Donnerstag, 10. Februar 2011
Entwackeln
Dienstag, 24. August 2010
Ich entsorge, also bin ich
- Kleidungsstücke, die Sie nie wieder tragen
- Haushaltsartikel, die Sie nie wieder benutzen
- Geschirr und Besteckteile, die nie wieder auf Ihren Tisch kommen
- Dekorationsmaterial, das Sie nie wieder verwenden
- Medikamente, deren Verfallsdatum abgelaufen ist
- CDs, Schallplatten und Videos, die Sie sich nie wieder anhören und ansehen werden
- Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, die Sie nie wieder lesen
- Bücher aus Wissenschaft und Politik, deren Inhalt von der Geschichte längst überholt wurde
- Kleinkram aus Schubladen und von Regalen
- Betriebsanleitungen und Ersatzteile von Geräten, die Sie längst nicht mehr besitzen
- CDs und Disketten mit Computer-Programmen (plus deren Handbücher), die Sie nie wieder installieren werden
- Steuerunterlagen, deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist (10 Jahre nach demjenigen 31.12., welcher der Zustellung des Steuerbescheides folgte)
- Souvenirs und Geschenke, die zu toten Gegenständen geworden sind, weil Sie deren Zusammenhänge nicht mehr im Herzen tragen
- abgenutztes Werkzeug und alle anderen Dinge, die beim nächsten Gebrauch (falls jemals) nicht mehr einwandfrei funktionieren werden
Aus dem simplify-Newsletter
Samstag, 21. August 2010
Zynismus - öffentlich-rechtlich
Fiese Fassaden - Deutschland aus der Street View
Sonntag, 15. August 2010
Wieviele Sünden passen eigentlich auf einen LKW?
Aus einer Bibelarbeit von Rev. Paul C. Jong
Montag, 9. August 2010
Wechsel der Zeiten
"Während des ersten Weltkrieges, als viele Frauen in jungen Jahren zu Kriegswitwen wurden, kam es in Verbindung mit der Ausbildung eines neuen, von Existenzangst und Überlebenskampf geprägten Selbstverständnisses der Frau zum abrupten Ende der Produktion allegorischer weiblicher Friedhofsfiguren in passiver Trauerhaltung."
Gefunden in einem Informationsblatt zu einer Steinfigur von W. Lovrek auf der Empore der Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus am Wiener Zentralfriedhof.
Mittwoch, 14. Juli 2010
Neue Methode
Freitag, 9. Juli 2010
Das Verschwinden des Christentums
Die zur Rede gestellten Eltern verbünden sich dann mit der Klassenlehrerin, die den siebenjährigen Flegeln bescheinigt, die bravsten Kinder der Welt zu sein.
Der betreffende Bursche sei eben schon ein 'kleiner gestandener Mann'.
Folglich muß der Fehler bei Hochwürden liegen.
Dahinter steckt System – nämlich das seit 1968 einsetzende Großexperiment der Verdummung und Verrohung der Völker – nicht nur – des deutschen Sprachgebietes."
So beschreibt ein katholischer Religionslehrer seine Arbeit in Deutschland auf kreuz.net Weiterhin ist da zu lesen:
"Meine Aufgabe besteht darin, sogenannten Erstkommunion-Kindern, die sich im angeblichen Unterricht gegenseitig fast totschlagen und beschimpfen, 'Unterricht' zu erteilen, der nur zum allerkleinsten Teil Deckung durch praktizierende katholische Eltern erfährt.
Am Ende dieser Tragödie steht die sakramentale Zwangsbeglückung namens 'Erstkommunion'.
Manche der Achtjährigen weigern sich ausdrücklich, die Heilige Messe zu besuchen.
Fragt man sie, warum sie überhaupt die Erstkommunion wünschen, dann geht es ihnen um teure Rolex-Uhren (sic!) oder sonstige irdische Kostbarkeiten."
Schon vor zwanzig Jahren waren die Geschenke in meinen nordhessischen Gemeinden die wichtigste Motivation für die Konfirmation. Ich erinnere mich, wie mir ein Konfirmand vorrechnete, was er bei den zu erwartenden Geldgeschenken (er kalkulierte, wahrscheinlich ganz realistisch, mit einer vierstelligen Summe) für einen "Stundenlohn" pro Konfirmandenstunde habe.
"Wenn man aber nach der Heiligen Schrift oder nach einem Gebet- oder Gesangbuch fragt, bekommt man oftmals keine Antwort.
Solche Dinge besitzen in der Regel nicht einmal mehr die Eltern, die ihrerseits meist schon Opfer der liberalen antiautoritären Erziehung sind.
Die Kirche wird das in dieser Form nicht mehr lange praktizieren können."
Natürlich ein zugespitzter, drastischer Bericht, aber sehr ehrlich. Und es geht evangelischen Religionslehrern und -lehrerinnen in der Schule sowie Pfarrern und Pfarrerinnen im Konfirmandenunterricht kaum besser, in Deutschland wie in Österreich.
