Montag, 26. November 2007

Politik mit Buchstaben

Die Türkei will anscheinend die bislang verbotenen Buchstaben x, w und q, die im Türkischen nicht, wohl aber im Kurdischen vorkommen, legalisieren.
„Bei seiner großen Schriftreform von 1928 hatte der Republikgründer Kemal Atatürk festlegen lassen, mit welchen Buchstaben Türkisch in Zukunft geschrieben werden sollte und alle übrigen verboten. Obwohl das Verbot eigentlich nur für das Türkische gedacht war und die alte, aus dem Arabischen abgeleitete osmanische Schrift verdrängen sollte, wird es heute von der türkischen Justiz auch als Mittel zur Unterdrückung des Kurdischen gebraucht. Jüngstes Beispiel ist ein Brief eines Kurden an den Premierminister in Kurdisch, der zu mehreren Strafverfahren führte. Dabei hatten die Anklagebehörden auch die verbotenen Buchstaben für strafwürdig befunden.“ (Die Presse 23.11.2007)
Ein kulturelles Zugeständnis von hoher Symbolkraft, langfristig gewiss ein besserer Weg als militärische Interventionen...

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