Montag, 31. Dezember 2007

Schicksal, Zufall...

"Schicksal ist sozusagen der Rohstoff, aus dem wir unser Leben formen."
Elke Hosch-Kock (Astrologin)

"Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will."
Albert Schweitzer

Landstraßenrand

Oh, die arme Sonne!

"Am Neujahrstag muss sich die Sonne tagsüber meist mit einem Platz hinter dichten Wolken zufrieden geben."
Manchmal sehr poetisch die Wettervorhersagen auf www.wetter.at. Hoffentlich hat die arme Sonne wenigstens nachts eine gewisse Entschädigung...

Welch ein Blick!
























Eine Schaufensterpuppe - irgendwie androgyn...

Oh weh...

„»Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb.« Dieses Tischgebet hörte ich kürzlich zum Mittagessen in einer kirchlichen Akademie. Der begleitende und verantwortliche Geistliche gab in einem heftigen Gespräch, das wir daraufhin führten, zu erkennen, daß er mit dieser Formel auch Abendmahl feiern könnte. Ich sei wohl etwas altmodisch geraten. In der Tat. Denn nicht hochgeistige Gespräche über Hegel und Nietzsche, sondern solche »Tischgebete« sind die praktische, ganz konkrete Auswirkung einer Theologie, die sich hochtrabend »Gott-ist-tot-Theologie« oder eben atheistische Theologie nennt.“

Der emeritierte Heidelberger Neutestamentler Klaus Berger in einem Kommentar „Wider die „oben ohne“-Theologie“ für die katholische Zeitung ‘Tagespost’.

[kreuz.net]

So müssten Grabsteine aussehen...


Gesehen in Sarajewo.

Österreich und Deutschland

"Deutschland hinkt Österreich wirtschaftlich laut einer aktuellen Untersuchung weiterhin deutlich hinterher. 'In den vergangenen Jahren hatte Österreich mit einer einzigen Ausnahme im Jahr 2001 stets ein höheres Wirtschaftswachstum als Deutschland', berichtete die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) am Donnerstag in München.

Auch in diesem und im nächsten Jahr werde Österreich wohl die Nase vorn haben. Ähnlich sehe es bei Arbeitsmarkt und Wohlstand aus. Österreich habe offensiver und reformfreudiger auf die Herausforderungen durch die Globalisierung reagiert.

Höheres Wohlstandsniveau in Österreich

Der deutsche Aufschwung der vergangenen beiden Jahre sei zwar erfreulich, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. 'Wir dürfen uns aber nicht damit zufriedengeben. In anderen Staaten läuft es wesentlich besser', sagte Brossardt unter Verweis auf das österreichische Vorbild. Deutschland und Österreich seien bei den Voraussetzungen und dem Entwicklungsstand gut vergleichbar. Daher gebe es keinen Grund, warum sich Deutschland vom Nachbarn wirtschaftlich abhängen lassen sollte.

Allein die Arbeitslosenquote lag in den vergangenen Jahren in Österreich durchwegs mindestens drei Prozentpunkte unter dem deutschen Niveau. Dies sei sowohl Ursache als auch Folge des höheren Wachstums, sagte Brossardt. Als Folge der Entwicklung habe Österreich inzwischen ein höheres Wohlstandsniveau. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner habe in Österreich 2006 bei gut 31.030 Euro gelegen, knapp zehn Prozent mehr als in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren legte Österreich um über 40 Prozent zu, Deutschland nur um gut 24 Prozent."
[Die Presse 27.12.2007]

Das höhere Brottoinlandsprodukt in Österreich steht freilich in einem krassen Missverhältnis zum Gehaltsniveau.

Durchlässig

Die Wände zwischen der Welt
der sichtbaren Dinge,
der Farben und Gestalten,
und jener größeren,
die sie umgibt und durchdringt,
sind durchscheinend.
Nichts ist verschlossen.

Wenn mir die Augen aufgehen,
einmal,
nach dem Gang
durch die Zone des Todes,
sehe ich,
was mir ein Geheimnis war,
und ich erkenne so klar,
wie ich jetzt schon erkannt bin.

Jörg Zink

Angekommen

Sonntag, 30. Dezember 2007

Wieder Pfarrer sein

Vier Monate bin nun da in Wien, das erste Weihnachten in der Gemeinde habe ich erlebt. Natürlich mag und wird da noch manches kommen im Laufe des Jahres, aber ich denke, ich kann es soweit abschätzen, dass ich sagen kann: Der Entschluss, hierher nach Österreich zu wechseln, war eine sehr gute Entscheidung. Wenn meine ehemaligen Schüler aus Gelnhausen mir schreiben, dann möchten sie natürlich gerne wissen (und hören bzw. lesen), dass ich hier in der Ferne auch Sehnsucht habe nach meiner alten Stelle und der Schule in Gelnhausen. Tatsächlich erfüllt mich Wehmut allenfalls bei der Erinnerung an die Theatergruppe. So gerne ich unterrichtet habe, - ein Lehrer bin ich eben doch nicht, sondern ein Pfarrer, und es ist gerade die Vielfalt der Anforderungen im Pfarramt, die mich reizt und mir mehr Lust an der Arbeit bereitet als das letztlich doch immer gleichförmige Unterrichten. Zudem bin ich als Pfarrer sehr viel freier (auch in der Zeitgestaltung) und längst nicht so eingespannt in ein System wie ich es als Lehrer in Gelnhausen war. Vielleicht habe ich das eine Zeit lang gebraucht - und darum auch genießen können -, in einem Kollegium von fast 200 Lehrern mehr oder weniger unterzugehen. Aber nun fühle ich mich wirklich wie einer, der zurückgekehrt ist zu dem was er gelernt hat.