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Sonntag, 29. August 2010

Zum Nachdenken

In Nord- und Mitteldeutschland ist "Einsegnung" ein anderer Ausdruck für die Konfirmation, in Österreich ein Synonym für die kirchliche Bestattung. Eine Beobachtung zum Nachdenken.

Freitag, 20. August 2010

Donnerstag, 19. August 2010

Splitter

Wenn alles Leben Problemlösen ist, wie Karl Popper gemeint hat, dann ist Urlaub so etwas wie Scheintod.

Geschenkidee

Eine gute Idee für ein Geschenk zur Konfirmation oder zum 16. oder 18. Geburtstag: Ein ungeheuer umfangreiches Adressbuch, das ein Leben lang reicht und genügend Platz bietet für die Hunderte oder Tausende Kontakte, die ein Mensch so in seinem Leben ansammelt - die meisten nur auf Zeit. Trüge man in einem solchen Buch nicht nur alle Daten (und Änderungen) treulich ein, sondern könnte man sich auch entschließen, bei gelegentlicher Durchsicht des Buches die Namen all derjenigen zu streichen, mit denen man nichts mehr zu tun hat oder haben will - oder die inzwischen gestorben sind -, dann wäre ein solches Buch ein wahrer Lebensbegleiter und würde eben auch abspiegeln, wie mit der Zeit die Zahl der Toten und übrigen Gestrichenen immer mehr zunimmt.

Samstag, 17. Juli 2010

Fehlersehnsucht

"Lesen ist nur ein Druckfehler für Leben."

Hans Wollschläger

Was für ein böses Wort. Wenn man es ernst nimmt, hat mein Leben einen derart kompetenten Korrektor, dass es kaum noch zu Druckfehlern kommt.

Samstag, 27. März 2010

Freitag, 13. November 2009

Tragisch

Wenn jemand einen Sprachfehler hat und erst als Erwachsener davon geheilt werden kann, aber nun nichts mehr zu sagen hat - das könnte man wohl tragisch nennen.

Samstag, 25. Juli 2009

Dienstag, 16. Juni 2009

Kunst und Analphabetismus

Im Mittelalter waren die Kirchen voller Bilder, weil so wenige Menschen lesen konnten.
Die mangelnde Alphabetisierung beförderte die Kunst.
Heute ist die Welt voller Bilder - und wir verlernen das Lesen.

Samstag, 28. März 2009

Neben den Gleisen des Fortschritts

Vieles haben wir Menschen zu zähmen gelernt,
Rinde und Pferde und Hunde,
Wasser und Wind,
sogar Elektrizität und Magnetismus,
eine erstaunliche species sind wir.

Doch unsere eigene Seele
kam leider nicht nach mit dem Fortschritt,
blieb auf der Strecke,
irrt neben den Gleisen dahin,
wild, suchend und durchaus ungezähmt.

Donnerstag, 5. Februar 2009

"Heiraten? Tatsächlich?"

"Um Gottes willen! Warum denn das? Kommt ein Kind?" - "Nein." - "Nötigt euch die Kirche? Oder die Gemeinde?" - "Nein." - "Aber dann gibt es doch gar keinen Grund! Warum wollst ihr denn nur heiraten?" - "Weil wir uns lieben und uns sicher sind, dass wir zusammen bleiben wollen." - Ja, aber das ist doch kein Grund, darum muss man doch nicht heiraten! Habt ihr euch das auch gut überlegt?"

Kommentar einer Lehrerkollegin: "Sie haben wohl auch gar nichts gelernt!"

Entsetztes Kopfschütteln, ungläubig aufgerissene Augen, ernstliche Besorgnis, wohlmeinendes Abraten - das ist es, was heute die Ankündigung einer Heirat hervorruft, noch dazu, wenn beide Partner schon einmal verheiratet waren. Es fehlt nur nur noch der Rat, einen Psychiater aufzusuchen. 

Ja, da ist wirkliches Nichtglaubenkönnen. Manch ein Gesprächspartner denkt zunächst und auch noch länger an einen bloßen Schmäh. Erst nach einiger Zeit stellt sich dann eine Art strahlender Freude ein darüber, dass es so etwas tatsächlich noch gibt, heute, in diesen Tagen: eine ohne Not, rein aus Liebe geschlossene Ehe. Eine Botschaft wie aus fernen, märchenhaften Zeiten.

Die Menschen fürchten die Ehe anscheinend. Oder richtiger: sie haben zu ihr jenes ambivalente Verhältnis, das Rudolf Otto gegenüber dem Numinosen ausgemacht hat: Ehe ist (auch) heute (noch) ein Numen - Mysterium fascinosum und tremendum zugleich. Letzterer Aspekt scheint aber doch zu überwiegen.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Kalenderzufall

Natürlich ist es ein zufälliges Zusammentreffen, aber, seit die Sommerzeit erst am letzten Oktobersonntag endet, doch kein ganz selten eintreffendes Ereignis hier in Österreich: Am Nationalfeiertag werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Honi qui mal y pense.

Sonntag, 29. Juni 2008

Die großen Möglichkeiten

Haben oder Sein,
Erstreben oder Empfangen
Werke oder Glauben,
sein Glück machen oder sein Glück finden.

Jesus sagt: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Mt. 6,33

Unterschied

Das Kleine bringt uns zum Lächeln, das Große zum Staunen.