Alte Fotografien
Was ist unser je eigenes Antlitz anderes denn ein Kurzkapitel
in Gottes Schöpfungsschrift? Wir lesen es wie hinter
einem Spiegel, von wo das Erinnern zurückdriftet
zum Moment des Ersten Sündenfalls...
In der Rundung des Apfels, im Bausch der Meereswelle
küßt uns Gott mit seinem Windhauch,
mit Lichtgarben fährt er über unsere faltige Haut.
Jedes Gesicht kann nur in eigener Prägung
den freudigen, traurigen Augenblick erkennen,
wie sich über der Stirn schwere Schatten zusammenbrauen
und Gottes Schrift unleserlich wird.
Ist es das, was den Menschen so selbstvergessen macht? In den anderen
sieht er den eigenen Anteil an der allgemeinen Schuld
und liest zugleich alles, was überhöht dahintersteht.
Hadžem Hajdarević
Freitag, 21. März 2008
Wir, die Sünder
Donnerstag, 20. März 2008
Dienstag, 18. März 2008
Osterbusen
"Der Handel berichtet uns, dass die österliche Zeit bereits zum zweitwichtigsten Umsatzmotor gleich nach Weihnachten geworden ist. Gut, die Süßwarenerzeuger und die Legehennen waren seit jeher im Produktionsstress. Die Osterhasen sowieso. Aber dass jetzt auch Juweliere, Uhrenhändler, Antiquitätenläden, Reiseanbieter, Flachbildschirmproduzenten und Handyerzeuger jubeln – will das jemandem in den Sinn? Die selbstgebackene Osterpinze, das handbemalte Osterei – mein Gott, wie einfältig! Wie gestrig! Wie immer in diesen Dingen ersinnen die Reichen (oder jene, die halt nicht aufs Geld schauen) besonders aparte Geschenkideen. So hat der Fußballer Lothar M. seiner 20-jährigen Freundin einen neuen Busen geschenkt. Und Herr Worseg im Evangelischen Krankenhaus hat nicht lang gefackelt und nachgefragt. So haben alle was davon: Der Schönheitschirurg sowieso, der alternde Kicker im Johannistrieb evtl. Und das Mädel? Da können wir nur hoffen, dass die Freud' Ostern überdauern möge."
Die Presse 18.03.2008
Die Presse 18.03.2008
Stadt der Gegensätze
Woran merkt man in Wien, dass es Frühling wird? Im Aufgang zu den Stationen der U6 (die alte Stadtbahnstrecke, eine Hochbahn) sitzen wieder die Bettlerinnen.
Wien ist eine Stadt extremer sozialer Gegensätze, die Armut vieler Menschen schreit einen geradezu an. Von dreiundzwanzig Bezirken gelten nur zwei oder drei als wirklich "gute" Bezirke, in denen "man wohnen kann", und auch die bei näherem Nachfragen nur zum Teil.
Auffällig auch die deutliche Spaltung der Gesellschaft in politischer Hinsicht. Ob einer "rot" oder "schwarz" gesinnt ist, hängt anscheinend sehr von der Familientradition ab, und eine solche Prägung wirkt unverrückbar. "Gemeindebau" ist für einen Teil der Wiener so etwas wie ein anderes Wort für die Vorhölle, ein ÖVP-Wähler sieht sich überall umzingelt von "Wiener Proleten".
Wien ist eine Stadt extremer sozialer Gegensätze, die Armut vieler Menschen schreit einen geradezu an. Von dreiundzwanzig Bezirken gelten nur zwei oder drei als wirklich "gute" Bezirke, in denen "man wohnen kann", und auch die bei näherem Nachfragen nur zum Teil.
Auffällig auch die deutliche Spaltung der Gesellschaft in politischer Hinsicht. Ob einer "rot" oder "schwarz" gesinnt ist, hängt anscheinend sehr von der Familientradition ab, und eine solche Prägung wirkt unverrückbar. "Gemeindebau" ist für einen Teil der Wiener so etwas wie ein anderes Wort für die Vorhölle, ein ÖVP-Wähler sieht sich überall umzingelt von "Wiener Proleten".
Hoffentlich kann es nun bald beginnen...
Sonntag, 16. März 2008
Ostern und die Frühlingsgefühle
Samstag, 15. März 2008
Ein Abzählreim
Braune Augen: Kaffeeklatsch,
jeden Tag nen anderen Schatz;
Blaue Augen: Himmelssterne,
küssen und posieren gerne,
Grüne Augen: Froschnatur,
von der Liebe keine Spur!
jeden Tag nen anderen Schatz;
Blaue Augen: Himmelssterne,
küssen und posieren gerne,
Grüne Augen: Froschnatur,
von der Liebe keine Spur!








