Donnerstag, 28. Mai 2009

Wir sehen alles!

Bei uns ist es nicht dunkel - sondern stockfinster. Sie sehen nicht mal Ihre eigene Hand vor Augen.

Verzichten Sie für die Dauer der Veranstaltung auf Ihre "Augen" - sondern schärfen Sie während eines  exquisiten 3 Gänge Menüs Ihre anderen Sinne.

Was für ein Parfum trägt mein Tischnachbar - wie sieht er aus?

Schmeckt die Erbse auch nach Erbse - selbst wenn man diese nicht sieht?

Schmeckt das bestellte Getränk sonst nicht anders?

Sie hören Stimmen und können diese auch nur der Richtung zuordnen. Da ein Lachen, dort ein Lachen, ein AHA - welche Speise man gerade isst, Erfahrungsaustausche, Tischgespräche, "Besteckgeschepper", Gläser klirren, eine Luftzug und und und. Sie sehen nicht einmal Ihren Tischnachbar.

Sie werden überrascht sein, auf welche Geräusche Sie aufmerksam werden. Ihre restlichen Sinne werden beansprucht - selbst wenn einmal die Gabel am Teller ins Leere sticht. Lassen Sie sich ganz einfach von Ihrem Geschmacks- und Riechsinn und Ihrem Hör- und Tastsinn leiten.

Sie erleben die Speisen nicht nur durch den Geruch, sondern auch durch den Geschmacksinn - welcher die Geschmacksknospen explodieren läßt.

Keine Angst: Sie werden nicht sich selbst während des Blind Dinner´s überlassen - sondern werden durch unser fachkundiges und sehendes Personal (welches mit modernen Nachtsichtgeräten ausgerüstet ist) stets umsorgt. Auch wenn Sie es möglicherweise nicht glauben - senken Sie die Lautstärke Ihrer Stimme. Da das Gehör neben den anderen Sinnen (natürlich bis auf Sehen) beim Essen in der Dunkelheit mehr in Anspruch genommen werden - hören Sie auch besser!

Ein gut gemeinter - wenn auch nicht unbedingt ernsthafter - Rat: "Fummeln" Sie bitte nicht während der Veranstaltung mit Ihrem Gegenüber. Begründung: 1. Sie sehen zwar nichts, aber wir sehen dank unserer Nachtsichtgeräte alles! 2. Da Sie ja nichts sehen können, können die Hände vielleicht nicht Ihren Partner treffen!


Sicher eine spannende Erfahrung, angeblich auch für Schulklassen geeignet.

Zeitloses Lächeln

Erst jetzt habe ich den kleinen Park hinter dem Internat der HLW 19 entdeckt, eine sehr idyllische Oase, in der sich auch diese Skulptur findet.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Ach, das ist ja meistens so...

Meistens glauben Paare, dass sie einander besonders gut kennen, je länger sie zusammen sind und einander daher auch besser verstehen können. Welch ein Irrtum! Neue Untersuchungen zeigen, dass aufeinander eingespielte Lebensgefährten kaum mehr voneinander wissen als Frischverliebte. Gleichzeitig aber sind sie überzeugt davon, den anderen in- und auswendig zu kennen - eine nie versiegende Quelle von Missverständnissen.

Aus der Ankündigung einer Sendung in der Reihe "Salzburger Nachtstudio" in Ö1

Wenn dir die Wissenschaft erklärt, dass deine Schicksale keineswegs besondere sind, und so deine vermeintliche Individualität zum Spezialfall eines statistisch häufigen Phämomens erklärt, ist das keineswegs nur trostreich.

Dienstag, 26. Mai 2009

Aspergill

Was ist so ein Weihwasserverspritzgerät anderes 
als ein Tee-Ei mit Stiel?

Zum Glück bislang nur Satire...

Viele Köche verderben den Brei, das gilt auch im unregulierten Internet, wo sich viele in die Unverbindlichkeit anonymer digitaler Kommunikationsforen flüchten, antiintellektuelle Hetze ablassen und Unsinn in die Wikipedia schreiben.

Um diesen Sturm auf die letzten Bastionen der Qualität im Netz zu unterbinden, muss man die Meinungsfreiheit gar nicht unterbinden. Nur: Warum muss jeder anonym sagen dürfen, was er will? Öffentliche Kommentare sollten nach einer Übergangsfrist nur nach erfolgreicher Identifizierung per Biometrie-Personalausweis abgegeben werden dürfen.

Wer nicht nur kommentieren, sondern auch eigene Blogs betreiben und Artikel auf Seiten wie Wikipedia schreiben will, könnte sich freiwillig einem Test der Bewertungsstelle für Digitalnutzer unterziehen (Orthografie, staatsbürgerliches Selbstverständnis, Allgemeinbildung, Latein). Wer besteht, erhält ein Prädikat (besonders wertvoller Internet-Nutzer), mit dem die eigenen Kommentare und Blogs beworben werden dürfen.

Aus einem nicht ganz ernst gemeinten Artikel auf spiegel.de

Drittes Geschlecht?

In Wien ist die Gender-Thematik sehr präsent, Gender Mainstreaming gehört hier in bestimmten Kreisen zur political correctness. Vermutlich ist natürlich kein drittes Geschlecht gemeint, sondern die Auswahlmöglichkeit "transgender" ist ein Oberbegriff für alle Arten von Wechsel der sexuellen Identität. Da hätte man sich natürlich noch mehr Genauigkeit gewünscht...

"Heiliger" Unfug


Aus der Werbung für ein Esoterik-Buch auf http://www.tarot-esoterik-religion.de

Auf dem Grinzinger Friedhof

Heute eine Einsegnung in sengender Mittagshitze bei geradezu hochsommerlichen Temperaturen. So recht wollte niemand aus der vergleichsweise kühlen Halle herausgehen. 

Der Grinzinger Friedhof ist ein besonderes Kleinod mit relativ vielen Skulpturen und auffallenden Grabdenkmälern, die vom Reichtum derer zeugen, die hier begraben sind.

Lieb...

Klebezettel in der Sakristei der Kapelle im "Haus der Barmherzigkeit" in der Seeböckgasse.

Montag, 25. Mai 2009

Konfirmation

Konfirmation, nach Gemeindetradition an Christi Himmelfahrt. So wird das Proprium des Festtages überlagert durch den Kasus Konfirmation.  
Die Konfirmationsquote ist in Wien bescheiden, ein Phänomen, das es in deutschen Großstädten wohl auch gibt. Man müsste im Religionsunterricht in der Schule vielleicht mehr Werbung machen, motivieren zur Teilnahme. (Geld-)Geschenke spielen hier im städtischen Kontext nach meiner Einschätzung übrigens eine viel geringere Rolle als in deutschen Dorfgemeinden. Wer sich in unserer Gemeinde konfirmieren lässt, tut es immerhin nicht in erster Linie aus materiellen Gründen. Ein erwachsener Konfirmand war auch dabei, ein sehr an Glaubensfragen interessierter Mann mittleren Alters, der vor einiger Zeit aus der katholischen Kirche übergetreten ist.