Schaut man in die Wirtschaftswelt, so sieht man viele Männer. Blickt man in die Vorstandsetagen, so sieht man fast nur noch Männer. Und fast alle kommen auch noch aus allerbestem Haus. Das ist kein Zufall, weiß der Soziologe Michael Hartmann. Hartmann untersuchte die Karrierewege von 6500 promovierten Akademikern in den 1950er, 60er, 70er und 80er Jahren. Dabei zeigte sich, dass sich die Wirtschaftselite fast ausschließlich aus dem Nachwuchs der Wirtschaftselite rekrutiert.
Insofern sind Ratschläge, wie man eine Topkarriere angehen sollte, eine heikle Sache. Dennoch gibt es sie wohl - ein paar allgemeingültige Fähigkeiten und Eigenschaften, die den "typischen Karrierekandidaten" auszeichnen. Ein "High Potential", also jemand mit dem Leistungsvermögen zum Aufstieg, sollte breit aufgestellt sein. "Da sind eher die Generalisten gefragt, die viel gesehen und viele Erfahrungen gemacht haben", sagt Erika Regnet - sie ist Professorin für Personal und Organisation an der Hochschule Augsburg. Die Professorin empfiehlt deshalb jungen Akademikern mit hohen beruflichen Ambitionen, sich in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Funktionsbereichen zu beweisen.
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Im Management sind vitale Machertypen gefragt, umtriebige, gesellige Menschen, eloquent und vielseitig interessiert, die auf dem Golfplatz wie in der Oper eine gute Figur machen. Einzelkämpfer hingegen machen keine Karriere.
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