Donnerstag, 19. August 2010

Bei geöffnetem Fenster

Die Grille im Hinterhof
singt ohne Unterlass,
als könnte sie allein
den Sommer zum Bleiben bewegen
durch ihren Gesang.

Ich bewundere sie.

Hildegard Knef - In dieser Stadt

Splitter

Wenn alles Leben Problemlösen ist, wie Karl Popper gemeint hat, dann ist Urlaub so etwas wie Scheintod.

Louis Armstrong - Mack The Knife - 1959




1959 in Stuttgart, anscheinend in der damals drei Jahre alten Liederhalle.

Geschenkidee

Eine gute Idee für ein Geschenk zur Konfirmation oder zum 16. oder 18. Geburtstag: Ein ungeheuer umfangreiches Adressbuch, das ein Leben lang reicht und genügend Platz bietet für die Hunderte oder Tausende Kontakte, die ein Mensch so in seinem Leben ansammelt - die meisten nur auf Zeit. Trüge man in einem solchen Buch nicht nur alle Daten (und Änderungen) treulich ein, sondern könnte man sich auch entschließen, bei gelegentlicher Durchsicht des Buches die Namen all derjenigen zu streichen, mit denen man nichts mehr zu tun hat oder haben will - oder die inzwischen gestorben sind -, dann wäre ein solches Buch ein wahrer Lebensbegleiter und würde eben auch abspiegeln, wie mit der Zeit die Zahl der Toten und übrigen Gestrichenen immer mehr zunimmt.

Ein Stück Erinnerung: Marlene Dietrich - Sag mir, wo die Blumen sind



Kommentar eines Users auf youtube: "that smokey velveted voice , so Sexy, who said the German language is not hot..."


Diese wunderbare Aufnahme ist eine der großen und schönen Erinnerungen an meine Jugendtage, als wir noch an die Veränderlichkeit der Welt glaubten.

Mittwoch, 18. August 2010

Traurige Nachrichten aus Gelnhausen

Gustav Honzen bei der Verabschiedung einer Sekretärin im Juni


Durch eine meiner ehmaligen Schülerinnen erfahre ich heute vom Tod unseres Gelnhäuser Schulleiters. Seit einem Jahr war seine Krankheit bekannt, werst kürzlich wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet-

Gelnhausen - 17.08.2010 23:23 Uhr
 
Gustav Honzen ist tot

Gelnhausen (küm/re). Gestern morgen ist der ehemalige Schulleiter der beruflichen Schulen, Gustav Honzen, nach schwerer Krankheit gestorben. Erst Anfang Juli war er aus dem Schuldienst verabschiedet worden. Der bekannte und beliebte Pädagoge wurde nur 64 Jahre alt. Besonders tragisch: Bereits am Samstag starb Gustav Honzens Bruder Friedrich Wilhelm im Alter von 61 Jahre, ebenfalls nach langer, schwerer Krankheit.

Zum Lehrerberuf kam Honzen auf dem zweiten Bildungsweg. Nach der Schulzeit an der Volks- und der Kreisrealschule machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Gleichzeitig wurde er Landwirt.

Er verpflichtete sich für vier Jahre bei der Bundeswehr. Dort lernte er die pädagogische Arbeit kennen und lieben. Er drückte noch einmal die Schulbank, um sein Abitur am Abendgymnasium abzulegen. Es folgte ein Studium der Wirtschaftspädagogik an der Goethe-Universität in Frankfurt. Sein Referendariat absolvierte er an den beruflichen Schulen in Gelnhausen, denen er bis zu seiner Pensionierung am 1. Juli treu blieb. 

http://www.gnz.de/index.php?id=8&backPID=8&tt_news=16130


Ein feiner Mensch, ein menschlicher Schulleiter, ein guter Pädagoge.

Im gemeinsamen Nachruf von Schulleitung, Personalrat, Elternbeirat und Schülervertretung auf der Schulhomepage heißt es sehr richtig:


"Mit Gustav Honzen verlieren die Kolleginnen und Kollegen, die Schülerinnen und Schüler und die ganze Schulgemeinde einen zuverlässigen Begleiter und Ratgeber. Er verstand es, den ihm anvertrauten Menschen in allen Situationen beizustehen, sie zu motivieren und ihnen Wertschätzung entgegen zu bringen.
Vielen Generationen von Schülerinnen und Schülern ist Gustav Honzen ein beliebter Lehrer und einfühlsamer Pädagoge gewesen, der sie vorbildlich auf dem Weg ins Berufsleben begleitet hat. Die Schülerinnen und Schüler bildeten für ihn stets den Mittelpunkt seines Wirkens. Seine Türe stand immer offen."