Sonntag, 26. Oktober 2008

Der Preis der Freiheit

aJ: Rüdiger Safranski, drei Jahre lang schrieben Sie an Ihrem Buch über das Böse. Was ist Schlußfolgerung dieser äußeren und inneren Reise?

Safranski: Das Böse ist der Preis der Freiheit, das ist die einfache Botschaft. Ohne die Versuchung zum Bösen wäre Freiheit nicht denkbar. Freiheit riskiert das Böse. Wir sprechen immer von der Risikogesellschaft, doch jeder ist für sich selbst ein Risikofall. Große Sicherheiten gibt es nicht. Wir sehen, wie sogar das authentische Verlangen nach Freiheit und der Wunsch, in der Wahrheit zu stehen, terroristisch werden kann. Das geschieht in der Geschichte des Einzelnen ebenso wie im Großpolitischen. Ich bewege mich durch die wundersame Landschaft des Menschen, um diese Bereiche der conditio humana auszuloten.

Aus einem Interview mit dem advaitajournal (Volume 10)

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