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Freitag, 9. April 2010

Einen weiten Weg gegangen, um endlich zu Jesus Christus zu finden

"Wenn wir als Christ Stille und Schweigen suchen, ist es immer an Jesus gebunden. Er bewirkt seinen Frieden und seine Stille in uns, nicht wie die Welt ihn gibt, sondern wie er ihn uns hinterlassen hat. Jede andere Form von Selbstentleerung führt zwangsweise zur Zerstörung der Persönlichkeit, weil sie uns blendet, so dass wir unseren wahren Zustand der Sünde nicht erkennen. In dem Moment, wo ich Jesus den Schlüssel gebe zu all meinen verborgenen und verschlossenen, inneren Räumen, wird er mich nicht in einen kosmischen Traum heben, auch nicht in Wohlgefallen auflösen; im Gegenteil: Er wird anfangen, das auszumisten, was mich auf der Erde knechtet und gefangenhält; nämlich die Leidenschaften. In Jesus Christus ist die Freiheit, von der jeder Mensch träumt. Durch ihn wird aus einem Sklaven ein freier Mensch."

So schreibt der Schweizer Pädagoge Klaus Kenneth in einem Erfahrungsbericht. Eine zwölfjährige Weltreise ließ ihn Islam, Hinduismus und Buddhismus näher kennen lernen. Am Ende dieser Reise, die zugleich eine innere Suchbewegung war, fand Kenneth zum Christentum zurück und wurde ein Missionar des Evangeliums. Auslöser war übrigens die Erfahrung sexuellen Missbrauchs durch einen Geistlichen: "Die Heuchelei eines 'Geistlichen', der mich als Junge während sieben Jahren sexuell missbraucht hatte, öffnete mir auf abstossendste Weise die Augen und trieb mich während zwölf Jahren zur Flucht um den ganzen Erdball."

Aber die Lebensodyssee führte ihn am Ende wirklich zu Jesus Christus. "Enttäuscht und verzweifelt kam ich zurück nach Europa. Christen in meiner Umgebung fingen an, für mich zu beten und mir von Jesus Christus zu erzählen. Sie brachten mich mit Maurice Ray zusammen, der mir liebevoll begegnete. Während unserer Gespräche begriff ich plötzlich, dass ich ein Leben lang Marionette war. Gab es noch Rettung für mich? 'Ja', meinte Maurice Ray, 'du bist frei, zu entscheiden, unter welcher Herrschaft du leben willst.' Ich wollte nicht mehr Marionette sein, sondern frei werden und unter der Führung von Jesus Christus leben. Wir knieten nieder und beteten. Dies war der Anfang eines neuen Lebens!"

Quelle: livenet.ch

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Minarette

Die Mehrheit der Schweizer hat begriffen, was jeder Muslim weiß: Minarette sind kein bloßer Bauschmuck, sondern politische Symbole, sie verkörpern einen Machtanspruch. Sie dienen daher keineswegs dem Religionsfrieden, den die Schweizer auf alle Fälle wahren wollen.

Aus einem Kommentar im Deutschlandradio Berlin

Mittwoch, 4. November 2009

Schwierige Beweislast

In der Justizvollzugsanstalt in Werl (Nordrhein-Westfalen) sitzt ein zu fünf Jahren Gefängnis verurteilter Bankräuber.
Der 46 Jahre alte Mann ist gläubiger Buddhist und hält die Gefängnisleitung mit diversen Forderungen auf Trab, unter anderem wollte er andere Nahrungsmittel haben.
Jetzt möchte der Gefangene, dass seine Katze in besuchen darf, weil er diese für die Wiedergeburt seiner verstorben Mutter hält. Allerdings entsprach das Amtsgericht seinem Anliegen nicht, weil er keinen Beweis für die Reinkarnation beibringen konnte.

Dienstag, 1. September 2009

Ein sehr guter Rat

Sei nicht Sklave, sondern Herr deiner Stimmungen. Bist du aber so verärgert, so gedrückt, so wund, dass dein Geist selbst im Gebet nicht Erlösung und Ruhe findet, so gehe eilends hin und bereite einem Geringen, einem Bekümmerten, einem schuldigen oder unschuldig Leidenden - eine Freude! Opfere dich, deine Gabe, deine Zeit, deine Ruhe einem anderen, einem, dem mehr als
dir auferlegt ist - und deine unglückliche Stimmung löst sich auf in gottselige, gottzufriedene Ergebung.

