Im christlichen Glauben sagt man, dass einem Menschen die Todesstunde in die Wiege gelegt wurde - der Tod ist ein Teil des Lebens und darüber können wir nicht unbedingt selbst bestimmen. Der Tod tut auch denen, die gehen, nicht weh. Er schmerzt nur diejenigen, die übrig bleiben und die machen sich meistens bewusst oder unbewusst im Nachhinein irgendwelche Vorwürfe. Solche Vorwürfe sind ein Ausdruck unserer Unvollkommenheit und unseres Wunsches, vollkommen zu sein, Alles richtig zu machen und sich ohne Schuld von einem anderen Menschen zu trennen. Der Tod trennt uns zwar von den anderen Menschen, aber er beseitigt auch die Unvollkommenheit, die sich aus unserem Menschseins ergibt.Gefunden in einem Forum
Als Antwort auf Selbstvorwürfe eines Hinterbliebenen, ob er nicht hätte mehr tun und so den Tod seines Angehörigen möglicherweise verhindern können, eine ziemlich zynische Überlegung, als Trost wohl kaum geeignet. Aber es ist natürlich nicht zu leugnen, dass der Tod - mit allem anderen, was unser Menschsein, irdisch betrachtet, ausmacht - auch unserer Unvollkommenheit ein Ende macht.