagt: „Gegen alle Machenschaften und Listen des Feindes verteidigt mich immer noch am besten der Geist der Freude. Der Teufel freut sich dann am meisten, wenn er einem Diener Gottes die Freude seiner Seele geraubt hat. Er hält immer einen Vorrat an Staub bereit, den er, durch irgendein Kellerloch, ins Gewissen bläst, um eine helle Seele dunkel zu machen. Aber einer von Freude geschwellten Seele versucht er vergeblich, sein tödliches Gift einzuflößen. Die Dämonen richten nichts aus gegen einen Diener Christi, der, wenn sie ihm begegnen, voll heiliger Heiterkeit ist. Dagegen lässt sich eine verdrossene, mürrische und bedrückte Seele leicht von der Traurigkeit überwältigen oder von falschen Vergnügungen in Beschlag nehmen.

Thomas von Celano, Vita secunda des hl. Franziskus § 125

Auch in der Provinz...