Freitag, 10. April 2009

Wiener Mancherlei

Visionäre Zusammenschau des Mysteriums

Menschheit

Menschheit vor Feuerschlünden aufgestellt,
Ein Trommelwirbel, dunkler Krieger Stirnen,
Schritte durch Blutnebel; schwarzes Eisen schellt,
Verzweiflung, Nacht in traurigen Gehirnen:
Hier Evas Schatten, Jagd und rotes Geld.
Gewölk, das Licht durchbricht, das Abendmahl.
Es wohnt in Brot und Wein ein sanftes Schweigen
Und jene sind versammelt zwölf an Zahl.
Nachts schrein im Schlaf sie unter Ölbaumzweigen;
Sankt Thomas taucht die Hand ins Wundenmal.


Georg Trakl

Sommerlicher Karfreitag


Vor zehn Tagen gab es noch Schneeschauer, es ist unglaublich, wie sommerlich es auf einmal ist.

Passt auch zu Karfreitag

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.

Albert Einstein

Nun scheinen sie schon hervor...

... die farbigen Ziegel am Turm der Lutherkirche, die mit einem eigens entwickelten Verfahren verfestigt und nachher neu lackiert werden.

Hoffnung im skeptischen Konjunktiv

schöner tot sein

ein baum werden 
vögel zu gast haben 
das wär was 
worauf man sich freuen könnte

Elfriede Gerstl 

Donnerstag, 9. April 2009

Ohne Worte

Nicht nur nah, er sagt es selbst

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?

Jeremia 23,23.24 (Tageslosung für den heutigen Gründonnerstag)

Und wie nun weiter?

Weil Mose stotterte...

Gleich geht es los mit den Matzeknödeln, den zehn Plagen und der Frage, was diese Nacht von den anderen Nächten unterscheidet. Es ist wie immer: Wir ziehen aus Ägypten los, um die nächsten 40 Jahre durch die Wüste zu wandern. Eigentlich wollte Moses sein Volk nach Kanada führen, weil er aber ein Stotterer war, kam er über Ka...Ka...Ka… nicht hinaus. Und schon waren die Israeliten auf dem Weg nach Kana’an. Das war der Beginn des Nahostkonflikts. 

Henryk M. Broder: The Same Procedure As Every Year, im Blog "Die Achse des Guten"