Millionen Christen weltweit senden täglich per Gebet ihre Wünsche, Hoffnungen und Danksagungen an Gott. Was aber tun, wenn die ewige Macht mal nicht anwesend ist?
Dieser Frage hat sich der niederländische Künstler Johan van der Dong angenommen. Er hat eine Telefonnummer für Gott eingerichtet, damit Gläubige bei Bedarf ihre Nachrichten auf einem Anrufbeantworter hinterlassen können.
Van der Dong sagte, dass das eine gute Möglichkeit für die Menschen sei, sich mal eine Pause zu gönnen und über das Leben nachzudenken.
Die Nummer lautet übrigens mit internationaler Vorwahl +316-4424-4901 und ist ab dem 7. März freigeschaltet. „Hi, Sie sprechen zu Gott. Ich bin gerade nicht zugegen, aber sie können eine Nachricht nach dem Piep-Ton hinterlassen“, wird ein Anrufer dann vernehmen, wenn er auf Nummer sicher gehen will, dass der Herr sein Gebet auch wirklich erhört.
Gefunden auf spickmich.de
Manchmal hat jemand eine Idee, die einfach genial ist - als Kunstprojekt jedenfalls. Und natürlich regt es zum Nachdenken an darüber, ob Gott es nötig hat, diesen Anrufbeantworter auch abzuhören... Als ironische Infragestellung unserer anthropomorphen Gottesvorstellungen mag es ja taugen, vermutlich aber wird es auch genügend Menschen geben, die eine solche Nummer tatsächlich benutzen, um ihr Herz zu erleichtern. Auch die virtuellen Gebetsräume im Internet finden ja Zuspruch. Dann fragt es sich natürlich, wie lang die Nachrichten sein dürfen, die dieser Anrufbeantworter speichern kann. Und muss man nicht fürchten, dass die Nummer immer besetzt ist, weil zu viele Anrufer sie wählen? Und das wäre dann eine theologisch noch viel schlimmere Botschaft: Gott hat keine Zeit für mich, weil er mit anderem zu beschäftigt ist - und ich komme nicht einmal telefonisch zu ihm durch...
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