Ökumene beginnt vor Ort in konkreten Situationen, nicht an den Schreibtischen der Theologen oder bei den Kirchenleitungen. Das gilt für das gemeinsame Abendmahl in Strafanstalten und Spitälern und auch für den Religionsunterricht. In deutschen Berufsschulen wird seit Jahren schon gemeinsam konfessions-. ja religionsübergreifender Religionsunterricht erteilt; und im Beruflichen Gymnasium in Hessen gibt es zwar konfessionell getrennten Unterricht, aber die Schüler können frei wählen, ob sie in evangelischen oder katholischen RU oder in Ethik gehen möchten. So hatte ich in Gelnhausen mal eine Muslima im evangelischen Unterricht, Katholiken sowieso, und einige haben sogar in evangelischer Religionslehre Abitur gemacht (schriftlich oder mündlich), ohne dafür einer Sondergenehmigung zu bedürfen. Auf den Abiturzeugnissen stand freilich nur "Religion" - ohne konfessionelle Präzisierung...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen