Montag, 8. März 2010

Josephs Sicht der Dinge - blasphemisch?

Erst jetzt entdeckt: Ein witziges Werbeplakat einer katholischen Kirchengemeinde in Neuseeland, das viel Aufsehen erregt hat.

Eine provokante Darstellung von Josef und Maria spaltet Neuseelands Christen. Die progressive anglikanische Gemeinde „St Matthew-in-the-City“ in Auckland hat ein riesiges Poster vor der Kirche aufgestellt. Auf diesem sind Maria und Josef als unzufriedenes Paar im Bett zu sehen. Der Slogan zu dem Bild im Freskenstil lautet: „Poor Joseph. God is a hard act to follow.“ Oder auf Deutsch: „Armer Josef. Es ist nicht leicht, auf Gottes Wegen zu wandeln.“

Mit dem Bild wolle die Gemeinde die Menschen dazu bringen, über die Weihnachtsgeschichte zu sprechen, sagte Erzdiakon Glynn Cardy, Pfarrer der Gemeinde, neuseeländischen Medien. Er betonte, die „wirkliche Bedeutung von Weihnachten“ liege in der „radikalen Gastfreundlichkeit, die Jesus gegenüber den Armen, Verachteten, Frauen, Kindern und Kranken gezeigt hat“.

Die katholische Kirche reagierte mit Empörung auf die Aktion. Schon die Andeutung, dass Maria und Josef gerade Sex gehabt haben könnten, sei eine „Beleidigung der Christen“, sagte Lyndsey Freer, Pressesprecherin der katholischen Bischofskonferenz Neuseelands, und fügte hinzu: „.Unsere christliche Tradition bleibt, dass Maria eine Jungfrau war – und dass Jesus Gottes Sohn ist, nicht Josefs“, sagte Freer.“ Einige Demonstranten haben inzwischen die biblischen Figuren mit brauner Farbe zu übertüncht.

welt-online.de 18.12.2009


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