Beim Aufräumen wiedergefunden...
Diesen Prospekt finde ich jetzt wieder, als ich während meines Urlaubs das Arbeitszimmer in Ordnung bringe und viel räume (und wegwerfe). Das Motiv mit dem ostdeutschen Ampelmännchen ist einfach gut. Leider konnte ich nicht hinfahren. Ach ja: Österreich ist natürlich auch ein Missionsgebiet, vielleicht noch in viel höherem Maße als Deutschland ist dieses Land säkularisiert. Wenigstens in Wien kommt mir das so vor. In den Bundesländern spielt der traditionelle Katholizismus natürlich noch immer eine größere Rolle; in Wien aber ist Religion eine Privatangelegenheit, über die man am liebsten nicht spricht.
So einfach, so kompliziert
Man muss sich auf den Teufel verlassen, auf den Zufall, auf das Vakuum.' Kompromisslos durchläuft sie den komplizierten Weg des Erwachsenwerdens und der ersten Liebe. 'Ich bin Ariel, die kleine Meerjungfrau aus dem gleichnamigen Zeichentrickklassiker von Walt Disney und du bist irgendwie tot'."
Hörspielankündigung im phonostar-Newsletter ("Der komplizierte Weg des Erwachsenwerdens", Deutschlandradio Kultur 12.07.2010, 00.05 - 01.00 Uhr)
Dienstag, 22. Juni 2010
Anleitung zum Totenkult
An die Toten denken
Wie ein Grab Ihnen beim Leben helfen kann
1. Besuchen Sie das Grab eines „Schwarzen Schafs“
Wenn Sie gemerkt haben, dass ein bestimmter verstorbener Verwandter ausgeschlossen oder nicht gewürdigt wird, dann sollten Sie sein Grab besuchen. Davon kann eine heilende Wirkung für Sie und Ihre gesamte Familie ausgehen. Aber auch jeder andere Besuch am Grab eines Verwandten tut gut.
2. Gehen Sie möglichst allein hin
Die größte Kraft hat ein Besuch am Grab, wenn Sie es ohne Begleitung tun. Wenn Sie mit anderen hingehen, etwa anlässlich eines Verwandtenbesuchs, dann unterhalten Sie sich während des Wegs zum Grab nicht über Belanglosigkeiten. Bringen Sie das Gespräch auf den Toten, und erinnern Sie sich gemeinsam vor allem an das Gute, was er Ihnen allen hinterlassen hat.
3. Nutzen Sie den Weg zum Grab
Meist ist es ein bewusster Entschluss, zum Friedhof zu gehen, dem vom Alltagsleben abgeschiedenen Ort. Lassen Sie auf diesem Weg die Alltagssorgen hinter sich. Gewinnen Sie Abstand, und lernen Sie, auf die Ruhe und den Frieden der Toten zu hören. Achten Sie den Friedhof als einen besonderen Ort, eine Art räumliche Auszeit.
4. Bringen Sie etwas mit
Nehmen Sie eine Blume, ein Gesteck, eine Kerze oder sonst etwas mit, was Sie am Grab lassen können. Das schafft eine Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Sagen Sie beim Niederlegen der Blumen oder beim Anzünden der Kerze: „Ich gebe dir einen guten Platz in meinem Herzen. Bitte segne meine Familie.“
5. Zünden Sie ein Licht an
Die einfachste und wirksamste Meditationshilfe ist eine Grabkerze.„Katholische“ Gräber haben für diesen Zweck meist eine Laterne (warum sollten Sie so etwas nicht auch auf einem „evangelischen“ Grab aufstellen?!). Es tut aber auch ein einfaches Grablicht mit Windschutz.
6. Denken Sie an den Toten
Denken Sie zurück an die Zeit, als er noch Lebte. Rufen Sie sich Begegnungen mit ihm ins Gedächtnis zurück. Falls Sie dabei weinen, hat das eine hilfreiche Wirkung auf Sie. Wünschen Sie dem Toten Gutes. Stellen Sie sich auch umgekehrt vor, wie er jetzt gütig auf Sie sieht und sich freut, dass Sie leben. Sagen Sie sich: „Mit mir soll es gut weitergehen.“
7. Nehmen Sie Abschied
Ein Besuch auf dem Friedhof muss nicht lange dauern, denn es zählt nicht die Zeit, die Sie am Grab verbringen, sondern vor allem die gute Wirkung danach. Sprechen Sie ein Gebet - eines mit Worten oder einfach durch Stille. Stellen Sie sich vor, dass auch die Pflanzen auf dem Grab oder der Grabstein ein Gebet sind.
