Sonntag, 19. April 2009

Unter Astrologen

Hallo (...),

Bin von Deinem Astrologischen Stundenbuch beeindruckt.
Ohne vorher in Dein Horoskop zu schauen, hatte ich das Gefühl, dass Du den Inhalt der Texte aus einer höheren Ebene beziehst. Nun sehe ich, Deine starke Haus 12 Besetzung und das Fische Zeichen darin.
Nun noch eine Verständnisfrage, auf welche Art und Weise Du kreierst. Befindest Du Dich in einer Situation, z.B. vor Deinem Lieblingscafe wird geraucht, Du schreibst Deine Eindrücke zu einer bestimmten Zeit nieder und schaust dann ins Stundenhoroskop oder lässt Du Dich z.B. von Merkur im Krebs inspierieren?
Ich gebe Dir mal meine Webseiten. (...)

Feedback im Blog eines deutschen Astrologen

Das Gittertürl ist offen

Fremd...

Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh' ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh', -
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.

Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit,
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such' ich des Wildes Tritt.

Was soll ich länger weilen,
Daß man mich trieb hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus;
Die Liebe liebt das Wandern -
Gott hat sie so gemacht -
Von einem zu dem andern.
Fein Liebchen, gute Nacht!

Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad' um deine Ruh',
Sollst meinen Tritt nicht hören -
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib' im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab' ich gedacht.

Wilhelm Müller: Gute Nacht (Beginn des Zyklus "Die Winterreise")

Schubert hat ihn unsterblich gemacht, sonst wäre er vergessen oder ein Name für Spezialisten...

Der Leiermann


Eines der traurigsten und schönsten musikalischen Werke für jede betrübte Seele: Schuberts Winterreise.

Samstag, 18. April 2009

Golgatha an der Seine

Auto fahren? Irgendwo, nur bitte nicht entlang der Strecke -. oder gar quer zu ihr...


Gegen die Muskelstärke der Läufer haben Pferdestärken am Sonntag das Nachsehen. Zumindest zwischen 6.30 Uhr, wenn es zu den ersten Straßensperren kommt, bis 15.30 Uhr. Die wichtigsten Punkte:
  • Start Der Startbereich in der Wagramer Straße und mit ihm die Reichsbrücke ist ab 6.30 Uhr für den Individualverkehr gesperrt, auch die Ausfahrten "Kagran" und "Reichsbrücke" der Donauuferautobahn A22 sind bis etwa 10.30 Uhr unpassierbar.
  • Ring In der Innenstadt wird es ab 7 Uhr eng, wenn der Ring zwischen der Operngasse und der Bellariastraße geschlossen wird. Ab 7.30 Uhr wird die Sperre bis zur Urania ausgedehnt, bis gegen 16 Uhr fährt dort dann kein Auto mehr. Auf der zweiten Ringhälfte, zwischen der Bellariastraße und dem Franz-Josefs-Kai, dauert die Sperre zwischen 8 und etwa 13.30 Uhr.
  • Autobahn Ab 8 Uhr ist beim Knoten Prater die Abfahrt von der A23 Richtung Zentrum gesperrt. Auf der Ostautobahn, der A4, ist die Abfahrt Zentrum gesperrt, bis um 15.30 Uhr wieder freie Fahrt herrscht.
  • Gürtel und Westen Ab 9 Uhr empfiehlt es sich schließlich auch, den Gürtel zu meiden. Zwischen der Schönbrunner Straße und dem Westbahnhof ist ohne Laufschuh kein Durchkommen. Desgleichen auf der Wienzeile zwischen Ring und dem Schloss Schönbrunn bis etwa 12 Uhr zu. Ebenfalls zwischen 9 und circa 12.15 Uhr ist die Zweierlinie zwischen der Neustiftgasse und dem Schwarzenbergplatz gesperrt.
Wenngleich die Polizei die Autofahrer dringend ersucht, am Sonntag irgendwo Auto zu fahren, aber eher nicht entlang der Marathonstrecke, stehen Beratungsresistente nicht automatisch stundenlang. In regelmäßigen Abständen gibt es "Schleusen", wo Autos die Strecke queren können, wenn es die Lauflage zulässt.

