Bei Führungen durch die Berliner Sehitlik-Moschee erklärt Ender Cetin, ein in Deutschland aufgewachsener Türke, die verschiedenen Stationen des muslimischen Ritualgebets:
"Die beugende Haltung symbolisiert Dankbarkeit, dass der Mensch auch seinen Stolz brechen soll, und eben bescheiden sein soll (...), sich bewusst machen soll, dass die Dinge Gnadengaben des Schöpfers sind. Man sagt auch, die beugende Haltung ist ein Symbol, dass man auch im Namen der gesamten Tierwelt, die ja meistens Vierbeiner sind, betet. (...) Und die niederwerfende Haltung, heißt es, ist die absolute Begeisterung und auch die Demut und die absolute Hingabe, wo ich auch eben als Mensch spüren soll, ich bin schwach, ich kann selber nichts erschaffen, das Vertrauen liegt bei Gott (…), und wenn man die (...) Haltungen als Zeichen mit einem Stift auf ein Blatt zeichnen würde, dann sehen die ähnlich aus wie die Buchstaben von A, D und M im Arabischen, (...) das bedeutet Adam, Adam ist der erste Prophet, und der erste Mensch (...), das heißt, der Mensch ist in der Lage, sich zu beugen und zu bücken und demütig auch durch die Welt zu gehen, nicht wie ein A ein Aleph sage ich mal, im Arabischen, sehr (...) hochnäsig oder hochmütig."
Aus einer Sendung des Deutschlandradios zum Thema Gebet in den großen Religionen ("Die Hände zum Himmel") am 3. Jänner 2009, 16.05 Uhr
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