"Alles, was irgendwie schiefgehen konnte, ging schief"
Diesen Satz habe ich zum ersten Mal am Ende einer internationalen Konferenz gesagt, in der regelrecht der Wurm drin war. Ich hatte ein Team mitgebracht, das bei der Durchführung einer mehrtägigen Veranstaltung in Übersee helfen sollte, und alles, was irgendwie schiefgehen konnte, ging schief. Es gab Sprachschwierigkeiten, kulturelle Schwierigkeiten, Schwierigkeiten mit dem Veranstaltungsort, technische Schwierigkeiten, Übersetzungsschwierigkeiten, Transportschwierigkeiten und so weiter.
Am Ende kam es uns so vor, als hätten wir einen viertägigen Straßenkampf hinter uns. Während der Konferenz saßen wir noch bis morgens um ein oder zwei Uhr zu Besprechungen in meinem Hotelzimmer zusammen und wankten dann nur drei Stunden später noch schlaftrunken zu den ersten Proben. Tagsüber hockten wir in den Pausen in einem Rückzugsraum und dachten darüber nach, was wir jetzt tun sollten, weil schon wieder etwas schiefgegangen war. Endlich, während der letzten Einheit, war Gottes Wirken auf überwältigende Weise zu spüren. Es war wunderbar, doch die dadurch ausgelösten Tränen hätten ebenso gut Tränen der Erschöpfung sein können.
Am Schluss rief ich alle Mitglieder des Teams hinter der Bühne zusammen und sagte: „Diese Schlacht gehört mit zu den größten, die ich je für das Reich Gottes geschlagen habe. Danke – danke euch allen –, dass ihr euch so wacker geschlagen habt, ohne auszuflippen. Das hat den Ausschlag gegeben. Mit Gottes Hilfe haben wir es geschafft, Leute. Und wir haben es gemeinsam getan.“
"Der Sieg schmeckte umso süßer"
Da wir so hart gekämpft hatten, schmeckte der Sieg nun umso süßer. Ich bat alle in jenem kleinen Kreis, einander bei den Händen zu fassen. An jenem Tag betete ich mit meinem Team und dankte Gott für ein gemeinsames Erlebnis, das wir für den Rest unseres Lebens mit uns tragen würden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen