Leo.-M. Maasburg (Nationaldirektor der päpstlichen Museen in Österreich) in einem Gastkommentar in der "Presse" (24.12.2008, S. 37)
Mittwoch, 11. März 2009
Grundfragen angesichts der drohenden Selbstaufgabe Europas
Wenn (...) ein ganzer Kontinent beginnt, seine gemeinsame christliche Herkunft zu leugnen, dann stellt sich die Frage, nach welchem moralischen Kompass in unserem politischen, sozialen und wirtschaftlichen leben gut von falsch und wahr von unwahr unterschieden werden soll. Nach welchen Kriterien entscheiden Politiker, wenn der seit Jahrtausenden gültige (wenn auch nicht immer lückenlos befolgte) jüdisch-christliche Moralkodex plötzlich als gemeinsame Grundlage für die Nationen fehlt? Kann noch begründet werden, warum das Leben heilig und die Familie Keimzelle der Gesellschaft sein sollten? Mit der christlichen Grundausrichtung scheint auch die historische Erkenntnis verloren zu gehen, dass Unrecht über kurz oder lang immer in Gewalt und Zerstörung mündet.
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