Es ist ebenso wichtig, dass die versammelte Gemeinde Ehrfurcht zeigt. Das kann sich zeigen durch rechtzeitiges kommen zur Messe, damit sie bereit sind, wenn die Heilige Messe beginnt: in ihrem Singen; im gemeinsam Stehen oder Sitzen wo es angebracht ist und in den wichtigen Momenten im stillen Gebet. Es ist so traurig, wenn man Leute sieht, wie sie spät kommen, wie sie während der Messe Zeitungen lesen, wenn sie beginnen miteinander in der Kirche zu reden, sobald der Schlusssegen gegeben wurde und wenn sie dann hinausgehen, als ob sie ein Sportstadion oder ein Theater verlassen.Viele versammelte Gemeinden achten auch nicht auf die Momente der Stille z.B. nach den Lesungen, nach der Predigt oder nach der Heiligen Kommunion. Manchmal ist es der Priester, der in Eile ist. Ein andermal ist es der Chor, der jeden Moment der Stille mit Gesang füllt. In anderen Fällen haben aber auch die Leute in den Bänken Schwierigkeiten die Stille zu halten, da sie nie das persönliche, stille Gebet gelernt haben.
Die Gefahr der horizontalen Ausrichtung in vielen eucharistischen Feiern ist sehr real. So manche Priester und auch Leute verhalten sich so, als ob es das wichtigste sei, wenn man zur Heiligen Messe kommt, einander zu treffen, sich gegenseitig aufzurichten und manchmal sogar um einander zu unterhalten. NEIN! Für solchen Horizontalismus ist hier der falsche Platz. Wir kommen vorrangig zur Heiligen Messe, um Gott anzubeten, ihm zu danken, um Verzeihung für unsere Sünden zu bitten und unsere Bedürfnisse hinzulegen. Wir sind nicht das Zentrum. Gott ist es!
Francis Kardinal Arinze, der frühere Präfekt die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung in einem Radio-Maria-KathTube-Vortrag
Tatsächlich sind evangelische Gemeinden nicht selten andächtiger, das bestätigen mir sogar katholische Mitchristen. Die Mahnungen haben trotzdem auch für Evangelische ihre Berechtigung.