Abdu'l-Baha

Freitag, 21. August 2009

Koranverse - nicht ohne böse Absicht ausgewählt



Die "Bürgerbewegung Pax Europa" nennt als Ziele: "Für europäische Werte & Freiheiten - gegen Islamisierung".

Es geht bei dieser Plakataktion mit Koranversen um die Entlarvung des Islam als intolerante und gewaltbereite Religion. Ein ähnlicher Nachweis wäre für das Judentum und das Christentum natürlich auch nicht schwer...

Mittwoch, 12. August 2009

Geschlechterrollen in der muslimischen Welt des 19. Jahrhunderts

Huma Yusuf hat an der medizinischen Hochschule in Karachi einen Vortrag über Islam und Homosexualität gehört. Bis zum 19. Jahrhundert war die muslimische Welt relativ tolerant im Umgang mit Homosexuellen, referiert sie. Das lag unter anderem daran, dass in den islamischen Kulturen "die selben Auffassungen von Schönheit für Männer und Frauen galten. Der Vortragende zeigte mehrere Miniaturmalereien aus der Ära Abbasid, in der Männer und Frauen ununterscheidbar waren (betrachten Sie die berühmten Illustrationen von Sha Abbas mit einem Wein-Jungen). Männer trugen Make-Up und hüllten sich in Kleider und Juwelen, während Frauen mit flaumigen Schnurrbärten als besonders attraktiv galten (offenbar malten sich Frauen sogar Schnurrbärte auf, um hübscher zu erscheinen)." Erst die Kolonialmächte, mit ihrer strikten Vorstellung davon, was männlich und was weiblich ist, bereiteten dieser Laxheit ein Ende.


Dienstag, 11. August 2009

Dem Himmel näher

Gebetsflug gegen Schweinegrippe

JERUSALEM (inn) - Mit einer seltenen Maßnahme haben 50 Rabbiner und Kabbalisten in Israel am Montag der Schweinegrippe den Kampf angesagt: Sie ließen sich mit einem Flugzeug über das Land fliegen - während des Fluges sprachen sie spezielle Gebete und bliesen sieben Mal das Schofarhorn.

"Ziel unseres Fluges war es, die Epidemie zu stoppen, und somit weitere Todesfälle zu verhindern. Wir sind sicher, dass die Gefahr aufgrund unserer Gebete bereits hinter uns liegt", sagte Rabbi Jitzhak Batzri laut der Tageszeitung "Jediot Aharonot". Seine Vorfahren hatten während des Zweiten Weltkrieges das Konzept der Gebetsflüge entwickelt.

Es war erst das dritte Mal seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948, dass ein solcher Flug veranstaltet wurde. Erstmals war 1991 während des Ersten Golfkrieges ein Gebetsflug durchgeführt worden. Im Jahr 1996 hatten Rabbiner aufgrund der Terrorwelle, die das Land erschütterte, ebenfalls über den Wolken gebetet.

Bislang sind in Israel fünf Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag sind mindestens 2.000 Menschen im jüdischen Staat mit dem H1N1-Virus infiziert.


Gefunden auf Israelnetz.com

Freitag, 3. Juli 2009

Religiöser Wahrheitsanspruch - präfaschistisch?

Oftmals werden Terroristen mit islamistischem Hintergrund in der öffentlichen Berichterstattung mehr oder weniger als fanatische Wahnsinnige dargestellt, welche - durch Hassprediger indoktriniert und mißbraucht - ihre Religiosität mißverstehen und in Form von Hass und Gewalt kanalisieren. Auf jeden Fall wird der militante Islamismus als Pathologie des islamischen Glaubens als solchen empfunden.

Geprägt durch ein von der Aufklärung bestimmtes Weltbild, welches von einer universellen und von kulturell-religiös geprägter Subjektivität unabhängigen Menschenwürde ausgeht, erscheint uns unser Rechtsempfinden - beispielsweise die Ablehnung der Tötung unschuldiger Menschen im Namen Gottes - als selbstverständlich und auch für Angehörige des islamischen Kulturkreises verbindlich. Dabei wird oftmals wenig zwischen dem Islam und dem für uns weiterhin bedeutsamen Christentum differenziert. Es ist eine weit verbreitete Vorstellung, daß der Islam eine dem Christentum in Ansatz sehr ähnliche, allerdings lediglich „zeitverzögerte” Religion sei. Dabei betrachtet man das Christentum - mit Blick auf Kreuzzüge, Hexenverfolgungen, Inquisition etc. - ebenfalls als eine potentiell militante Religion, welche durch die Aufklärung nunmehr weitgehend „geläutert” und zu ihrer wahren Bestimmung als friedfertige und „tolerante” Religion geführt worden sei bzw. noch weiter geführt werden müsse.

Der Islam wird in diesem Zusammenhang gerne mit dem Christentum des Mittelalters verglichen, dem die Läuterung durch die Aufklärung noch bevorstände. Religion wird im Rahmen des durch den von der Aufklärung und der Säkularisierung geprägten Relativismus immer dann als gefährlich und pathologisch empfunden, wenn sie auf ihrem Absolutheits- und Universalitätsanspruch sowie dem damit verbundenen Missionsgedanken beharre. Diese expansionistische Grundeinstellung sei die Wurzel der „Intoleranz” und damit der Konflikte zwischen der westlich-aufgeklärten Gesellschaft und dem religiös motivierten Fanatismus. Religion wird als ein Dienstleister des Menschen für die Befriedigung religiöser Bedürfnisse empfunden, jedoch nicht mehr als Quelle der Wahrheit - ein Begriff, welcher heute bereits an sich als potentiell intolerant und „präfaschistisch” verdächtigt wird. Wir haben heutzutage ein anthropozentrisches und relativistisches Religionsverständnis. Das ist von entscheidender Bedeutung, denn uns ist das Gefühl für den Umgang mit eben nicht anthropozentrischen Religionen wie dem Islam verloren gegangen und wir haben deshalb massive Probleme, derartige religiös motivierte Handlungen und auch den religiösen Fanatismus und islamistischen Terrorismus nachzuvollziehen und richtig einzuordnen.

Anton Löhmer

Montag, 29. Juni 2009

Muss das wirklich sein?

Am 3. August soll der Dalai Lama in Marburg die Ehrendoktorwürde verliehen werden, die 54. wahrscheinlich.

Was rechtfertigt die Marburger Ehrendoktorwürde für den Dalai Lama?

Nichts. Was der »Gottkönig« in seinen Vorträgen zum besten gibt, ist eine absurde Dialektik von Platitüde und Nonsens. Zum einen läßt er positiv-denkerischen Trivialkram ab, dessen Niveau nur selten über das der Glückskekse hinausreicht, die man nach dem Essen im Chinarestaurant bekommt, beispielsweise »Nur wer Leid erträgt, wird Glück erfahren«. Alle können dabei mit dem Kopf nicken und sich der Erleuchtung ganz nahe wähnen, auch wenn der Aussagewert gleich null ist. Zum anderen schwadroniert er endlos in pseudophilosophischer Metaphysik herum und reiht, begleitet von unmotiviertem Gekichere und sonstigen Hanswurstiaden, wie etwa dem Herumschaukeln auf seinem Thron, sinnleere Worthülsen aneinander. Schon nach dem ersten Satz schalten die Zuhörer ab, weil es schlechterdings keinen Sinn macht, was er da von sich gibt. Dieses kognitive Abschalten halten sie dann auch noch für bewußtseinsfördernde Meditation. Wenn man’s nicht versteht, dann nur, weil man selbst doch noch nicht erleuchtet genug ist.

Ein Beispiel?

O-Ton »Seiner Heiligkeit«: »Daß Erscheinungen unter letztgültiger Analyse nicht gefunden werden können, zeigt an, daß sie nicht wirklich existieren. Da sie leer sind in bezug auf die konkrete Existenzweise, in der sie erscheinen, ist klar, daß sie im Kontext und Wesen der Leere in bezug auf inhärente Existenz existieren.« Es ist wie in Andersens Märchen von den neuen Kleidern des Kaisers: Niemand traut sich zu sagen, daß der Dalai Lama einen Unsinn verzapft, daß die Lichter ausgehen.

Warum legt sich die Universität Marburg so ein Ei ins Nest?