Öffentlich hat man schon am Samstag erste Probleme vorwärtszukommen. Die Innenstadtbuslinie 2A ist am Samstag ganztägig eingestellt. Am Lauftag selbst sind fast 30 Straßenbahn- und Buslinien von Teilsperren und Routenänderungen betroffen. Linien, die über den Ring oder die Westeinfahrt fahren, sind hauptsächlich davon betroffen.

Bei den Wiener Linien registrierte man bisher dennoch keine Lauf-Beschwerden. "Für die Wiener ist klar, dass dieser Sonntag dem Marathon gehört", meint Sprecher Johann Ehrengruber. Touristen, die sich statt einer gemütlichen Ring-Rund-fahrt in der Tramway plötzlich Sportler- und Zuschauermassen gegenübersehen, hätten sich darüber noch nie beklagt.

DerStandard.at 16.04.2009

Klagen über den Marathon-Lauf? Nein. Irgendwie ist das für die Wiener inzwischen ein ebenso selbstverständliches Ereignis wie der Opernball. Ehrensache, sich da nicht aufzuregen.

Ein pensionierter Pfarrer, den ich dieser Tage zum Geburtstag besuchte, meinte zwar, diesen Sonntag werde er lieber nicht in die Kirche kommen. Vor zwei Jahren war es ihm passiert, dass der Prediger (von auwärts) im Marathonstraßensperrungschaos steckengeblieben war und sich sehr stark verspätete, woraufhin er eben den Gottesdienst wenigstens beginnen musste. Aber morgen ist da keine Gefahr, ich muss ja nur über den Hof gehen.

Dienstag, 14. April 2009

Am Burgtheater

Orientierung

Männer

"Wie also sind Männer einzuschätzen? Innerhalb von Psychologie, Soziologie und anderen Sozialwissenschaften werden Männer zumeist als mit Defiziten behaftet angesehen: Männer können nicht über sich sprechen, Männer haben keinen Kontakt zu ihren Gefühlen, Männer sind oft hilflos, wenn es um das eigene Innere geht. Besonders deutlich wird das auf dem Gebiet der Gesundheit. Männer sterben im Schnitt über sechs Jahre eher als Frauen. Und der Grund dafür wird darin gesehen, dass Männer Raubbau mit ihrem Körper betreiben,dass sie sich zu oft unter großen Leistungsstress setzen, dass sie zu sehr an die Erfüllung fremder Anforderungen denken als an ihr Wohlbefinden. Männer sind also letztlich an ihren Problemen selbst schuld.

Alle diese Einschätzungen stimmen. Da gibt es genug Untersuchungen und eigene Erfahrungen, die das belegen. Was mir an diesem Männerbild nicht gefällt ist, dass es nur Negantivbeschreibungen sind. Ich habe selbst bei manchen Männerforschern den Eindruck, sie teilen die Welt ganz eindeutig in gute und schlechte Menschen. Und die guten sind zweifellos die Frauen, während die schlechten die Männer sind. Das begegnet mir selbst in der Kirche, da vielleicht nur versteckter."


Das eigene Mannsein offen und öffentlich kritisch zu sehen, ist eine Position, die schnell in den Homosexualitätsverdacht bringt. Dabei wissen die meisten Männer tief in ihrem Herzen, dass natürlich die Frauen das starke Geschlecht sind, dem gegenüber wir Männer mancherlei Defizite aufzuweisen haben.

Ob im Knieen, Stehen oder Sitzen...

... der Kern christlicher Gottesdienst-Feier ist doch das Abendmahl. Am Brotbrechen erkannten die Emmausjünger den Herrn. Ich bin sehr froh, dass ich in einer Gemeinde tätig sein darf, die eine sehr lebendige Abendmahlspraxis kennt.