Mittwoch, 25. März 2009
Christoph Schlingensiefs "Mea Culpa"
Dienstag, 24. März 2009
Bitte keine Zukunft!
Montag, 23. März 2009
Baumzier im Garten des Lutherhofes
Damals und noch heute...
Die Gemeinde Fambach bei Schmalkalden gilt als einer der historisch am besten erforschten Orte in Deutschland. Mit dazu beigetragen hat das Kirchenbuch der evangelischen Kirchengemeinde, dass das älteste, noch erhaltene Kirchenbuch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist. Darin haben die Pfarrer der Kirchengemeinde im Zeitraum von 1559 bis 1703 alles eingetragen, was ihnen im Gemeindeleben wichtig erschien. Und dazu gehören nicht nur Hochzeiten, Geburten oder Todesfälle, sondern auch Berichte über Krankheiten und Seuchen, das Wetter und die damalige Lebensweise der Menschen.
Wie das Leben im 16. und 17. Jahrhundert in Fambach ausgesehen hat, können jetzt Interessierte in einem Buch des Fambacher Historikers Dr. Kai Lehmann nachlesen. Lehmann hat anhand des Kirchbuches und anderer historischer Quellen eine kurzweilige Kulturgeschichte des Thüringer Ortes zusammengestellt, in der man manch Kurioses finden kann. So erfährt der Leser, dass der Februar des Jahres 1638 so warm war, dass man Schwimmen gehen konnte oder dass die Schulpflicht für Mädchen in Fambach schon 1604 eingeführt worden war. Außerdem wurden die Fambacher von einem Massenmörder in Angst und Schrecken versetzt und konnten schon vor dem 30jährigen Krieg Lotto spielen.
Menschen, die durch Alkohol zu Tode gekommen waren, durften laut Friedhofsordnung, nicht in geweihter Erde bestattet werden. Und trotzdem bestattet der Pfarrer eine Frau, die im Vollrausch die Treppe hinuntergestürzt und zu Tode gekommen war, auf dem Friedhof. Der Alkoholmissbrauch der damaligen Zeit sei daran schuld gewesen, dass es heute nur zwei Feiertage zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten gibt. Den jeweiligen dritten Feiertag schaffte Landgraf Carl von Hessen-Cassel im Jahr 1701 ab, da diese Tage «von dem gemeinen Volk fast zu anders nicht als Saufen, Schwelgen und anderer Üppigkeit missbrauchet worden» seien, zitiert Lehmann den Landgrafen in seinem Buch.
Gefunden auf ekkw.de
Der Alkoholmissbrauch ist in der Tat kein Problem unserer Tage, das ist bekannt. Aber er ist ein Problem der christlichen Kultur. Hätte man je Ähnliches aus jüdischem, muslimischem oder buddhistischem Kontext gelesen? Das Judentum verbietet den Alkohol auch nicht, aber unter den großen Religionen hat allein das Christentum seinen zentralen Kultakt (Eucharistie / Abendmahl) mit dem Alkohol verbunden.
Umkehr aus dem Murren
Die Kinder Israels mussten auch lernen, dass dieselbe Schlange, die Adam den Tod gebracht hatte, ebenfalls ihnen den Tod brachte. Mose hat sie also am Holz aufgehängt, damit sie bei ihrem Anblick durch die Ähnlichkeit dahin gebracht würden, sich des Baumes zu erinnern. Jene nämlich, die zu ihr aufblickten, waren gerettet, nicht durch die Schlange, sondern durch ihre Umkehr. Sie blickten zur Schlange und erinnerten sich ihrer Sünden. Weil sie gebissen worden waren, bereuten sie, und waren einmal mehr gerettet worden. Ihre Umkehr wandelte die Wüste in die Wohnung Gottes. Das sündige Volk wurde durch die Buße zur einer kirchlichen Versammlung, und besser noch: Es betete das Kreuz an, wider besseres Wissen.
Aus einer Ephräm dem Syrer zugeschriebenen Predigt "Über die Buße"
Sonntag, 22. März 2009
Alle Jahre wieder
November 2007: Ein Elfjähriger schießt im Osthessischen Hosenfeld absichtlich mit einer Pistole auf seinen Stiefvater und verletzt den 49-Jährigen. Die Tatwaffe gehörte dem Opfer.
März 2007: Ein 21-Jähriger verletzt seine 87 Jahre alte Großmutter im Streit schwer. Der Mann, der in Taunusstein im selben Haus wie seine Oma wohnte, soll diese schon zuvor mehrfach angegriffen haben.
Juli 2006: Ein 19-Jähriger erschlägt im Wetterau-Ort Petterweil seine Mutter mit einem Hammer. In dem Streit ging es um Geld.
Januar 2005: Eine 26 Jahre alte Frau verletzt den Freund ihrer Mutter während eines Familienstreits in Frankfurt mit einem Brotmesser lebensgefährlich.
November 2004: Ein 33-Jähriger sticht nach einem Streit mit seiner Mutter seinen zwei Jahre jüngeren Bruder im mittelhessischen Stadtallendorf nieder. Der Jüngere hatte die Mutter in dem Streit unterstützt.
Januar 2004: Eine 15-Jährige sticht ihre Mutter im nordhessischen Witzenhausen mit einem Steakmesser nieder und verletzt sie schwer. Der Tat war ein handgreiflicher Streit vorausgegangen.
Oktober 2003: Ein 17-Jähriger tötet in Frankfurt seine Mutter, eine 46 Jahre alte Antiquitätenhändlerin, mit mehreren Messerstichen in Hals und Kopf. Der Jugendliche, der älteste von drei Söhnen, gibt familiäre Probleme als Grund an.
Mai 2002: Ein 20-Jähriger ersticht im osthessischen Heringen seine Mutter mit einem Butterflymesser im Streit. Es geht um den Drogenkonsum des Heranwachsenden.
Februar 2002: Ein 16-Jähriger ersticht seine Stiefmutter mit einem Fleischermesser im Streit.