"Die Suche nach den Motiven ergibt bei den Schulmördern regelmässig dasselbe: Sie hatten sich Verrohung ‚angedeihen' lassen. Schusswaffen hatten sie in Griffnähe, vor allem aber gaben sie sich mit Gewaltvideos und Killerspielen ab. Vereinsamten sie, als Schulversager, Eigenbrötler oder Ausgegrenzte, gerieten sie auf die tödliche Bahn.
Wir brauchen keine Armeepsychologen und weitere Experimente, um zu erkennen, dass eine Flut von Bildern mit Gewalt, visuell aufgenommen und reflexartig mit dem Joystick beantwortet, enthemmend wirkt. Zahllose Spiele belohnen den, der sich den Weg blitzschnell freischiesst - und wenn man selbst unterliegt oder getroffen wird, hat man die nächste Chance. Kein Spiel, das die Gewalt des Schützen auf ihn zurückfallen lässt, würde sich verkaufen. So bauen sich Allmachtsphantasien auf."
Peter Schmid auf jesus.ch
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