Offenbar glaubt man, der Glanz all der vorherigen Ehrungen, einschließlich des Nobelpreises, falle irgendwie auch auf die Uni Marburg zurück. Die Ehrendoktoratsverleiherei an den Dalai Lama ist zu einem grotesken Selbstläufer geworden. Die Uni Marburg muß sich gleichwohl fragen lassen, weshalb sie einen Mann auszeichnet, der als oberster Repäsentant eines der ausbeuterischsten und blutsaugerischsten Systeme gilt, die es je in der Menschheitsgeschichte gab: eines feudaltheokratischen Priesterstaates, in dem bis Mitte des 20. Jahrhunderts – also bis in die Ägide des jetzigen Dalai Lama hinein! – Leibeigenschaft und Sklaverei vorherrschten. Sie muß sich fragen lassen, weshalb sie das Oberhaupt eines religiösen Wahnsystems ehrt, zu dessen wesentlichen Ritualen der sexuelle Mißbrauch kleiner Mädchen zählt; einen Obskuranten, der auf Astrologie, Orakel- und Dämonenkult abstellt und von sich behauptet, frei durch die Luft fliegen zu können.


Aus einem Interview der "Jungen Welt" mit Colin Goldner, einem klinischen Psychologen und Autor einer kritischen Dalai-Lama-Biografie.

Mein halbes Erwachsenenleben habe ich an dieser Universität oder in ihrem engsten Umkreis verbracht. Es stellt sich wirklich die Frage, ob das sein muss. Vermutlich wird es ja auch noch ein theologischer Ehrendoktor sein. Beschämend.

Dienstag, 16. Juni 2009

Multireligiosität

"Ich persönlich habe meine geistige Heimat in einer evangelischen Gemeinde gefunden und überlege seit einiger Zeit dort einzutreten, bin aber offiziell auch in einem Sufi - Orden und ich fühle mich auch der Yogatradition ganz verbunden, das ist auch mein Lebensweg."

"Wir stehen auf, in der Früh begibt sich jeder in einen anderen Raum. Und jeder macht seine Übungen. Anthony macht seine Yoga Übungen, Pranayama. Ich beginne aber mit Sufi Meditationen, mit Sufi Mantren stimme ich mich auf mich ein und auf den Tag ein. Und dann beginne ich mit meinen Yogaübungen. Dann treffen wir uns um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück und bevor wir frühstücken, beten wir gemeinsam und lesen aus der Bibel, sprechen dann ein bisschen darüber beim Frühstück. Und in den Yogastunden kommt genau dann das durch, was wir für uns auch Tagesthema war in den Schriften, in der eigenen Erfahrung und das lassen wir mit einfließen."

Eingangsstatements einer Frau in der Sendung "Ich bin multireligiös." Religionskomponisten schöpfen aus verschiedenen Brunnen, wdr5, 11.06.2009 Uhr.

Die Sendung kann man hier auch nachhören.

Ist das der Anfang der Zukunft der Religionen in einer globalisierten Welt? Oder ist eine solche religionsübergreifende Sicht, die vor allem aus den mystischen Traditionen schöpft, immer nur etwas für wenige?

Hier geht es nicht um Stationen auf dem spirituellen Weg, sondern um Gleichzeitigkeit. In den Lebensläufen nicht weniger Menschen findet sich heute das Ausprobieren verschiedener religiöser Angebote. Die Menschen aber, die in dieser Sendung zu Wort kommen, haben für sich eine Synthese gefunden.

Das setzt eine bestimmte Weite des Horizonts und des Herzens voraus, vor allem auch eine tiefe und lebendige Spiritualität. Mit esoterischer Praxis, die ja auch mancherlei aus verschiedensten Traditionen zueinanderfügt, ist das durchaus zu vergleichen. Die Übergänge sind fließend, aber in der Esoterik werden oft bestimmte Ergebnisse, rasche Erfolge, schnelle Besserungen der Lebenssituation gesucht - und vor allem wird dabei viel Geld ausgegeben bzw. verdient. Multireligiosität, wie sie in dieser Sendung aufscheint, sucht die tiefere, mystische Wahrheit in den Religionen, nicht die schnelle magische Lösung.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Die Grundwahrheit, religionsübergreifend

Es ist Unser Wunsch und Verlangen, daß jeder von euch zu einem Quell alles Guten unter den Menschen und zu einem Beispiel der Aufrichtigkeit für die Menschheit werde. Hütet euch, daß ihr euch selbst nicht euerem Nächsten vorzieht. Richtet eueren Blick auf Ihn, den Tempel Gottes unter den Menschen.

