Immer wieder überraschend schön: Die Fotoserien auf derstandard.at, die ungewohnte Blicke eröffnen... ("Wien von oben")Montag, 19. November 2007
Blick vom Stephansdom
Immer wieder überraschend schön: Die Fotoserien auf derstandard.at, die ungewohnte Blicke eröffnen... ("Wien von oben")Rätselhaftes Wien
Donnerstag, 15. November 2007
Der Winter probiert sein Gwand

"Das Wiener Stadtgebiet erreichte der Schneefall in den Nachmittagsstunden des Donnerstag. Besonders die höhergelegenen Gebiete im Westen Wiens waren am meisten von den starken Schneefällen betroffen, auf den Hauptdurchzugsstraßen kam es im Abendverkehr zwar zu Behinderungen, aber vorerst zu keinen größeren Unfällen. (...)
Während im Westen, vor allem am Arlberg und in den nördlichen Ausläufern des Silvretta-Samnaun-Gebiets, die Lawinensituation als extrem kritisch eingestuft wird, herrscht im Osten vorerst weitgehend business as usual. Dennoch wurde für Teile Wiens die Schneewarnstufe "rot" verhängt. Besonders betroffen dürften die Bezirke Hietzing, Liesing und Meidling sein, wo 20 Zentimeter Neuschnee erwartet werden." (derStandard.at)
In den westlichen Bezirken im Schatten des Wienerwaldes ist nicht so arg, in der Inneren Stadt natürlich auch nicht. Trotzdem legt sich eine andere Stimmung über die Stadt und ihre Menschen...
Dienstag, 13. November 2007
Und wenn der Wind die Wolken vertreibt...
Besser verzichten...?
Im reiferen Alter
Montag, 12. November 2007
Hegel wäre wohl total erstaunt...
Die Presse: Papst Benedikt XVI. sieht den Säkularismus unserer Tage geradezu als Sünde. In Ihrem Buch „A Secular Age“ sind Sie viel verständnisvoller: Die Entwicklung sei nicht umkehrbar. Folgen Sie als Katholik denn überhaupt noch dem rechten Glauben?
Charles Taylor: Ich verwende den Begriff Säkularität, der ist ein Faktum, kein Ismus. Schauen Sie sich die ungeheuren Möglichkeiten der Spiritualität heute an und vergleichen Sie die mit dem 18.Jahrhundert. Damals war die Welt nicht so synkretistisch wie die unsere. Das kann man nicht mehr ändern. Die Kirche muss lernen, in dieser Art von Welt zu operieren. Wir sind dem Römischen Reich näher als dem Mittelalter. Die Christenheit stirbt, nicht aber das Christentum, das ist sehr lebendig. Der Papst spricht über Säkularismus als Doktrin, da gibt es hunderte Variationen. Man kann sie nicht zusammenfassen, schon gar nicht mit dem Wort „Relativismus“. Ich sehe also die Welt nicht so, wie er sie sieht.
Was gewinnt man, was verliert man in dieser Entwicklung der Moderne? Gibt es auch gefährliche Entwicklungen der Aufklärung?
Taylor: Von Vorteil ist, dass man die Krücken verliert, von denen wir abhängig waren, weil alles außerhalb des Katholischen lächerlich gemacht wurde. Das Negative: Dass wir das Verständnis der Sprache der Bibel langsam verlieren. Sie ist so tief und spirituell, wir brauchen diese Ausdrucksform, aber diese Sprache verarmt bei uns. Das ist ein massiver Verlust. Zum Rationalen: Wenn sie zu eng gesehen wird, ist das schlecht. Zur Wahrheit gelangt man nicht allein auf diesem Weg, es gibt immer einen Rahmen, in dem man sich artikuliert, Logik und Empirie können ihn nicht ganz umfassen. Es kommt darauf an, wie tief eine Sprache greift, um die Welt zu begreifen. Dann können wir rationale Kritik aneinander üben, ohne jemals an einen klaren Ursprung zu kommen. Rationalismus ist immer auch mit einem bestimmten Standpunkt verbunden.
Ist die Wahrheit für Sie also symphonisch?
Taylor: Wir versuchen letztendlich, Fragmente zusammenzustückeln und dadurch die Welt zu begreifen. Am Ende sollte, glaube ich, alles zusammenpassen.
Der Dichter W. B. Yeats schrieb 1921 im Gedicht „The Second Coming“ prophetisch: „Things fall apart, the center cannot hold.“ Ist das auch noch unsere Situation?
Taylor: Das passiert ständig, wir fallen immer wieder aus früheren Weltbildern, die für uns Sinn ergaben, aber nicht so total wie in diesem apokalyptischen Gedicht.
Sie sind ein Hegel-Interpret. Wenn dieser deutsche Philosoph heute von den Toten auferstehen würde, was ich nicht annehme, und unsere Welt sähe, was wäre seine Reaktion, vor allem in Bezug auf die Religion?
Taylor: Er wäre wohl total erstaunt. Er hat sich bei der Prognose leider in ein Eck gestellt, weil für ihn der große Niedergang der Religion zugleich auch einer der ganzen modernen Zivilisation gewesen wäre. Laut Hegel können die Wahrheiten der Philosophie, die nur von einer Minderheit durchdringend verstanden werden, von der gesamten Gesellschaft nur gelebt werden im Register der Religion. Ihr Verschwinden reißt solch ein großes Loch in sein Konzept, dass seine Reaktion nur schwer vorstellbar ist.

















