Sie haben auch selbst viele Jahre in den USA gelebt ...
Insgesamt 15 Jahre. Nach der Wiederwahl von George W. Bush war es aber nicht mehr auszuhalten, da habe ich doch die Reißleine gezogen. Dass sie sich nicht aufgerappelt haben, das Trauerspiel zu beenden, konnte ich nicht verwinden.
Wie hat sich das Land unter Bush verändert, Ihrer Beobachtung nach?
Es ist unglaublich provinziell geworden. Die Hälfte der Amerikaner lebt auf einem anderen Planeten, in einem Parallel-Universum. Die haben nichts mit dem Rest der Welt zu tun.
Wird Obama es schaffen, die USA aus diesem tiefen Provinzialismus rauszuholen?
Das hat er eigentlich schon durch seine Wahl geschafft. Da muss man jetzt nur sehr viel tun. Die Amerikaner sind ja dermaßen desinteressiert, das ist furchtbar. Wenn man nur mal eine Stunde Fernsehen guckt, denkt man, man ist auf dem Mond. Ich traue Obama sehr viel zu, weil er sehr cool ist und sich jetzt richtig gute Leute holt. Und weil er im Prinzip auch weiß, wie schlecht es um dieses Land steht.
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