8. Lassen Sie die Toten zurück
Gehen Sie bewusst vom Grab weg. Machen Sie sich klar, dass die Toten auf dem Friedhof bleiben dürfen und nicht mehr in Ihrem Leben herumspuken müssen. Genießen Sie es, langsam wieder in den Alltag zurückkehren zu können. Freuen Sie sich über Ihr Leben. So kann der Besuch an einem Grab von einer lästigen Pflicht zu einer guten Kraftquelle werden.
© www.simplify.de
Familie: An die Toten denken, Download auf Gefunden auf orgenda.de
Mittwoch, 19. Mai 2010
Freitag, 14. Mai 2010
Was für ein Wort!
welt.de
Von Opfer zu Opfer - oder: "Haben Sie denn auch eine Attentats-Erfahrung?" Was für eine Wortschöpfung!
Dienstag, 11. Mai 2010
Klingt banal, ist aber ein weiser Rat
Viele Menschen werden gegen eine solche Sichtweise protestieren: Ob ich mich in meinem Beruf wohl fühle, hängt doch auch von meinen Kollegen und meinem Chef ab. Damit eine Ehe gelingt, braucht es doch 2 Menschen. Dass meine Steuerlast wächst, liegt doch an der Regierung. Das stimmt. Aber machen Sie sich klar: Wie Sie die anderen Menschen und die Situation um sich herum in Ihrem Inneren wahrnehmen, hängt einzig und allein von Ihnen ab."
Montag, 10. Mai 2010
Neues für die Trauer
Gewinnerin des wichtigsten niederländischen Bestattungspreises präsentiert auf der BEFA den parlAmore-Trauerknopf
Nach langer Abwesenheit gibt es wieder ein Trauersymbol: den parlAmore Trauerknopf, entworfen von Marian van Essen. Auf einem runden Edelstein aus Onyx oder Jaspis trägt man einen Knopf eines Kleidungsstücks von einem lieben Verstorbenen. Marian van Essen hat so ein erkennbares und sehr persönliches Trauersymbol geschaffen.
Ein normaler Blusenknopf inspirierte die Amsterdamer Künstlerin Marian van Essen parlAmore zu entwerfen. 'Wenn man sich bewusst macht, wie oft ein Hemdknopf vom Verstorbenen zu Lebzeiten berührt wurde, wird dieser normale Knopf plötzlich sehr vertraut und intim.' Des Weiteren war sie von der Idee angetan, dass jeder Verwandte des Verstorbenen einen Knopf erhalten kann.
Am Samstag, den 27. März hat Marian van Essen den Yarden Stimulans entgegengenommen. Dieser alle zwei Jahre für innovative Ideen für Lebensende und Bestattung verliehene Preis ist mit 5.000€ dotiert. In der Jury waren u.A. vertreten die niederländische Theologin und Fernsehmoderatorin Jacobine Geel und Manu Keirse, Professor und Trauer-Experte an der Medizinischen Fakultät der belgischen KU Leuven.
Aus der Begründung der Jury:
Eine gut ausgeführte, ausgereifte Idee. parlAmore ist ein Impuls, alte Traditionen zu modernisieren. Die Kombination des universellen Designs mit dem persönlichen Akzent ist wunderbar. Der Knopf ist sehr kommunikativ, das lädt zum Gespräch ein. Dieses Projekt berücksichtigt in hohem Maße die individuelle Gestaltung und ist einem großen Publikum zugänglich. Alles ist mit Sorgfalt, Aufmerksamkeit und Respekt gefertigt. Ein qualitativ hochwertiges Produkt, das mit etwas Unterstützung für eine landesweite Ausarbeitung bereit ist.
Neues Konzept
Das Konzept von parlAmore, mit einem Knopf als Andenken, spricht offenbar viele Menschen an, ungeachtet des Alters und des Glaubens, auch Menschen mit einem streng-protestantischen oder islamischen Hintergrund. Das kommt daher, dass in diesem neuen Trauersymbol nichts vom Körper des Verstorbenen verarbeitet wird, auch keine Asche. Damit ist es ein Trauersymbol, das für alle geeignet und erkennbar ist und das verbindend wirken kann.
Trauer findet oft im Verborgenen statt, aber immer mehr Trauernde zeigen sich. In der Wissenschaft befasst man sich momentan viel mit der Zeit nach der Bestattung, der Trauerarbeit. Vor allem, seitdem man festgestellt hat, dass Trauer krank machen kann. Aus etwa zehn Studien, die vor einigen Jahren in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ zusammengefasst wurden, geht hervor, dass Menschen, die gerade Witwe oder Witwer geworden sind, ein größeres Risiko haben, selber frühzeitig zu sterben. Bei Eltern, die ein Kind verlieren, haben Mütter das größte Risiko. Man kann also buchstäblich an einem gebrochenen Herzen sterben. Also ist es gut, der Trauer mehr Aufmerksamkeit zu schenken, konkludiert „The Lancet“.
Donnerstag, 6. Mai 2010
Die Macht der Freude wider den Teufel und seine Scharen
Thomas von Celano, Vita secunda des hl. Franziskus § 125





