Mittwoch, 10. Juni 2009

Kirchentag

Eine eigene Welt ist er geworden, der Kirchentag, manchmal fern dem Treiben der Anderen. Am Eröffnungsabend versammeln sich 300 000 Menschen entlang des Stadtgrabens. Der Himmel glüht goldrot, Kerzenlichter sind zu sehen, ein tiefer Ton brummt übers Wasser, die Leute singen "Der Mond ist aufgegangen". Dann werden sie still. Von Ferne brüllt auf einmal eine andere Menge: Tor für Werder. Wie weit das weg ist, am Wasser bei Kerzenschein.

Aus einer SZ-Reportage über den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Bremen

Er ist schon lange eine eigene Welt, der Kirchentag, eine ecclesiola in ecclesia, die besondere Erfahrungen vermittelt, die sich in die Gemeinden vor Ort einfach nicht übertragen lassen. Was ich immer besonders spannend fand: Es fahren nicht wenige Menschen zu den Kirchentgagen, die sich ansonsten in ihren Gemeinden nie blicken lassen.

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