Mittwoch, 14. Juli 2010

Die Frage nach dem Gebet unter dem Gesichtspunkt von Zeit und Ewigkeit

Zeit und Stunde – sie sind ja nur vor Gott ohnmächtig. Denn für ihn allerdings ist die Erlösung so alt wie Schöpfung und Offenbarung, und so prallt, grade insofern er nicht bloß Erlöser, sondern auch Erlöster, die Erlösung also ihm Selbsterlösung ist, jede Vorstellung eines zeitlichen Werdens, wie sie eine freche Mystik und ein hochtrabender Unglaube ihm gern andichten, von seiner Ewigkeit ab. Nicht er selbst für sich selbst, sondern er als Erlöser von Welt und Mensch braucht Zeit, und nicht weil er sie braucht, sondern weil Mensch und Welt sie brauchen. Denn für Gott ist die Zukunft keine Vorwegnahme; er ist ewig und der einzige Ewige, der Ewige schlechtweg; „Ich bin“ ist in seinem Munde wie „Ich werde sein“ und findet erst darin seine Erklärung.
Aber für Mensch und Welt, denen das Leben von Haus aus nicht ewig ist, sondern die im bloßen Augenblick oder in breiter Gegenwart leben, ist die Zukunft nur faßbar, indem sie, die zögernd herangezogen kommende, in die Gegenwart vorgezogen wird. So wird ihnen die Dauer höchst wichtig, weil sie es ist, an der sich die Zukunft, indem sie in den Augenblick vorweggenommen wird, immerfort reibt. Und deshalb kommt für das Gebet schließlich alles darauf hinaus, ob die Zukunft des Reichs dadurch beschleunigt oder verzögert wird. Oder genauer gesagt: da beides, Beschleunigung wie Verzögerung, nur in den Augen des Menschen und der Welt, nicht vor Gott gilt, und Mensch und Welt die Zeit nicht messen nach einem außer oder über ihnen liegenden Maß, sondern aneinander, der Mensch also am ihm entgegenreifenden Wachstum der Welt, die Welt an der ihr in den Schoß geschütteten Fülle der Liebe: so kommt es für das Gebet darauf an, ob der Lichtschein, den es in das Dunkel der Zukunft wirft und der in seinen letzten Ausläufern immer in die fernste Ferne reicht, an der Stelle seines ersten Auftreffens, an dem nächsten Punkt also, den er dem Beter erleuchtet, der Liebe vorauseilt, hinter ihr zurückbleibt, oder mit ihr Schritt hält. Nur im letzten Falle wird das Gebet erfüllt; nur dann geschieht es in der „angenehmen Zeit“, der „Gnadenzeit“; in diesem seltsamen Ausdruck, den wir nun zu verstehen beginnen, macht der Glaube den Gedanken lebendig, den als eine tote Erkenntnis schon die heidnische Frömmigkeit besaß: daß man die Götter nur bitten dürfe um das, was sie zu gewähren geneigt seien, und daß also für den Fall, dass man um „Unrichtiges“ bitte, man selbst von vornherein um Nichterfüllung bitten müsse.
Franz Rosenzweig: Der Stern der Erlösung (Dritter Teil: Einleitung. Das Gebet des Sünders)

Cumberlandstraße


Hochwasserzonierung

Am 22. November 2005 wurde vom Lebensministerium und dem Versicherungsverband Österreich im k 47 erstmals das Projekt HORA - Hochwasserzonierung Austria der Öffentlichkeit präsentiert. Es wird an 25.000 Flusskilometern umgesetzt. Ab dem Frühjahr 2006 erhalten damit alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, per Mausklick im Internet eine erste Gefahrenabschätzung für das Risiko einer möglichen Überschwemmung mittels Adresseneingabe zu erhalten.


Die Kosten des Projektes belaufen sich auf etwa zwei Millionen Euro. Sektionschef Wolfgang Stalzer vom Lebensministerium und Generaldirektor Othmar Ederer vom Versicherungs-verband Österreich sind sich einig in der Einschätzung des Projektes: "Das ist ein Meilenstein in der Schärfung des Risikobewusstseins der Bevölkerung und damit in der wichtigen Frage der Eigenvorsorge bei Hochwässern"


(Zitat aus http://presse.lebensministerium.at/article/articleview/47831/1/6660/).

 Auslöser für dieses Service waren die Hochwasserereignisse der letzten Jahre und der unzureichende Informationsstand der Bevölkerung sowie die finanziellen Einbußen im Schadensfall, die kaum durch Versicherungen gedeckt waren. In Folge der Erweiterung des Informationsservices des Lebensministeriums wurde auch die "Erdbebengefährdung" mit einbezogen und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik gemeinsam mit dem GeoForschungszentrum Potsdam mit der Aufgabe betraut, solch eine Karte entsprechend der Erfordernisse des Lebensministeriums zu erstellen. Dieser Beitrag zum Projekt HORA wurde vom Lebensministerium und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur finanziell unterstützt.


Innere Stadt

Neue Methode

"In Fulda geht der Jugendrichter Christoph Mangelsdorf neue Wege: Statt jugendlichen Delinquenten Arbeitsstunden aufzubrummen, verdonnert er sie zum Romanlesen. Die ausgewählten Werke haben mit der Lebenswelt der Jugendlichen zu tun und indem sie eine Inhaltsangabe schreiben, reflektieren sie auch ihr eigenes Leben."

Sommer



Unterschied

"Klingt der Begriff 'Midlife-Crisis' nicht ein bisschen altmodisch? Nennt man das heutzutage nicht 'Burnout'?" (Urs Jenny in einer Filmbesprechung im Spiegel) Der Unterschied ist, dass Burnout häufig in den Krankenstand führt - wenn nicht gar zur Frühpension.