Samstag, 7. November 2009
Meistens... Wie beruhigend.
Gebäude sollten aufrecht stehen. Und das tun sie meistens auch.
Aus der Dokumentation „Tödliche Architektur“ auf n-tv.
Mittwoch, 4. November 2009
Schwierige Beweislast
In der Justizvollzugsanstalt in Werl (Nordrhein-Westfalen) sitzt ein zu fünf Jahren Gefängnis verurteilter Bankräuber.
Der 46 Jahre alte Mann ist gläubiger Buddhist und hält die Gefängnisleitung mit diversen Forderungen auf Trab, unter anderem wollte er andere Nahrungsmittel haben.
Jetzt möchte der Gefangene, dass seine Katze in besuchen darf, weil er diese für die Wiedergeburt seiner verstorben Mutter hält. Allerdings entsprach das Amtsgericht seinem Anliegen nicht, weil er keinen Beweis für die Reinkarnation beibringen konnte.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Herbstzeit
In ein altes Stammbuch
Immer wiederkehrst du, Melancholie,
O Sanftmut der einsamen Seele.
Zu Ende glüht ein goldener Tag.
Demutsvoll beugt sich dem Schmerz der Geduldige
Tönend von Wohllaut und weichem Wahnsinn.
Siehe! es dämmert schon.
Wiederkehrt die Nacht und klagt ein Sterbliches,
Und es leidet ein anderes mit.
Schauernd unter herbstlichen Sternen
Neigt sich jährlich tiefer das Haupt.
Georg Trakl
Der gute alte Georg Trakl. Ich schätzte ihn schon als Jugendlicher sehr.
Dienstag, 27. Oktober 2009
In der Südsteiermark
Reduziert
Die jahreszeitlich bedingte Depression, die Zahngeschichte, zweieinhalb Wochen Antibiotica - das alles reduziert mich ziemlich. Es kann nur besser werden.
Passend zur Herbststimmung...
Trübe Stunden schleichen sachte
Durch die stille Seele mir;
Glück, das ich zu haschen dachte,
Wie so ferne bin ich dir!
Mühsam schleppt sich meine Feder
Über ein zerknicktes Blatt,
Leis' bewimmernd, was ein Jeder
Einmal zu verschmerzen hat.
Wenn den alten Mut ich fände,
Fänd' ich auch die alte Kraft -
Ach, die wundgestraften Hände
Sind auf lange Zeit erschlafft.
Durch die stille Seele mir;
Glück, das ich zu haschen dachte,
Wie so ferne bin ich dir!
Mühsam schleppt sich meine Feder
Über ein zerknicktes Blatt,
Leis' bewimmernd, was ein Jeder
Einmal zu verschmerzen hat.
Wenn den alten Mut ich fände,
Fänd' ich auch die alte Kraft -
Ach, die wundgestraften Hände
Sind auf lange Zeit erschlafft.
Frank Wedekind
