Wie in England üblich, wurde die Verfügung der Ministerin gelassen hingenommen. Nur ein paar extrem kritische Briten fragten sich, warum in Zeiten der IRA-Terrors nicht von 'anti-irischen Aktivitäten' geredet wurde." [Henryk M. Broder: Scharia ist für alle da!, spiegel-online 08.02.2008]
Samstag, 9. Februar 2008
Die neuesten Blüten der political correctness
Schon seit Jahren ist es in den USA kaum mehr legitim, einander "Frohe Weihnachten" zu wünschen, es könnte ja die Gefühle von Nicht-Christen verletzen, darum sagt man korrekterweise "Frohe Feiertage" oder dergleichen. Eine neue Stufe erreicht der Wahn der political correctness nun in Großbritannien: "Derweil gab die BBC in ihrer Internet-'Section on Islam' eine Neuerung bekannt: Wann immer der Name des Propheten erwähnt werde, solle sogleich der Zusatz folgen: 'Peace be upon him', der Friede sei mit ihm. Das, erklärte ein Sprecher der BBC, sei man einer 'fairen und ausgewogenen' Darstellung des Islam schuldig. Es dauerte nicht lange, und das britische Innenministerium kündigte eine weitere Sprachregelung für den amtlichen Gebrauch der Regierung an: Begriffe wie 'war on terror' und 'Islamic extremism' sollten nicht mehr benutzt werden. Innenministerin Jacqueline Jill Smith erklärte, die Extremisten würden nicht im Namen des Islam agieren, sondern gegen ihren Glauben. Deswegen sollten deren Taten als 'anti-islamische Aktivitäten' bezeichnet werden. Auf diese Weise schaffte Frau Smith den Terrorismus mit einem rhetorischen Trick ab.
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