Baha'u'llah, Ährenlese (aus dem e-mail-Newsletter der Bahai-Seite geistigenahrung.org)

Samstag, 4. April 2009

Feine Unterschiede

Die in Ingelheim frisch eingeweihte und von Politikern und Kirchenvertretern euphorisch gefeierte Moschee heißt „Fatih-Sultan-Moschee“. Der Name ist wohl nicht „zufällig“ gewählt. Der türkische Sultan Mehmet II. trug den Beinamen „Fatih“ („der Eroberer“). Im Jahre 1453 hat dieser Christenhasser das bis dahin christliche Konstantinopel überrannt, alle Christen zusammentreiben, pfählen und köpfen lassen. Er zerstörte das christliche Byzantinische Reich. Das von ihm angeordnete Blutbad war grauenvoll.

Überall in Europa nennen muslimische Mitbürger heute ihre neu entstehenden Moscheen nach den großen Christenhassern ihrer Geschichte. Viele klatschen, wenn etwa mit immer neuen „Fatih“-Moscheen die Gefühle europäischer Christen mit Füßen getreten werden. Bloß nicht den Islam „beleidigen“. Kämen Christen auf die Idee, eine Basilika etwa nach dem Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon zu benennen? (...)


Udo Ulfkotte: Dulden wir die Islamisierung Europas?, Die Welt 08.12.2008

Donnerstag, 5. Februar 2009

"Heiraten? Tatsächlich?"

"Um Gottes willen! Warum denn das? Kommt ein Kind?" - "Nein." - "Nötigt euch die Kirche? Oder die Gemeinde?" - "Nein." - "Aber dann gibt es doch gar keinen Grund! Warum wollst ihr denn nur heiraten?" - "Weil wir uns lieben und uns sicher sind, dass wir zusammen bleiben wollen." - Ja, aber das ist doch kein Grund, darum muss man doch nicht heiraten! Habt ihr euch das auch gut überlegt?"

Kommentar einer Lehrerkollegin: "Sie haben wohl auch gar nichts gelernt!"

Entsetztes Kopfschütteln, ungläubig aufgerissene Augen, ernstliche Besorgnis, wohlmeinendes Abraten - das ist es, was heute die Ankündigung einer Heirat hervorruft, noch dazu, wenn beide Partner schon einmal verheiratet waren. Es fehlt nur nur noch der Rat, einen Psychiater aufzusuchen. 

Ja, da ist wirkliches Nichtglaubenkönnen. Manch ein Gesprächspartner denkt zunächst und auch noch länger an einen bloßen Schmäh. Erst nach einiger Zeit stellt sich dann eine Art strahlender Freude ein darüber, dass es so etwas tatsächlich noch gibt, heute, in diesen Tagen: eine ohne Not, rein aus Liebe geschlossene Ehe. Eine Botschaft wie aus fernen, märchenhaften Zeiten.

Die Menschen fürchten die Ehe anscheinend. Oder richtiger: sie haben zu ihr jenes ambivalente Verhältnis, das Rudolf Otto gegenüber dem Numinosen ausgemacht hat: Ehe ist (auch) heute (noch) ein Numen - Mysterium fascinosum und tremendum zugleich. Letzterer Aspekt scheint aber doch zu überwiegen.

Sonntag, 18. Januar 2009

Was früher alles möglich war...

In den 1960er Jahren stellte der Kölner Dom seine beiden nördlichen Seitenschiffe auch islamischen Gottesdiensten türkischer Arbeitsmigranten zur Verfügung. So breiteten beispielsweise zum Ende des Ramadan 1965 um die 400 Muslime ihre Gebetsteppiche im Kölner Dom aus, um mit Gebeten und religiösem Gesang das Ende des Fastenmonats zu feiern. Die damalige Dompropstei betonte Journalisten gegenüber, dass das Bereitstellen von Möglichkeiten für die Gottesdienste Andersgläubiger in Kölner Kirchen durchaus „nichts Ungewöhnliches“ sei.

Aus Wikipedia s.v. Kölner Dom

Die interreligiöse Ökumene - auch die praktische - war schon einmal erstaunlich weit, da staunt man heutzutage nur noch.