Donnerstag, 21. August 2008

Aus dem ungebauten Wien

Ein Kuriosum stand (...) rund um die Eröffnung des Zentralfriedhofs im Jahr 1874 ernsthaft zur Debatte: Der Transport Verstorbener von der Einsegnung in der Innenstadt zum Friedhof am Rande der Stadt sollte per Rohrpost für Leichen abgewickelt werden. Kostenpunkt für den Plan: 1 Million Gulden. Letztlich lehnte die Stadtverwaltung den Plan aber ab – aus Pietätsgründen, aber auch wegen technischer Schwierigkeiten. Auch die „Wiener Zentralfriedhofs-Bahn“, eine mit Dampf betriebene Lokomotive, die im Anhängewagen Sarg und Trauergäste zum Friedhof bringen sollte, wurde nie verwirklicht.

Aus dem Presse-Artikel von Adreas Wetz: Großprojekte, zu groß für Wien vom 18.08.2008

Am Montag (17.08.2008) waren die Zeitungen voll von angeblichen Plänen zum Aufbau des Nordturms am Stephansdom. Nachträglich erwies sie dieser Schmäh als ein PR-Gag für eine ORF-Kultzursendung, die "Presse" nahm dieses Sommertheaterzwischenspiel zum Anlass für einen Artikel über Pläne, die in Wien dann doch nicht verwirklicht wurden.

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