Arme urlaubende Menschheit: Früher war es der Stau am Rückweg, der das Vergnügen zunichte machte, heute ist es die Erwartung einer überfüllten Mailbox am ersten Arbeitstag
Natürlich hat jede und jeder seine Mittelchen (oder wenn ich mich im Kollegen- und Freundeskreis umhöre: ist so gut wie hilflos), um mit E-Mail-Overload umzugehen. Aber die naheliegendste Abhilfe gegen den Mailschock am ersten Posturlaubsarbeitstag scheint kaum jemand zu praktizieren, darum diese Empfehlung: einfach alles wegschmeißen. Was wichtig ist (und wer wichtig ist), meldet sich ohnedies nochmals. Denn das ist umgekehrt das Schöne an überfüllten Mailboxen: Wer per Mail keine Antwort erhält, vermutet selten böse Absicht, sondern nimmt an, im Heuhaufen einfach untergegangen zu sein und schickt seine Mail nochmals oder greift möglich gar altmodisch zum Telefon.
Aus einem Standard-Artikel (Helmut Spudich: E-mail macht Urlaub, DER STANDARD Printausgabe vom 3.7.2008)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen