Steigen Sie mit etwas Pathos ein, wie Alexander von Humboldt: "Mir ist ein Wesen wie Sie nie erschienen; Sie haben wieder Gefühle in mir erschlossen, die ich für tot und abgestorben hielt; ich bin auch so unendlich gewiss, dass das immer gleich und unverändert in mir bleiben wird, dass ich die Erinnerung dieser Vergangenheit und die Hoffnung selbst einer gleich schönen Zukunft nicht mehr von meinem Dasein abtrennen kann."
Für hysterisch Veranlagte empfiehlt sich Beethoven. "Schon im Bette drangen sich die Ideen zu Dir, meine Unsterbliche Geliebte, hier und da freudig, dann wieder traurig, vom Schicksale abwartend, ob es uns erhört - leben kann ich entweder nur ganz mit Dir oder gar nicht, ja, ich habe beschlossen, in der Ferne so lange herumzuirren, bis ich in Deine Arme fliegen kann und mich ganz heimatlich bei Dir nennen kann (...)."
Danach rasch persönlich werden! Erwähnen Sie gemeinsame Erinnerungen, die gemeinsamen Kinder, sofern vorhanden. Und schmieden Sie gleich mal einige Pläne für die Zukunft! Sie wollen ja mit diesen Zeilen den Empfänger zugleich betören und an sich ketten. Leidenschaftliche Naturen schließen mit Napoleon Bonaparte: "In Kurzem hoffe ich, Dich in meine Arme zu schließen und Dich mit einer Million Küssen, so heiß wie unter dem Äquator, zu bedecken."
Für Fernbeziehungen besser John Keats: "Du kannst Dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich sehne, bei Dir zu sein, wie gerne ich für eine Stunde mit Dir sterben würde - denn was bietet schon die Welt?"
Auch immer gut für kurze Einschübe, wenn Ihnen gerade mal nichts Inhaltliches mehr einfällt: "Vielleicht bin ich zu ungestüm, dann denke mich auf Knien."
Oder auch als Schluss: "Ich werde mir Dich heute Nacht als Venus denken und zu Deinem Stern beten, beten, beten wie ein Heide. Für immer Dein schöner Stern ...........................(Hier bitte eigenen Namen einsetzen)" (...)
Aus: Was nützt die Liebe in Gedanken?, auf welt.de
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