Das Lebensgefühl in Österreich ist insgesamt heiterer und gelassener, es fehlt die typisch deutsche ernste Schwere (oder der schwere Ernst?). man könnte das Oberflächlichkeit nennen: Die Erscheinung, der Glanz, die Mode, der schöne Schein, der Glamour der Prominenten, all das gehört hier selbstverständlich ins Weltbild, es fehlt der deutsche Tiefsinn, der zumindest das Feuilleton dominiert, der deutsche Weltschmerz, der aus nie wirklich gelungener Vergangenheitsbewältigung resultierende bittere Moralismus. Dafür gibt es Salzburg und die Alpen, die Staatsoper, den Tourismus und die Almen, auf denen natürlich auch hierzulande ein paar heilige Kühe grasen: Österreichs Neutralität gehört dazu…
Samstag, 13. Oktober 2007
Lebensgefühl
Das Lebensgefühl in Österreich ist insgesamt heiterer und gelassener, es fehlt die typisch deutsche ernste Schwere (oder der schwere Ernst?). man könnte das Oberflächlichkeit nennen: Die Erscheinung, der Glanz, die Mode, der schöne Schein, der Glamour der Prominenten, all das gehört hier selbstverständlich ins Weltbild, es fehlt der deutsche Tiefsinn, der zumindest das Feuilleton dominiert, der deutsche Weltschmerz, der aus nie wirklich gelungener Vergangenheitsbewältigung resultierende bittere Moralismus. Dafür gibt es Salzburg und die Alpen, die Staatsoper, den Tourismus und die Almen, auf denen natürlich auch hierzulande ein paar heilige Kühe grasen: Österreichs Neutralität gehört dazu…
Freitag, 12. Oktober 2007
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Gangaufsicht

In der AHS Maroltingergasse bin ich ich auch zur Gangaufsicht eingeteilt, netterweise im dritten Stock des Althauses, wo die Biologiefachräume und die dazugehörigen Sammlungen sind. So stehe ich also jeden Donnerstag vor der 2. Stunde 5 Minuten zwischen Terrarien, Aquarien, Kleintierkäfigen und lehrreichen Vitrinen herum und erweitere meine biologische Bildung. Schüler, die zu beaufsichtigen wären, sind um die Zeit eh keine da...
Bum bei der Bim
4,6 Unfälle mit Personenschaden pro Woche (oder 240 pro Jahr) passieren bei der Wiener Straßenbahn (von den Wienern im Alltag meist liebevoll "Bim" genannt). Da kommt man schon ins Nachdenken, aber Alternativen gibt es in der Regel nicht. Das Netz der "Öffis" ist dicht und allseits hoch geschätzt, die Straßenbahnen sind (neben den U- und S-Bahnen) ein unverzichtbarer Bestandteil, nicht anders als die Busse. Von Busunfällen liest man übrigens seltener...
Mittwoch, 10. Oktober 2007
Klatsch und Tratsch
Die Gratiszeitungen an den U-Bahnstationen in der U-Bahn ("heute" und "Oesterreich"), bestimmen das Weltbild all derer, die die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Sie sind außerdem sehr wienzentriert, informieren auch über alle wichtigen Veranstaltungen, bieten Kinoprogramme usw. Zugleich sind sie natürlich Boulevardblätter reinsten Wassers. Und sie pflegen Klatsch und Tratsch, widmen sich den Prominenten…Ob Paris Hilton Unterwäsche trägt oder nicht, ist anscheinend mindestens ebenso wichtig wie die Politik.
Aber auch die so genannten Qualitätszeitungen berichten mit einer Ausführlichkeit über wirkliche und vermeintliche Stars, wie das aus Deutschland ganz unbekannt ist.
Eine Schülerin kommentierte das in dem Sinne, dass ein kleines Land wie Österreich, dem es wirtschaftlich ganz gut geht, eben keine größeren bzw. wirklich großen Probleme hat... Dafür werden die kleinen Fragen (etwa des Schulsystems, der Wiener Parkpickerl-Regelung oder die Ankunft eines neuen Eurofighters in Zeltweg) mit um so größerer Aufgeregtheit in der Presse verhandelt.
Aber auch die so genannten Qualitätszeitungen berichten mit einer Ausführlichkeit über wirkliche und vermeintliche Stars, wie das aus Deutschland ganz unbekannt ist.
Eine Schülerin kommentierte das in dem Sinne, dass ein kleines Land wie Österreich, dem es wirtschaftlich ganz gut geht, eben keine größeren bzw. wirklich großen Probleme hat... Dafür werden die kleinen Fragen (etwa des Schulsystems, der Wiener Parkpickerl-Regelung oder die Ankunft eines neuen Eurofighters in Zeltweg) mit um so größerer Aufgeregtheit in der Presse verhandelt.
Preise
Wiener Beobachtungen: Das alltägliche Leben scheint in den meisten Bereichen teurer zu sein als in Deutschland - wenige Ausnahmen: der öffentliche Nahverkehr, Benzin, Zigaretten, Kaffee. Besonders auffallend sind die hohen Bierpreise, selbst das allerbilligste Bier kostet im Supermarkt 0,20 € mehr (pro halben Liter) als in Deutschland. Sonderangebote („Aktionen“ heißt das da) sind aber sehr günstig und (ver-)führen zur Vorratshaltung, denn die Reduktionen sind in der Regel verbunden mit der Abnahme größerer Mengen bzw. Stückzahlen.
Dienstag, 9. Oktober 2007
Sieht nur alt aus...
Fern gerückt...
Verblüffend, wie mir nach gerade mal sechs Wochen da in Wien schon die deutsche Perspektive abhanden kommt - und auch das Interesse an politischen Themen aus Deutschland. Wenn ich nicht diverse Newsletters von deutschen Medien abonniert hätte, würde ich vieles gar nicht mehr mitkriegen. Aber ich muß mich auch schon fast dazu zwingen, diese Newsletters (und die dazu gehörenden Meldungen) auch wirklich anzuschauen, es ist alles schon ziemlich weit weg. Erstaunlich genug.








